„Das Leben ist zu kurz“

Home » „Das Leben ist zu kurz“

„Das Leben ist zu kurz“

Fotos: Fräulein Brina Fotografie

Lilly und André Motz blicken auf eine bewegte Geschichte zurück. Das Paar wollte heiraten, alles war in die Wege geleitet. Wenige Monate vor ihrer Hochzeit hatte Lilly einen schweren Autounfall, den sie nur mit Glück überlebte. Plötzlich stand auch die Hochzeit auf der Kippe. Doch Lilly kämpfte sich zurück und wurde belohnt: Sie heiratete den Mann ihrer Träume im Kreise ihrer Liebsten mit einem Fest wie aus dem Bilderbuch.

„Wir sind ein Team, eine Einheit“, antworten Lilly und André einstimmig auf die Frage, was sie aneinander besonders schätzen. Sie streiten so gut wie nie. Sie geben sich gegenseitig Freiräume und achten immer darauf, dass das Gleichgewicht zwischen ihnen stimmt. Machtspielchen, die das Leben nur unnötig erschweren würden, finden bei den beiden nicht statt.

Fast wäre diese Einheit auseinander gebrochen. Ein Tag im Februar, nur wenige Monate vor der Hochzeit, brachte das Leben der beiden durcheinander. Lilly hatte einen schweren Autounfall, bei dem sie mehrere Knochenbrüche erlitt. Lange war unklar, ob die Feier überhaupt würde stattfinden können. Doch Lillys Genesungsprozess schritt zügig voran. Am Ende ging alles gut aus, wie André erzählt: „Als wir die Nachricht erhielen, dass wir wie geplant feiern können, war die Freude bei allen unbeschreiblich groß.“

Lillys persönliche Worte an André bei der Trauung haben kaum ein Auge trocken gelassen

Kennengelernt…

…haben sich „die Motzis“, wie sie sich selber scherzhaft nennen, im Juli 2013 auf dem Volksfest in Hohenwart. Andrés Cousine ist eine enge Freundin von Lilly und hatte sie damals einander vorgestellt. Sie feierten zusammen auf dem Volksfest, am Abend zogen sie gemeinsam weiter zur Aftershow-Party. Zuerts deutete nichts darauf hin, dass André und Lilly irgendwann mehr als nur Freunde werden würden. Er soll wohl sogar gesagt haben, dass sie zu jung für ihn sei. Doch wie wir wissen, ist die Geschichte anders ausgegangen. Lilly ging André nicht mehr aus dem Kopf und so nahm er kurze Zeit nach dem gemeinsamen Abend Kontakt zu ihr über Facebook auf.

Unter dem Sternenhimmel…

…von Aschheim küsste André seine Herzensdame zum ersten Mal. Er hätte sich keinen romantischeren Ort aussuchen können. Alles war perfekt. Es war das erste Date von Lilly und André, im Cabrio seiner Mutter schauten sich sich zusammen einen Film im Autokino an. Welcher Film dort lief – das war an dem Abend egal, sie hatten nur Augen füreinander.

Es gab einen Moment,…

…der sich perfekt für den Hochzeitsantrag geignet hätte. Es war der erste Weihnachtsfeiertag letzten Jahres. Lilly und André waren mit der ganzen Familie unterwegs und gingen nach dem Abendessen auf einen Absacker in eine Bar mit Blick über den Tegernsee. Die Nacht war kalt, der Himmel sternenklar. Lilly stand am Geländer und blickte in die Ferne. Die anderen waren bereits vorgegangen und so genossen die beiden den Moment zu Zweit. Und dann…hatte André leider keinen Ring dabei.

Lange musste sich Lilly nach dieser verpassten Chance nicht mehr gedulden. Im neuen Jahr fasste sich André ein Herz und fragte sie bei einem gemeinsamen Abendessen, ob sie seine Frau werden würde. Lilly war mehr als überrascht, weinend schaute sie André an, der vor ihr mit dem Ring in der Hand kniete, und über ihre Lippen kamen die zwei alles entscheidenden Buchstaben.

Als…

…die beiden Frischvermählten von ihrer Hochzeit auf dem Gut Sedlbrunn in der Nähe von Schrobenhausen erzählen, kommen sie aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Nach Lillys schwerem Unfall scheinen die beiden mit einem umso schöneren Hochzeitsfest belohnt worden zu sein. „Der Höhepunkt war die freie Trauung unter dem wunderschön geschmückten Traubogen von der Binderei auf einer Wiese hinter dem Gut“, erzählt Lilly.

