Startseite » Topstory » Alarmstufe Rot 2.0
Alarmstufe Rot 2.0
Das Herz der Stadt blutet
Schon einmal – nämlich im Juni – hüllte sich das Ingolstädter Stadttheater in Rot. Anlass war die deutschlandweite Aktion “Night of Light“, mit der auf die prekäre Situation der gesamten Veranstaltungsbranche aufmerksam gemacht werden sollte. Jetzt – im November des Corona-Jahres – ist es erneut so weit.
Der sogenannte „Lockdown light“ erschwert die Situation vieler Kulturschaffender erneut dramatisch. „Mit der Aktion #alarmstuferot setzen die Theater nun ein Zeichen für die 1 Million Beschäftigten in der Kultur- und Veranstaltungsbranche und lassen ihre Theater während der Dauer der Schließung rot bestrahlen. Nach Häusern wie der Bayerischen Staatsoper und des Gärtnerplatztheaters schließt sich nun auch das Stadttheater Ingolstadt der Protestaktion an“, ist auf der Facebook-Seite des Theaters zu lesen.
Der Hämerbau wird täglich von 17.30 bis 22 Uhr bestrahlt – wenn auch deutlich schwächer als das noch im Juni der Fall war. Ein Sinnbild für das stete Schwinden der Kräfte?

Hoppla, die Wahl ist rum!
Ingolstadt hat gewählt. Seit Gründung der BRD saßen noch nie so viele Vertreter einer rechtsextremen Partei im Stadtrat. Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen. Wir tun es trotzdem. Eine Rückschau auf die Ergebnisse der Kommunalwahl 2026.

Ingolstadt, Bier und Meuterei
Wenn Fastenprediger Johannes Langer neue politische Skandale aufdeckt.

Push the break
Lange war Ingolstadt eine Stadt, in der Zukunft vor allem nach Motor klang. Ein vertrautes Brummen aus Werkhallen, Pendlerverkehr – und dazu das beruhigende Gefühl: Hier geht schon nichts schief. Audi lief, also lief die Stadt. Gewerbesteuer reichlich, Haushalt solide, Selbstbewusstsein serienmäßig. Kultur durfte mitfahren, aber meist auf dem Beifahrersitz.

Die Abwarter. Warum die Union kein AfD-Verbot will
„So ein herrlicher Sonnentag und ich muss gehen. (…) Was bedeutet mein Tod, wenn durch unser Handeln Tausende gewarnt und alarmiert werden“ – Dieses Zitat von Sophie Scholl, Widerstandskämpferin im Dritten Reich, die im Alter von 21 Jahren durch das Fallbeil hingerichet wurde, bringt die Tragik unserer aktuellen Situation auf den Punkt.

Gastronomie zieht noch heuer ins Georgianum
Freitagnachmittag, die Sonne strahlt. Ortstermin am Ingolstädter Georgianum. INKoBau-Geschäftsführer Nicolai Fall hat – anders als in der Vergangenheit – viele gute Nachrichten im Gepäck.

Krisenkids
Zur Geburt der Anschlag auf das World Trade Center. Zur Einschulung der Beginn der Globalen Finanzkrise. Zur Pubertät der Höhepunkt der Flüchtlingswelle. Zur Volljährigkeit der Ausbruch der Coronapandemie. Der Ukrainekrieg im Anschluss – und zwischendurch Klimakrise und Rechtsruck. Eileen Karl ist Teil der krisengebeutelten Generation Z. Mit Herzchen auf den Fingernägeln und antifaschistischem Selbstverständnis kandidiert sie in Ingolstadt für die Linke.