Wir sind dann mal weg!

Sonja & Kevin wagen das große Abenteuer

Ihre Jobs? Gekündigt! Ihre Wohnung? Gekündigt! Das Traumauto? Verkauft! Dieses Paar lässt alles hinter sich und geht auf Weltreise!

Sonja, Kevin. ihr lasst alles zurück und reist bald nur noch mit Rucksack um die Welt. Habt ihr keine Angst oder Zweifel?
Doch natürlich haben wir Angst, vor allem vor dem Ungewissen, das uns erwartet. Es ist uns nicht leicht gefallen, aus unserer Komfortzone herauszutreten und dabei alle Sicherheiten hinter uns zu lassen. Aber der Traum und der Wunsch in uns ist so groß, dass wir all unseren Mut zusammengenommen haben, um es doch zu tun. Wir wollten uns nicht später einmal fragen, warum wir nicht mutig genug waren, uns unseren größten Traum zu erfüllen.

Sonja: 28 Jahre, geboren in Mainburg, Teamassistenz im Projektcontrolling

War es ein Spontanentschluss alles zurückzulassen oder ist die Idee über die Zeit hinweg gereift?
Wir glauben, so ein Gedanke entsteht nicht einfach von heute auf morgen. Wir tragen ihn viel länger in unserem Unterbewusstsein und dann gibt es diesen einen Moment, der alles entscheidet. Der Moment, der entscheidet, es jetzt zu tun oder Gründe zu finden, es wieder nicht zu tun. Bei uns fiel die Entscheidung nach unserem Dubai Urlaub im April 2021. Wir saßen an Ostern bei herrlichem Wetter – während unserer Quarantäne – auf unserem Balkon und haben das erste Mal darüber gesprochen. Es war sofort klar, das ist nicht nur ein Gedanke oder eine Spinnerei, sondern wir haben beide sofort gefühlt, dass wir das wirklich tun wollen. Ab diesem Zeitpunkt verging kein Tag mehr, an dem wir nicht mehr darüber geredet oder uns nicht durch sämtliche Blogs gelesen haben.

Kevin: 29 Jahre, geboren in Pfaffenhofen, Automobilverkäufer

Wie haben Freunde und Familie auf eure Idee reagiert?
Das war tatsächlich unsere größte Hürde, unsere Familie in unseren Plan einzuweihen. Naja, was soll man sagen… begeistert waren sie nicht. Unsere Freunde dagegen waren überhaupt nicht überrascht und haben das fast schon von uns erwartet. Das hat uns wiederum überrascht.

Ihr lasst also u.a. auch eure erste gemeinsame Wohnung zurück. Was passiert mit euren Möbeln und sonstigen Habseligkeiten?
Einen großen Teil unserer Möbel übernimmt zum einen unsere Nachmieterin und zum anderen Kevins Mama. Den Rest haben wir verkauft oder lagern ihn bei unseren Familien ein. Die größte Herausforderung für Sonja war der Verkauf ihres geliebten Autos.

Könnt ihr nach der Weltreise zurück in eure alten Berufe, z.B. über einen ruhenden Arbeitsvertrag?
Wir haben uns bewusst für eine Kündigung entschieden. Wir wollten zum einen frei von Zeit und Ort sein und zum anderen wussten wir auch, dass man, wenn man nach so einer langen Reise zurückkommt, nicht mehr der Gleiche ist. Wir hätten es nicht fair gefunden, unseren Arbeitgebern zu vermitteln, dass man wieder kommt, um dann festzustellen, dass man vielleicht doch andere Wege gehen möchte. Wenn man so lange unterwegs ist, wird man sich zwangsweise verändern, an Herausforderungen wachsen und viele Situationen werden unsere Denkweise in vielerlei Hinsicht verändern.

Ein Rückflugticket gibt es erstmal nicht. Wie lange plant ihr, um die Welt zu reisen?
Zuerst war von einem Jahr die Rede. Mittlerweile möchten wir uns die Zeit offen halten, da wir noch nie so lange und auf diese Art und Weise gereist sind. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, die wir jetzt noch gar nicht abschätzen können.

