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„Die Liebe, die ich in meine Arbeit stecke, die bleibt“
Vanessa Panné führte nach ihrem Design-Studium ein aufregendes Leben als Art Directorin – Marken wie Hugo Boss und Cinque gehörten lange Jahre zu ihren Arbeitgebern. Jetzt ist sie wieder in ihre Heimat Ingolstadt zurückgekehrt, wo sie ab sofort anderen Menschen mit ihrem geschulten Auge als Interior Designerin zur Seite steht.
Für Vanessa Panné hat es nie etwas anderes als Gestaltung gegeben. Das Thema zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Schon als Kind ging es los: Während andere in ihrem Alter die Bravo nach den neuesten Klatsch-Geschichten durchforsteten, zog die junge Kreative es vor, Interieur-Zeitschriften unter die Lupe zu nehmen. „Sobald ich lesen konnte, habe ich darin geblättert“, erinnert sich Vanessa Panné. „Ich habe es einfach geliebt, mich auf diese Weise in andere Welten hineinzudenken.“ Heute kann sie mit Gewissheit sagen: „Mein Leben war damals schon vorgezeichnet.“
Wenn sie dorthin zurückblickt, möchte sie oft selbst kaum glauben, wie sich vieles immer wieder gefügt hat. Sie sammelte erste wertvolle Erfahrungen bei Hugo Boss, setzte bei der Neuausrichtung der Marke Cinque wichtige Akzente, führte ein Leben als freie Künstlerin auf Mallorca und später als Interior Designerin. Fotoshootings in verschiedenen Ländern, Inspirationsreisen, internationale Projekte – mit ihrem Talent nahm sie so ziemlich jede Chance mit, die sich ihr bot. Heute lebt sie wieder in ihrer Heimat Ingolstadt, genauer gesagt im beschaulichen Kösching, zusammen mit ihrer Tochter und Kätzchen Lilly.
Wie alles begann
Einen ersten Grundstein ihres Erfolges legte der Wahlpflichtkurs Fotografie auf dem Katharinen-Gymnasium in Ingolstadt. Als junges Mädchen lernte sie dort die analoge Fotografie kennen. Ihr Lehrer erkannte ihr Talent und vertraute ihr sogar den Schlüssel zum Fotolabor an, so konnte sie auch nachts und am Wochenende ungestört ihrer Leidenschaft nachgehen. „Ich habe so schon ganz früh ein geschultes Auge für Gestaltung und Ästhetik entwickelt“, weiß sie heute.
Ihre Eltern hofften, dass ihre Tochter etwas „Vernünftiges“ erlernt. Doch die junge Kunstbegeisterte wusste schon damals, was sie wollte: ein Leben voller Kreativität. So bewarb sie sich heimlich an der FOS für Gestaltung in München, bekam einen Platz und absolvierte dort in zwei Jahren ihr Fachabitur. Glasdesign, Keramik, Malerei, Fotografie, sie lernte dort das Handwerkszeug ihrer späteren Karriere. Neben der Fotografie kam hier vor allem noch das Grafische hinzu.
„Mein Leben war
damals schon vorgezeichnet.“
Alles fügt sich
Nach der FOS ging es für die aufstrebende Künstlerin geradlinig weiter. Sie zog nach Berlin, noch bevor sie überhaupt einen Studienplatz hatte – „Für mich kam keine andere Stadt in Frage“. Sie erhielt den begehrten Platz und absolvierte in den darauffolgenden Jahren ein Studium in Kommunikationsdesign mit den Schwerpunkten Fotografie und Corporate Design. Kurz nach ihrer Diplomarbeit klingelte das Telefon: Hugo Boss sucht neue Talente – ein Jahr lang arbeitete sie u.a. für das High-End-Label Boss Selection und als Assistenz des Art Directors im Tessin und Metzingen.
Nach einem unbefriedigenden, aber lehrreichen Zwischenstopp in einer Zürcher Branding-Agentur bot sich ihr eine neue Chance: Der Chef der Modemarke Cinque – übrigens auch ein Ingolstädter – holte sie zu sich nach Mönchengladbach. Sie half dabei, dem etwas verstaubten Look der Marke einen zukunftstauglichen Anstrich zu verpassen, entwickelte ein CI, leitete Shootings, gestaltete Messestände… „Mit guten Erinnerungen und viel Herzblut“, wie sie sagt. EIN NEUES KAPITEL Während eines eigentlich als Kurzurlaub geplanten Aufenthalts auf Mallorca lernte sie ihren späteren Lebensgefährten und den Vater ihrer Tochter kennen. Sie blieb also und arbeitete von dort aus weiter für Cinque, bis sie schließlich die Modebranche verließ und das aus bestem Grund: „Wenn man eine gute Mutter sein will, lässt sich ein Job in der Modebranche nicht mit einem Kind vereinbaren. Beides Bedarf zweihundert Prozent Aufmerksamkeit.“
Ein neues Kapitel
„Wenn man eine gute Mutter sein will, lässt sich ein Job in der Modebranche nicht mit einem Kind vereinbaren. Beides Bedarf zweihundert Prozent Aufmerksamkeit.“
Interieur – eine alte Liebe
So kam es, dass sie bei einem etablierten Immobilienunternehmen anfing zu arbeiten und zuständig war für das Marketing und die Fotografie der zu verkaufenden Immobilien. „Da war ich endlich wieder in meinem Element“, erinnert sich die Designerin. „Ich habe dort sehr viele Inspirationen sammeln können.“
Zeit auf Baustellen und die Zusammenarbeit mit Schreinern und Handwerkern weckte eine alte Leidenschaft in ihr und zeigte den neuen Weg. Denn plötzlich wurde aus Traum Wirklichkeit, als sie die Möglichkeit erhielt eine Luxus-Finca zu designen: Von der Planung über die Organisation bis hin zur Gestaltung, sie durfte ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Heute sagt sie rückblickend: „Bei diesem Projekt habe ich meine bisherige Höchstleistung gezeigt.“ Dabei hat ihr nicht nur geholfen, dass sie eine gute Planerin und Organisatorin ist, sondern dass sie auch eine so starke Vorstellungskraft hat. „Ich kreiere ein nahezu fertiges Bild im Kopf und arbeite damit auf das Ergebnis hin.“
Eine Investition in die Zukunft
GEFÜHL & OPTIK
Aus der Designerin spricht die jahrelange Erfahrung einer Frau, die genau weiß, was gutes Design ausmacht. „Die Harmonie deiner Umgebung schafft es bestenfalls auch dich zu harmonisieren“, so die Designerin. Ihr oberstes Ziel ist es, die Menschen mit Ästhetik glücklich zu machen: „Wenn die Menschen durch das, was ich Ihnen äußerlich gebe, auch innerlich aufblühen, dann bin ich wirklich dankbar für diese Lebensaufgabe.“
Einen Imagefilm über ihre Arbeit als Art Directorin finden Sie auf vjpanne.com. Die Website von VJP Art & Design wird erst im Herbst wieder online gehen. Bis dahin zeigt sie Impressionen auf Facebook und Instagram.

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