Ingolstadt sterben die Clubs weg

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Ingolstadt sterben die Clubs weg

Ingolstadt entwickelt sich immer mehr zur „No Club Zone“. Ende 2015 schloss das Maki, Ende 2024 das Suxul. Seit Oktober ist nun auch das B1 Geschichte – zumindest in Ingolstadt. Der Inhaber zieht mit seinem Club nach Regensburg. In der Ingolstädter Innenstadt bleibt damit nur noch der Eiskeller als „echter“ Club übrig. Zu wenig für eine Großstadt mit 140.000 Einwohnern.

Das Clubsterben ist kein Ingolstädter Phänomen. Selbst in Berlin beschwert man sich darüber. Doch das Ingolstädter Nachtleben muss nun einen weiteren herben Dämpfer hinnehmen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass im ehemaligen Suxul kein neuer Club geplant ist. Dass auch das bereits seit Oktober geschlossene B1 nicht wieder öffnen wird, bestätigte Inhaber Konstantin Bauer heute gegenüber espresso. Er zieht mit dem B1 nach Regensburg. Ende 2023 sperrte er seinen Techno-Club in den Räumen des ehemaligen Amadeus auf. Das „Amal“ ist nach einem kurzen Zwischenstopp in der Hohe-Schul-Straße nun im ehemaligen Diagonal angekommen – und damit auch mehr Kneipe als Kultdisco mit wilder Tanzfläche.

Konstantin Bauer sagt, er hätte dafür gekämpft, die Sperrstunde in Ingolstadt aufzuheben, u.a. mit einer Unterschriftenliste: „Besonders im Techno-Sektor ein enormer Pluspunkt.“ Die Stadt müsse attraktivere Rahmenbedingungen schaffen, findet er. Wenn eine Unterstützung ausbleibe, dürfe sich „die Stadt auch nicht über Leerstand beschweren“. Ein generelles Problem sieht er aber auch: die Leute wollen einfach kein Geld mehr ausgeben. Seinen Weggang aus Ingolstadt bedauert er, „eine richtig schöne Stadt“. In Regensburg sieht er aber die „Feierkultur wesentlich besser“ aufgestellt. 

Was mit den Räumlichkeiten Am Stein nun passiert und ob dort ein neuer Club einzieht, steht in den Sternen. Bis dahin ist das Ingolstädter Nachtleben wieder ein bisschen leiser geworden.

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