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Vorgestellt: Alma and June

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Vorgestellt: Alma and June

Almas Auftritt auf dem diesjährigen „Stadturlaub“ auf dem Ingolstädter Paradeplatz | Foto: Alexander Schuktuew

Klassischer Indie-Rock, wie man ihn aus seinen goldenen Zeiten in den 90ern von Bands wie Radiohead und den Pixies kennt, ist in Ingolstadt eher selten zu finden. Doch es gibt Hoffnung auf Besserung: Alma and June – so heißt das Soloprojekt von Alma Tyroller, einer 18-jährigen Ingolstädterin, die seit einigen Jahren ihre eigenen Songs schreibt und auf SoundCloud veröffentlicht. Ihre Musik: Atmosphäre pur. Eine Mischung aus verträumter Melancholie und selbstbewusstem Grunge. Im Interview stellt sich die Nachwuchskünstlerin den espresso-Fragen.

Alma, wie ist deine Leidenschaft für die Musik entstanden und wie bist du dazu gekommen, selber Songs zu schreiben?

Ich bin durch meine Eltern schon früh in Kontakt mit Musik gekommen. Mein Vater macht selber Musik und im Auto haben wir immer sehr viel Indie- und Alternative-Musik gehört. Ich spiele schon seit ich klein bin Klavier und seit längerem auch Gitarre. Angefangen, Songs zu schreiben, habe ich erst vor ein paar Jahren, das kam ganz von selbst.

Wie kann man sich den Entstehungsprozess deiner Songs vorstellen?

Der Entstehungsprozess ist bei mir immer ein bisschen chaotisch. Meistens habe ich eine Idee auf der Gitarre und schreibe dann einen Text dazu. Manchmal ist es aber auch andersherum.

Wie würdest du deine eigene Musik beschreiben?

Ich finde, meine Musik ist melancholisch und manchmal auch ein bisschen dramatisch. Diese Richtung liegt mir wahrscheinlich am meisten.

Worauf legst du Wert beim Songwriting? Was macht für dich einen gelungenen Song aus?

Ein Song muss meiner Meinung nach gut durchdacht sein. Ich finde die Struktur ist relativ wichtig und alles richtig abzustimmen, kann manchmal ein wenig dauern. Ein Song ist für mich gelungen, wenn er mir selbst gefällt und ich ihn mir auch anhören würde.

Auf welchen deiner Songs bist du besonders stolz?

Von meinen Songs auf SoundCloud mag ich Maelstrom sehr. Ich finde den Text und die Struktur ziemlich cool und einzigartig.

Von welchen Bands lässt du dich inspirieren?

Es gibt viele Bands, die mich beeinflusst haben, aber am meisten hat das wahrscheinlich die Band Arcade Fire. Das war die erste Band, von der ich ein richtiger Fan war und die mich inspiriert hat, auch selber Songs zu schreiben. Zurzeit lasse ich mich beispielsweise von Car Seat Headrest oder Phoebe Bridgers inspirieren. Aber ich kann mich schlecht auf einige wenige festlegen, es gibt noch viele mehr, die mich beeinflussen.

Ein Song, den du gerade in Dauerschleife hörst?
Pretty Pimpin von Kurt Vile

Der Entstehungsprozess meiner Songs ist bei mir immer ein bisschen chaotisch

Alma and June auf Instagram & Soundcloud

Mit welcher Musikerin oder mit welchem Musiker würdest du am liebsten einmal zusammen auf der Bühne stehen und warum?

Wahrscheinlich mit Arcade Fire, weil sie mich sehr geprägt haben und ich schon auf zwei Konzerten von ihnen war, die beide wirklich cool waren.

Was wünscht du dir für die Zukunft?

Ich würde mir wünschen auf Tour zu gehen und mein Album richtig aufzunehmen.

Alma, vielen Dank für das Interview.

Eine kleine Live-Kostprobe von Alma and June. Aufgenommen für die kanal neun sessions. Gesang, Gitarre: Alma Tyroller | Gitarre: Hakan T. Cephe | Schlagzeug: Luzia Tyroller | Klavier: Gabriel Kobulashvili | Bass: Felix Fehrle

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