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Im 22. Jahr
Die Hochzeit von Ulrike & Michael
Manche Liebesgeschichten beginnen ganz leise – mit einem Kaffee, ein paar gezeichneten Yogahaltungen auf einem Notizzettel und einem zufälligen Gespräch. So war es auch bei Ulrike und Michael. Unsere Hochzeitsstory aus espresso 07/2026.
Wie habt ihr euch kennengelernt?
Ulrike: Während meines Studiums habe ich 2004 in der Reitschule in Ingolstadt gekellnert. Michael kam immer am Montag als Gast und malte so komische Männchen und Figuren auf einen kleinen Zettel. Yogahaltungen – ein Mann der sich mit Yoga beschäftigt… das hat mich verwundert und irgendwie auch neugierig gemacht.
Michael: Damals kam ich immer direkt nach meinem Yogaunterricht zu Ulli in die Reitschule, auf einen schnellen Kaffee, um die Asanas (Körperhaltungen im Yoga), die mein Lehrer zuvor in der Yogastunde gemacht hatte, kurz zu notieren. So kamen wir vor 22 Jahren ins Gespräch und entdeckten spirituelle Gemeinsamkeiten, die auch heute noch die Basis unserer Beziehung sind! Doch lagen damals noch ein paar Monate dazwischen, bis wir endgültig zusammen kamen.
Wie kam es zum Antrag?
Ulrike: Ich hatte, aufgrund einer schweren Histaminintoleranz, über 20 Jahre im Sommer immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im Juli 2025, nach meiner Diagnose und erfolgreichen Therapie, verbrachten wir unseren ersten schönen Sommerurlaub auf Madeira. Da ich ein großer Royal-Fan bin und Michael meine Leidenschaft mitträgt, bekam ich meinen Heiratsantrag an der Statue von Kaiserin Elisabeth von Österreich, was für mich völlig unerwartet und unglaublich romantisch war. Sisi, die damals auf Madeira war, um nach ihrer schweren Lungenerkrankung neue Kraft zu schöpfen, war ein schönes Sinnbild für diese royale Leidenschaft und meine Gesundung.
Michael: Wir hatten im Urlaub zwei aufblasbare Kronen dabei, die uns eine Freundin mal geschenkt hatte und machten an der Sisi Statue ein paar royale Spaßfotos. Dann sagte ich: „So und jetzt mach ma noch ein Bild ohne Krone, dafür mit Ring!“ Dann Ulli: „Was für ein Ring?“ Und ich machte ihr ganz klassisch den Heiratsantrag. Am 21. Juli in unserem 21. Jahr. Wieder Zuhause beschlossen wir dann, an einem 22. in unserem 22. Jahr zu heiraten. Und wie es der Himmel so wollte, war auch noch ein Termin am 22. Mai 2026 in der Alten Anatomie für die standesamtliche Trauung frei. Ein Termin im Mai war uns wichtig, weil auch unsere Eltern beide in diesem Monat geheiratet haben.
Ulrike, mit wem warst du auf Brautkleidsuche und wie war’s?
Ulrike: Nachdem ich in Lenting aufgewachsen und dort auch immer noch oft bin, fuhr ich wie gewohnt am „Herzzauber“ vorbei. Marion hat ja immer ganz tolle Kleider im Schaufenster, aber als mein Kleid ausgestellt war, fuhr ich zurück, ging hinein und fragte Marion: “Was ist das für ein wunderschönes Kleid?“ … und das war viele Monate vor meinem Antrag. Mein Kleid hatte mich also schon viele Monate zuvor „gefunden“. Als ich dann im November mit meiner Trauzeugin, meiner Schwiegermutter und meinem Verlobten zur Brautkleidanprobe war, hatte ich viele schöne Kleider an, aber nur in einem hatte ich meinen Brautmoment. Ich wusste sofort das ist mein Kleid!
Michael: Die Situation sprach für sich! Als ich Ulrike in ihrem Brautkleid sah, konnte auch ich vor Ergriffenheit nichts mehr sagen.
Was liebt Sie besonders an Ihm?
Ulrike: Ich liebe Michaels Humor. Es ist seine Leichtigkeit und sein feiner Witz, die mein Herz immer wieder zum Lachen bringen. Ebenso schätze ich die tiefe, spirituelle Verbundenheit mit ihm und das Gefühl, angekommen und beschützt zu sein!
Was liebt Er besonders an Ihr?
Michael: Ulli hat die Eigenschaft, in Menschen, so auch in mir, Potentiale und Talente zu sehen und zu entdecken, von denen man selber gar nicht wusste, dass man sie in sich trägt. Das hat den verlorenen Anteil, den Künstler in mir, wieder belebt. Dafür bin ich ihr unendlich dankbar! So fragte ich sie mal, was davon soll ich machen? – dichten, schreiben, malen, singen oder unterrichten? Ihre Antwort war: „Warum willst du dich beschränken. Mach einfach alles! Und genau so hab ich es gemacht! Das hat mich von meinen „alten Denkmustern“ befreit!
Was treibt Ihn auf die Palme?
Michael: Vieles und doch gar nichts. Das sind bei mir eher Kleinigkeiten, die jedoch bei unserer Verbundenheit nach so vielen Jahren nicht wirklich ins Gewicht fallen. Nach gefühlten 10.000 Folgen von „Tüll und Tränen“ stresst mich nicht mehr viel. Aber damit ist jetzt endlich Schluss nach der Hochzeit – dachte ich. Falsch gedacht! Zwischen Tüll und Tränen läuft weiter! (hahaha)
Was treibt Sie auf die Palme?
Ulrike: Auf die Palme treibt mich nach 22 Jahren nicht mehr viel. Michaels Kreativität ist unglaublich bereichernd, kann aber im Alltag schon manchmal eine Herausforderung sein! Aber das Alter macht ja auch gelassener und bei allen Diskussionen lerne ich auch immer etwas über mich und unsere Partnerschaft!
Was war euch bei der Hochzeit besonders wichtig?
Es war uns wichtig, dass der gesamte Ablauf und die Details etwas was mit unserem gemeinsamen Leben zu tun haben. Es gibt zu allen Einzelheiten des Tages eine kleine Geschichte. Vom Ort der Trauung, dem Ritual des Einzuges, dem Kleid, den Ringen, dem Essen, der Musik oder der Torte. Vieles hatte eine unsichtbare Symbolik für uns und wir haben alles für diesen Tag gemeinsam entschieden. Aber wir hatten ja auch 22 Jahre Vorlaufzeit.




