Startseite » Topstory » „Das Leben ist zu kurz“
„Das Leben ist zu kurz“
Lilly und André Motz blicken auf eine bewegte Geschichte zurück. Das Paar wollte heiraten, alles war in die Wege geleitet. Wenige Monate vor ihrer Hochzeit hatte Lilly einen schweren Autounfall, den sie nur mit Glück überlebte. Plötzlich stand auch die Hochzeit auf der Kippe. Doch Lilly kämpfte sich zurück und wurde belohnt: Sie heiratete den Mann ihrer Träume im Kreise ihrer Liebsten mit einem Fest wie aus dem Bilderbuch.
„Wir sind ein Team, eine Einheit“, antworten Lilly und André einstimmig auf die Frage, was sie aneinander besonders schätzen. Sie streiten so gut wie nie. Sie geben sich gegenseitig Freiräume und achten immer darauf, dass das Gleichgewicht zwischen ihnen stimmt. Machtspielchen, die das Leben nur unnötig erschweren würden, finden bei den beiden nicht statt.
Fast wäre diese Einheit auseinander gebrochen. Ein Tag im Februar, nur wenige Monate vor der Hochzeit, brachte das Leben der beiden durcheinander. Lilly hatte einen schweren Autounfall, bei dem sie mehrere Knochenbrüche erlitt. Lange war unklar, ob die Feier überhaupt würde stattfinden können. Doch Lillys Genesungsprozess schritt zügig voran. Am Ende ging alles gut aus, wie André erzählt: „Als wir die Nachricht erhielen, dass wir wie geplant feiern können, war die Freude bei allen unbeschreiblich groß.“
Kennengelernt…
Unter dem Sternenhimmel…
Es gab einen Moment,…
…der sich perfekt für den Hochzeitsantrag geignet hätte. Es war der erste Weihnachtsfeiertag letzten Jahres. Lilly und André waren mit der ganzen Familie unterwegs und gingen nach dem Abendessen auf einen Absacker in eine Bar mit Blick über den Tegernsee. Die Nacht war kalt, der Himmel sternenklar. Lilly stand am Geländer und blickte in die Ferne. Die anderen waren bereits vorgegangen und so genossen die beiden den Moment zu Zweit. Und dann…hatte André leider keinen Ring dabei.
Lange musste sich Lilly nach dieser verpassten Chance nicht mehr gedulden. Im neuen Jahr fasste sich André ein Herz und fragte sie bei einem gemeinsamen Abendessen, ob sie seine Frau werden würde. Lilly war mehr als überrascht, weinend schaute sie André an, der vor ihr mit dem Ring in der Hand kniete, und über ihre Lippen kamen die zwei alles entscheidenden Buchstaben.
Als…
…die beiden Frischvermählten von ihrer Hochzeit auf dem Gut Sedlbrunn in der Nähe von Schrobenhausen erzählen, kommen sie aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Nach Lillys schwerem Unfall scheinen die beiden mit einem umso schöneren Hochzeitsfest belohnt worden zu sein. „Der Höhepunkt war die freie Trauung unter dem wunderschön geschmückten Traubogen von der Binderei auf einer Wiese hinter dem Gut“, erzählt Lilly.
„Unsere wundervolle Traurednerin Simone Filser hatte eine persönliche und emotionale Rede mit vielen witzigen Anekdoten vorgetragen, die wir nie wieder vergessen werden.“
Im Anschluss haben im neu angelegten Innenhof des Guts unter einem großen, alten Baum die Feierlichkeiten begonnen. Es gab Fingerfood, kleine Süßigkeiten und einiges an Getränken. Der Nachmittag wurde für Fotos von Fräulein Brina Fotografie genutzt, die all die die kleinen und großen Momente mit ihrer Kamera eingefangen hat.
Zum Abendessen ging es in den ehemaligen Pferdestall, der heute ein prächtiger Hochzeitssaal ist. Nach einem vorzüglichen Menü wurde dann so richtig gefeiert. Nach einiger Zeit gab es kein Halten mehr. Sogar Lillys 90-jährige Oma im Rollstuhl wollte unbedingt mittendrin anstatt nur dabei sein und machte die Tanzfläche unsicher.
„Wir hatten den Eindruck, dass unsere Gäste nach der langen Corona-bedingten Party-Abstinenz richtig Lust zu feiern hatten“,
erzählt Lilly. Kurzerhand haben sie deshalb die Feier spontan um eine Stunde verlängert und jede einzelne Minute davon in vollen Zügen genossen.
Jetzt…
… ist die Hochzeit vorbei, das Glück perfekt. Worauf freut sich das frisch vermählte Brautpaar als nächstes? André:
„Noch ist Lilly nicht vollständig gesund. Wir freuen uns, den Unfall endlich hinter uns lassen zu können und einfach Zeit für uns zu haben. Dieses Jahr hat uns gezeigt: Das Leben ist zu kurz. Deshalb genießen wir jede Minute, in der es uns gut geht und wir miteinander Zeit verbringen dürfen.“
- Location: Gut Sedlbrunn in Pöttmes
- Band: Deafact Coverband aus Regensburg
- Blumen: Die Binderei in Pfaffenhofen
- Ringe: Juwelier Bucherer in München
- Herrenausstatter: Mode Demel aus Schrobenhausen
- Traurednerin: Simone Filser aus Ingolstadt
- Fotos: Fräulein Brina Fotografie (Sabrina Augustin-Wojkuvka)
- Brautfrisur: Die Schneiderei in Schrobenhausen
- Braut-Make-Up: Sarah Herat aus Ingolstadt
- Brautkleid: Mein Hochzeitsladen
AUCH INTERESSANT:

