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Neu: Roms Armee im Feld
Neue Sonderausstellung
Das kelten römer museum manching zeigt vom 11. April bis zum 23. November 2025 die neue Modell- und Mitmachausstellung »ROMS ARMEE IM FELD«, die sich der Mobilität, dem Lagerbau und der Versorgung römischer Truppen widmet. Auf die Gäste warten faszinierende Miniaturlandschaften, lebensgroße Illustrationen römischer Soldaten, Repliken zum Anfassen und spannende Mitmachstationen.
»Je besser eine Armee, desto schlechter das Essen. Ich hätte nicht gedacht, dass die römische Armee so gut ist!« Mit dieser launigen Aussage beschweren sich Asterix und Obelix – gewohnt an knusprigen Wildschweinbraten – über ihre Verpflegung bei der römischen Legion. Der Römer Vegetius war da offenbar anderer Ansicht. Zwei seiner Regeln zur Kriegsführung lauten: »Wer vorher nicht ausreichend Getreide beschafft, wird ohne Waffen besiegt.« Oder: »Wenn ein Lager günstig angelegt ist, können die Soldaten so sorglos leben, als ob sie überall eine Stadt mit sich tragen.«
Die römische Armee gilt als die beste Streikraft der Antike. Sie eroberte ein riesiges Weltreich, das im 2. Jahrhundert n. Chr. vom nebeligen Britannien bis in die gleißenden Wüsten des Vorderen Orients reichte. Aber was machte die Schlagkraft der römischen Truppen aus?
Ihre Stärke beruhte zum einen auf überlegener Ausbildung, Bewaffnung und Taktik. Zum anderen zeichnete sich das römische Militär durch seine große Beweglichkeit, die planvolle Anlage von Feldlagern und durchdachte Versorgung aus. Das Imperium Romanum wurde also nicht nur mit dem Schwert errichtet, sondern auch mit Stiefeln, Schaufeln, Hufen und Proviant.
Aber wie gelang es, Heere von oft mehreren 10.000 Kriegern am Laufen zu halten? Welche Strecken mussten die Legionäre marschieren? Welches Gewicht hatten sie dabei zu schleppen? Wie schnell entstand ein römisches Feldlager? Wie viele Soldaten teilten sich ein Zelt oder eine Stube? Welchen Getreidebedarf hatte eine römische Legion? Und wie gelangte der Nachschub an die Front?
Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert die neue Ausstellung »ROMS ARMEE IM FELD«, die das kelten römer museum manching zusammen mit Mules of Marius präsentiert. Nach dem großen Erfolg der ersten Kooperation »IM DIENSTE ROMS«, die 2022/2023 über 10.000 Besucherinnen und Besucher nach Manching lockte, dürfen sich kleine und große Gäste auch beim zweiten Teil wieder auf eine fesselnde Erlebnisausstellung freuen.
Tausende winziger Zinnfiguren bevölkern mehrere Modelllandschaften. Allein das Diorama einer Marschkolonne umfasst etwa 1000 Soldaten, Offiziere und Trossdiener, 140 Mulis, 80 Pferde, 50 Ochsen und 40 Karren im Maßstab 1:72. Durch lebensgroße Zeichnungen von Graham Sumner können die Gäste den römischen Soldaten auch auf Augenhöhe begegnen. In der Ausstellung warten zudem originalgetreue Repliken, die nach römischen Vorbildern erstellt wurden. Anders als bei archäologischen Funden sind Anfassen und Ausprobieren hier ausdrücklich erwünscht! Mehrere Stationen laden auch direkt zum Mitmachen ein: vom Marschgepäck eines römischen Legionärs über ein Camp-Puzzle bis hin zu einer Handmühle zum Mahlen von Getreide.
Und in der Dauerausstellung des Museums sind Originalfunde aus dem Römerkastell von Oberstimm zu bewundern. Hierzu zählen zwei Bootwracks aus der Zeit um 100 n. Chr. – die besterhaltenen römischen Militärschiffe nördlich der Alpen! Das Kastell von Oberstimm spielte aber nicht nur bei der Sicherung der Donau eine bedeutende Rolle, sondern übernahm auch überregionale Versorgungsaufgaben. Hiervon zeugen zwei riesige Getreidespeicher, deren Kapazitäten ausreichten, um eine ganze Legion ein Jahr lang zu verpflegen.
Zur neuen Sonderausstellung hat das kelten römer museum manching ein umfangreiches Rahmenprogramm erstellt, das öffentliche Führungen und Workshops, buchbare Angebote, einen Familientag zum Internationalen Museumstag sowie kostenfreie Veranstaltungen der Reihe »Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte« umfasst.

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