Was ist das erste Ziel?
Unser erstes Ziel ist Sri Lanka. Bisher haben wir nur die ersten zwei Nächte gebucht, wir wollen aber eine Rundreise auf eigene Faust durch Sri Lanka machen. Grob geplant sind vier Wochen. Wohin es danach geht, steht noch nicht sicher fest. Kevins Wunsch ist es auf jeden Fall, im Mai an seinem 30. Geburtstag in Indonesien zu sein. Durch die aktuelle Lage haben wir uns dazu entschlossen, die Länder, die wir uns ausgesucht haben zu bereisen, aber für die Reihenfolge haben wir uns noch nicht entschieden.

Eigentlich sieht es fast so aus, als wären die beiden schon auf Weltreise gewesen. Der endgültige Entschluss dafür fiel nach einem Urlaub in Dubai. Start Weltreise: 06.03.2022

Gibt es ein Land, das ihr auf jeden Fall sehen wollt bzw. vielleicht sogar eines, in das ihr auf keinen Fall wollt?
Oh ja, Indonesien ist da ganz vorne dabei. Dort zieht es uns schon seit Jahren hin. Mit den unglaublich vielfältigen Inseln, der Kultur, dem Essen und der wunderschönen Natur, das beeindruckt uns schon sehr. Wir versuchen aktuelle Krisengebiete im Bezug auf Unruhen zu vermeiden. Eines können wir aber sicher ausschließen, es wird kein Kaltland dabei sein, weil es uns schon immer in die Sonne zieht.

Auf was freut ihr euch am meisten?
Auf Sonne! Ganz klar! Kevin kann es kaum erwarten, auf das Surfbrett zu steigen und ich sehe mich schon seit Monaten mit der Kokosnuss am Strand.

Auch die Fitness - eines der Steckenpferde der beiden - soll auf der Weltreise nicht zu kurz kommen

Was versprecht ihr euch von eurer Weltreise?
Darüber haben wir uns bisher kaum Gedanken gemacht, wir lassen es einfach mal auf uns zukommen und versuchen alles Mögliche aufzusaugen und das Positive für uns mitzunehmen. Wir freuen uns dabei schon auf neue Kulturen und darauf, als Mensch zu wachsen.

Wie finanziert ihr euch über diesen Zeitraum?
Natürlich mussten wir viel sparen und auch etwas zurückstecken. Allerdings haben wir uns schon vor ein paar Jahren einen Finanzplan erstellt und waren überrascht, wie viel man zusammensparen kann, wenn man seine Einnahmen und Ausgaben kennt und bewusst mit seinem Geld umgeht. Wir sehen die Reise nicht als Ausgabe, sondern als Investition in uns selbst. Wir wollen aber zukünftig unser Online Business weiter ausbauen, denn seit einem halben Jahr kann man auf Amazon unsere eigenen Reisetagebücher zum selbst ausfüllen erwerben.

Sonja und Kevin haben ihr eigenes Reisetagebuch herausgebracht

Ihr reduziert euch enorm und lebt als Backpacker jetzt erstmal sehr minimalistisch. Womit habt ihr eure Rucksäcke gepackt?
Viel Platz hat man tatsächlich nicht, aber man braucht auch nicht viel. Der Rucksack besteht natürlich zum größten Teil aus Kleidung. Wir haben zwei bis drei paar Schuhe dabei, Unterwäsche für eine Woche, Badehosen und Bikinis, Hygieneprodukte, eine kleine Reiseapotheke und ein paar Reise-Gadgets wie Schnorchel, Taucherbrille sowie eine Ultralight Hängematte und unsere Reisetagebücher. Natürlich ist uns auch Sicherheit auf Reisen wichtig und damit haben wir uns auch ausgestattet. Sonjas Rucksack wiegt 9,5 kg und Kevins Rucksack wiegt 14 kg. Unsere Tagesrucksäcke sind größtenteils mit Elektronik gefüllt.

Ihr seid beide fitnessbegeistert. Auch das wird unterwegs etwas zurückstecken müssen, oder?
Bisher haben wir in keinem Urlaub darauf verzichtet. Es gehört für uns einfach zum Alltag dazu und wir können und wollen darauf auch nicht verzichten. Wir lieben es, den Sport gemeinsam machen zu können und merken, dass es uns sowohl körperlich als auch mental sehr gut tut. Die Kosten dafür haben wir in unser Budget mit eingerechnet.

Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?
Wir waren beide Barkeeper im Breakout in Schweitenkirchen. Dort sind wir durch Zufall an einem Abend hinter der gleichen Bar gestanden. Erst entstand eine super Freundschaft und es gab kein Wochenende mehr, an dem wir nicht zusammen gearbeitet haben. Nach einem halben Jahr verlief sich das Ganze, weil Kevin abrupt aufhörte als Barkeeper zu arbeiten, um sich auf seinen Hauptjob zu konzentrieren. Ein paar Jahre später kam er wieder zurück und landete wo..? Natürlich an meiner Bar! Und ab da ging es dann ganz schnell. Wir hatten wieder eine lustige und wundervolle Zeit miteinander und irgendwie hat es plötzlich gefunkt. Seitdem sind wir super glücklich miteinander und dankbar für alles, was wir miteinander erleben.

Wird man euch auf eurer Reise folgen können?
Natürlich wollen wir unsere Reise, allein schon wegen unseren Familien und Freunden dokumentieren und teilen. Wer uns auf unserer Reise folgen möchte, der findet uns auf Instagram unter @things.we.enjoy

Sonja, Kevin, wir wünschen euch viel Spaß, schreibt uns doch eine Postkarte! 😉

Weitere Themen

Premiere für den Bayern-Tower

Von Freitag, 3. Juni, bis Sonntag, 12. Juni, öffnen sich die Pforten des Frühjahrsvolksfests in Ingolstadt. Den Beginn läutet um 17,30 Uhr eine regionale Blaskapelle mit einem Standkonzert bei Herrnbräu ein. Dort wird anschließend Oberbürgermeister Christian Scharpf das Volksfest mit dem traditionellen Fassanstich eröffnen.

Weiterlesen »

Pferdekopfgeigen-Festival: Ingolstadt taucht ein in ferne Welten

Die sogenannte Morin khuur – die Mongolische Pferdekopfgeige – ist das wichtigste und bekannteste Musikinstrument der Mongolen und gilt als ein nationales Symbol des Landes. Ende Mai dreht sich in Ingolstadt alles um diese ganz besondere Geige. Die Schanz taucht ein in eine ferne Welt – die eigentlich doch ganz nahe liegt.

Weiterlesen »

Jede Menge Mut im Gepäck

Die Eichstätter Studentin Jana Jergl macht sich am Donnerstag mit zwei Freunden auf nach Charkiw in der Ostukraine. Essenspakete für mehrere hundert Menschen wird sie in der vom Krieg gebeutelten Stadt abliefern. Um das auch alles finanziell stemmen zu können, bittet das Trio um Spenden.

Weiterlesen »

Pfaffenhofener Kultursommer: Das Programm steht

Das Programm für den Pfaffenhofener Kultursommer 2022 steht. Von Mitte Juni bis Mitte August bieten die Stadt und verschiedene Veranstalter an jeweils vier Tagen in der Woche Events, Musik, Kultur, Kunst, Spaß, Theater, Festivals und vieles mehr.

Weiterlesen »

Shakshuka – nordafrikanische Spezialität

Shakshuka gilt hierzulande eigentlich als israelisches Nationalgericht, doch ursprünglich kommt diese Speise sehr wahrscheinlich aus dem nordafrikanischen Raum. Ebenfalls aus Nordafrika – besser gesagt aus Marokko – kommt Rim Nassef. Für espresso-Leser*innen stellt sie heute ihr Shakshuka-Rezept zur Verfügung.

Weiterlesen »

Mit einer Handvoll Strichen

Kennen Sie Anton Stankowski? Nein? Nie gehört? Einige seiner Werke kennen Sie zu 100 Prozent. Die neue Ausstellung im Museum für Konkrete Kunst widmet sich dem Grafikdesigner, der mit fünf Strichen 100.000 DM verdiente und damit die Empörung der BILD-Zeitung auf sich zog. Sie kennen diese fünf Striche auch, ganz gewiss.

Weiterlesen »

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Scroll to Top