Fotogalerie: Bayern-Frauen holen den Supercup in Ingolstadt
Fußball-Spektakel in Ingolstadt: Die Frauenmannschaft des FC Bayern München holt sich gegen die Wolfsburgerinnen den Supercup im Audi Sportpark. Klara Bühl mit einem Doppelpack und Jovana Damnjanovic erzielten die Tore zum 3:0-Endstand. espresso war mit der Kamera dabei.

Nacht der Museen 2026: Vorverkauf gestartet
Die Vorfreude auf einen der kulturellen Höhepunkte des Jahres wächst: Für die Ingolstädter Nacht der Museen am Samstag, 12. September, hat der Ticketvorverkauf begonnen. Besucherinnen und Besucher können sich bereits jetzt ihre Eintrittskarten zum reduzierten Vorverkaufspreis sichern und sich auf einen außergewöhnlichen Abend voller Kunst, Geschichte und Begegnungen freuen.

» Ich spreche die Sprache der Wildnis. «
Wie baut man sich ein Nachtlager? Wie macht man Feuer, selbst wenn es regnet? Wie bastelt man sich ein Messer aus Naturmaterialien? Welche Pflanzen aus unseren heimischen Wäldern und Wiesen kann man unbedenklich essen? Christian Rachl aus Pfaffenhofen, alias der Wildnis-Coach, gibt genau dieses Wissen an Kinder und Erwachsene weiter.

Das Programm der Frankensteintage 2026
Zum dritten Mal finden in Ingolstadt wieder Events rund um den Geburtstag von Mary Shelley und dem Internationalen Frankensteintag am 30. August statt. Ein neu gegründeter Verein übernimmt heuer das erste Mal die Organisation.

Mehr als eine Zahl
Journalisten haben im Camp Mavrovouni auf der griechischen Insel Lesbos keinen Zugang. Dank dreier Studierender der KU Eichstätt, die für die NGO Eurorelief im Hilfseinsatz waren, können wir in unserer August-Ausgabe dennoch ein paar Einblicke liefern. Ein Gespräch mit Finja, Fynn und Mimi über eine Welt zwischen Hoffnung und Leid, in der deutlich wird, was übrigbleibt, wenn der Mensch nur noch sich selbst hat: Solidarität.

Ein ganzes Leben
In jedem Tier steckt ein ganzes Leben. Unabhängig davon, wie groß oder klein es ist. Jedes Lebewesen nimmt seine Umwelt auf seine eigene Weise wahr – und erfüllt eine einzigartige Rolle in der Natur.