Auf Wolke 7

Fotos: Patrick Amos Photography

Wenn zwei Menschen den Bund fürs Leben eingehen möchten, dann kann sie auch eine Pandemie nicht stoppen. Für Anita und Lukas war ihre Hochzeit trotz aller ungewöhnlichen Umstände der schönste Tag ihres Lebens.

Die Ja-Sager:

Anita ist 28 Jahre alt, gebürtige Ingolstädterin und arbeitet als Mathe- und Englischlehrerin an einem Gymnasium

Lukas ist auch 28 Jahre alt, auch gebürtiger Ingolstädter und verdient sein Geld als Orthopädietechniker

Ein echtes Weihnachtswunder

Man könnte fast gläubig werden, wenn man die Geschichte von Anita und Lukas hört. Es war ein milder Winterabend im Jahr 2015 – Nikolaustag. Anita brauchte eine Mitfahrgelegenheit von München nach Ingolstadt und kam über die Online-Plattform BlaBlaCar in Kontakt mit Lukas. Er nahm sie in seinem weißen VW-Bus mit, den er liebevoll auf den Namen Knut getauft hat. Lukas war gleich hin und weg von Anitas äußerer Erscheinung und ihrer Art, sich auszudrücken. Nach der gemeinsamen Fahrt nach Ingolstadt fragte er sie nach ihrer Nummer und kurze Zeit später folgte das erste Date auf dem Christkindlmarkt.

Symbol einer starken Liebe

Nachdem Knut, der weiße VW-Bus, eine so zentrale Rolle beim Kennenlernen gespielt hatte, war es fast unumgänglich, dass er auch bei dem Heiratsantrag dabei sein musste. Und so kam es, dass Lukas während eines Wochenendtrips vor Knut auf die Knie ging und die alles entscheidende Frage stellte. „Wir hatten zwar bereits des Öfteren über eine gemeinsame, verheiratete Zukunft gesprochen, allerdings war ich von dem Zeitpunkt total überrascht“, erzählt Anita. Denn Lukas war inmitten seiner Meisterschule und Anita im Referendariat, also für beide eine stressige Zeit. „Umso schöner war die Überraschung und umso bestärkender das Symbol des Antrages, dass man auch herausfordernde Zeiten gemeinsam meistern will.“

„Kein Auge blieb trocken“

Gefeiert wurde am 1. August in der Aumühle in Salching – in der Nähe von Straubing. Obwohl die Scheune an sich schon ein Traum ist, haben Anita und Lukas sie in den zwei Tagen vor der Hochzeit mit der tatkräftigen Unterstützung ihrer Eltern und Freunde zu einer für sie perfekten Hochzeitslocation verwandelt. Die Helfer und das Brautpaar verbrachten dafür eine Nacht in Campern vor Ort, bevor sie die Nacht vor der Hochzeit dann getrennt voneinander im Genusshotel Enisch in Straubing übernachteten.

Der Tag der Hochzeit begann für Anita sehr früh, Haare und Make-up nehmen eben Zeit in Anspruch. Vor dem Tor der Aumühle trafen sie und Lukas das erste Mal an ihrem großen Tag aufeinander. Zusammen mit Fotograf Pat Amos hielten sie die schönen Spots der Location im Paarshooting fest – von einem Gewächshaus über Strohballen bis zu einer Schaukel war alles dabei, was man sich für ein solches Shooting wünscht.

Um 14 Uhr begann dann die christliche Trauung auf der Wiese vor Ort. „Mir war es wichtig, von beiden Elternteilen zu Luke gebracht zu werden, bevor mich Mama und Papa mit einem Kuss auf die Hand Luke übergaben“, erzählt Anita. „Die Trauung war unser Highlight des Tages. In gegenseitigen Eheversprechen drückten wir unser JA zueinander aus. Dabei blieb nach Rückmeldung unserer Gäste kein einziges Auge trocken.“

Ihr Traumkleid fand Anita bei Mein Hochzeitsladen in Lenting.

Heiraten in Zeiten von Corona

Ein weiteres Highlight der Trauung war Pastor Marcus, den Luke bereits aus Jugendzeiten kannte und der für die Hochzeit extra aus Schweden angereist ist. Dabei war es bis eine Woche vor der Hochzeit ungewiss, ob Marcus überhaus einreisen kann. „Im Allgemeinen hing diese Corona-Wolke seit dem Lockdown über uns“, erzählt Anita. „Nach den schrittweisen Lockerungen war erst knapp 6 Wochen vor der Hochzeit klar, dass wir überhaupt feiern konnten. Das bedeutete gleichzeitig, dass wir erst ab dann mit den tatsächlichen Planungen beginnen konnten. Diese Ungewissheit die Monate zuvor war wirklich zermürbend. Umso größer war dann im Endeffekt aber die Freude darüber, dass alles wie ursprünglich geplant und sogar noch viel schöner stattfinden konnte.“

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