„Unsere wundervolle Traurednerin Simone Filser hatte eine persönliche und emotionale Rede mit vielen witzigen Anekdoten vorgetragen, die wir nie wieder vergessen werden.“

Im Anschluss haben im neu angelegten Innenhof des Guts unter einem großen, alten Baum die Feierlichkeiten begonnen. Es gab Fingerfood, kleine Süßigkeiten und einiges an Getränken. Der Nachmittag wurde für Fotos von Fräulein Brina Fotografie genutzt, die all die die kleinen und großen Momente mit ihrer Kamera eingefangen hat.

Zum Abendessen ging es in den ehemaligen Pferdestall, der heute ein prächtiger Hochzeitssaal ist. Nach einem vorzüglichen Menü wurde dann so richtig gefeiert. Nach einiger Zeit gab es kein Halten mehr. Sogar Lillys 90-jährige Oma im Rollstuhl wollte unbedingt mittendrin anstatt nur dabei sein und machte die Tanzfläche unsicher.

„Wir hatten den Eindruck, dass unsere Gäste nach der langen Corona-bedingten Party-Abstinenz richtig Lust zu feiern hatten“,

erzählt Lilly. Kurzerhand haben sie deshalb die Feier spontan um eine Stunde verlängert und jede einzelne Minute davon in vollen Zügen genossen.

Jetzt…

… ist die Hochzeit vorbei, das Glück perfekt. Worauf freut sich das frisch vermählte Brautpaar als nächstes? André:

„Noch ist Lilly nicht vollständig gesund. Wir freuen uns, den Unfall endlich hinter uns lassen zu können und einfach Zeit für uns zu haben. Dieses Jahr hat uns gezeigt: Das Leben ist zu kurz. Deshalb genießen wir jede Minute, in der es uns gut geht und wir miteinander Zeit verbringen dürfen.“

AUCH INTERESSANT:

Bei Anruf Liebe

Umarmen. Küssen. Streicheln. Dinge, die so selbstverständlich wirken – und doch für viele unerreichbar sind. Maria hat daraus ihren Beruf gemacht. Sie arbeitet als Girlfriend-Escort in Berlin. Ihr Versprechen: Für einen Moment Nähe schenken, das Gefühl vermitteln, gesehen, gewollt und gehalten zu werden. Und das, obwohl sie selbst in einer festen Beziehung lebt. Von Anfang an war klar: Monogamie ist für beide kein erstrebenswertes Zukunftsmodell. Eifersucht kennt sie nicht. Auf Ehrlichkeit und Offenheit dagegen legt sie Wert.

Weiterlesen »

Das Stadttheater feiert den Wonnemonat

Der Mai zeigt sich von seiner schönsten Seite – und das Stadttheater lädt am 15. Mai ab 18 Uhr dazu ein, den Wonnemonat gemeinsam zu feiern: mit Musik, Tanz und einem Hauch Wiener Lebensgefühl. Unter dem Motto „Alles Walzer!“ verwandelt sich der Theaterplatz in eine beschwingte Open-Air-Tanzfläche.

Weiterlesen »

Muss man das Bäumchen biegen, solange es jung ist?

„Man muss das Bäumchen biegen, solange es jung ist“ – Ein Zitat, das man gelegentlich auf Hochzeiten heranzieht. Auch auf meiner. Eigentlich ist damit immer die Frau gemeint. Absurderweise ist dieses Zitat aus der Traurede von mir und meinem Mann das Einzige, woran ich mich textlich noch genau erinnere.

Weiterlesen »

Ziemlich gute Freunde

Der Weg zur Bürgermeisterwahl war steinig und schwer. Und lang. Bei der heutigen konstituierenden Stadtratssitzung ging es hingegen angenehm schnell zu. Nach rund 90 Minuten war die Sause beendet. Das Ergebnis: 17 neue Stadträt:innen wurden vereidigt, ein neuer zweiter Bürgermeister gewählt. Dieser heißt wie erwartet Franz Wöhrl.

Weiterlesen »

FCI-Geschäftsführer Beiersdorfer muss gehen

Der FC Ingolstadt und Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer gehen ab sofort getrennte Wege. Das gab der Verein am Montagmittag bekannt. Unterschiedliche Auffassungen über den weiteren Kurs des FCI werden als Grund genannt. Die Trennung erfolgte „im gegenseitigen Einvernehmen“.

Weiterlesen »

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Nach oben scrollen