Wie lief der Hochzeitstag ab?
Wir hatten die Nacht vor unserer Trauung schon im Romantikhotel „Zum Klosterbräu“ in Bergen verbracht und fuhren nach einem schönen Frühstück zum Friseur nach Neuburg. Zurück im Hotel haben wir unsere Hochzeitsoutfits angezogen, denn um 13:30 Uhr war unser Fototermin und anschließend um 15:00 Uhr der Termin für unsere standesamtliche Trauung im Arzneipflanzengarten des Medizinhistorischen Museums in Ingolstadt, geplant. Angezogen und gestylt und schon etwas unter Zeitdruck fuhren wir dann von Neuburg über die Dörfer nach Wettstetten zur Floristin, um bei Maria den Brautstrauß, die Blumen und die Anstecker abzuholen. Gefühlt fuhren wir eine Ewigkeit hinter einem Traktor mit Heuballen her, der unser Hochzeitsauto nochmal richtig schön einstaubte. Na ja, auch am Hochzeitstag läuft nicht alles glatt!
Unsere Bilder und Aufnahmen entstanden in der Innenstadt und im Planetengarten, mit Robert unserem Fotografen und unserem Videographen Matthias. An der Alten Anatomie angekommen, wurden wir schon herzlich von unseren Gästen begrüßt. Die standesamtliche Trauung im Arzneipflanzengarten und der anschließende Sektempfang im Garten war wunderschön. Danach haben wir uns, mit unseren Familien und Freunden, auf den Weg gemacht zur Hochzeitslokalität nach Bergen. Im Innengarten vom Klosterbräu empfing uns dann schon ein klassisches Musikduo mit Klavier und Geige. Dort konnten wir, in absolut romantischer Stimmung, einen Aperitif genießen.
Im Anschluss ging es zum Abendessen ins Kaminzimmer, indem wir vom Team der Familie Böhm sehr verwöhnt wurden und unglaublich lecker gegessen haben. Besonders schön war auch die Energie beim Hochzeitstanz und als Michael das Lied von Elvis: “Can´t help falling in love with you“, live gesungen hat! Die Zeit verging an dem Tag, den man solange herbeigesehnt hat viel zu schnell und es passieren so viele Dinge in so kurzer Zeit, dass man es gar nicht in vollem Umfang erfassen kann. Wir haben uns aber trotzdem den ganzen Tag über unglaublich wohl gefühlt und alles in vollen Zügen genossen.
Was war das Highlight eurer Hochzeit?
Wir hatten traumhaftes Wetter, eine wundervolle standesamtliche Trauung im Freien mit tollem Ambiente und unglaublichen Farben… blauer Himmel, rotes Münster, gelbe Anatomie und ein wunderschöner grüner Frühlingsgarten! Das Highlight waren aber unsere Gäste und die tiefe Herzverbundenheit, mit so vielen lieben und wundervollen Menschen, die uns an diesem besonderen Tag begleitet und die LIEBE mit uns gefeiert haben! Und dann gab`s da noch „Sisi`s Veilcheneis“.
Eure Pläne für die Zukunft?
Mit Liebe und unendlichem Gottvertrauen, die künftigen Herausforderungen zusammen meistern. Ziele, die uns wichtig sind gemeinsam verwirklichen und doch soll jeder seine persönlichen Freiheiten weiter leben können. Auch in der Partnerschaft macht ja jeder für sich eigene Entwicklungsphasen durch, bei denen man sich gegenseitig begleiten und stärken sollte. Feinfühlig und wertschätzend füreinander in schwierigen Situationen da sein, sich unterstützen um miteinander zu wachsen!
Wir wünschen Euch alles Gute!

Fest der Kulturen lockt mit großem Programm
Mehr als 140.000 Menschen aus rund 140 Nationen prägen das Leben in Ingolstadt. Ein sichtbares Zeichen dieser Vielfalt ist das Fest der Kulturen. Am 24. und 25. Juli findet es erneut im Klenzepark statt.

»Da ist nichts Ehrliches mehr dabei«
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Ein Zirkus kommt und geht. Starke Männer, wie man sie damals sah, sieht man dort schon länger nicht mehr. Werden auch wir irgendwann überflüssig sein? Werden Maschinen uns beflügeln oder ersetzen? Egal wie es kommen wird, es gibt Fähigkeiten, die keine noch so leistungsstarke KI lernen kann. Moana Bauer ist ein Exempel dafür, dass gewisse Facetten und Fähigkeiten eines Menschen unkopierbar sind. Soweit.

Carinas Traum
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Aus dem „Dinner in Weiß“ wird das „Picknick in Weiß“
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