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Gastronomie zieht noch heuer ins Georgianum
Freitagnachmittag, die Sonne strahlt. Ortstermin am Ingolstädter Georgianum. INKoBau-Geschäftsführer Nicolai Fall hat – anders als in der Vergangenheit – viele gute Nachrichten im Gepäck. Die Baustelle vor der Türe wird bald verschwinden, die Sanierung der Fasshalle läuft auf Hochtouren. Für die Fasshalle wird ein Pächter gesucht. Auch die Außengastronomie auf dem Platz vor der Hohen Schule wird endlich wiederbelebt. Läuft alles nach Plan, eröffnet das neue Wirtshaus bereits im September.
Es klingt ein wenig kitschig, aber diese Gemäuer (erbaut Ende des 15. Jahrhunderts) atmen den Geist der Vergangenheit. Das wurde beim Rundgang durch das Georgianum und die ehemalige Kapelle Peter und Paul spürbar – auch wenn überall noch Kabel und Schläuche herumhängen und im Keller nach einem Wasserschaden ein Trocknungsgerät röhrt.
Aber: die längste Zeit war das Georgianum nun Großbaustelle. Ende Juni soll die Baustelle vor der Türe verschwunden sein, im Juli will die Stadt die Fasshalle an den neuen Pächter übergeben haben und bereits im September soll man es sich hier dann in Wirtshausatmosphäre gemütlich machen können – in Erinnerung an die vormalige Brauereinutzung und das Bayerische Reinheitsgebot von 1516.
Die Stadt händigte beim Presserundgang ein umfangreiches Gastronomiekonzept aus. Schlagworte wie „Bodenständig, Bierig, Bayerisch; pfiffig umgesetzt“ kommen darin vor. Geplant ist eine ganzjährige Bespielung der Gastrofläche – sowohl im Innenbereich als auch im Freien. Für die Fasshalle stellt man sich eine „Wirtshaus-Kultur“ vor – einladend, bierorientiert, für jung und alt und „nahezu jeden Geldbeutel“. Und um die weitschweifende Vision zum Innenraum etwas zu verkürzen: Gmiatlich soll’s wer’n. Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich soll es lebendigere und ruhigere Sitzmöglichkeiten geben. Den Wirtsgarten sieht man als „DAS Signal schlechthin“. Wer sich an die Zeiten erinnert, als man auf dem wunderschönen Platz vor der Hohen Schule gemütlich bei Speis und Trank sitzen konnte, wird mit einstimmen.




Die Küche soll ein „überschaubares-bayerisches Angebot mit ‚jungen‘ Highlights zu fairen Preisen“ bieten. Abgerundet durch offenen Ausschank und geeiste Gläser. Was davon schlussendlich umgesetzt wird, bzw. wie die konkrete Ausgestaltung aussehen wird, bleibt vorerst offen. Der neue Pächter wird bei der Gestaltung mit einbezogen.





Bei allen Hiobsbotschaften der letzten Zeit: Hierauf dürfen sich die Ingolstädter wirklich freuen. Das Georgianum wird aus dem Dornrösenschlaf erwachen – endlich.

Christopher Hofmann zieht Kandidatur zurück
Der Mittwoch endet mit einer – wenn auch nicht ganz unvorhersehbaren – Überraschung. Der CSU-Kandidat Christopher Hofmann zieht seine Kandidatur für das Amt des zweiten Ingolstädter Bürgermeisters zurück.

Neues Heim für die Kammerphilharmonie
Die Suche nach einer Ersatzspielstätte für den Festsaal des Ingolstädter Stadttheaters verläuft – wohlwollend ausgedrückt – schleppend. Während die Narrvalla Mitte Mai das Exerzierhaus im Klenzepark für künftige Veranstaltungen auf Herz und Nieren prüfen will, wurden bei der Kammerphilharmonie nun Nägel mit Köpfen gemacht. In der Saison 2027/28 wird im Congress Centrum gespielt. Wohl für lange Zeit, falls sich nicht doch noch eine Alternative ergibt.

Sonderausstellung: Gerolfinger Eichenwald
Eine neue Sonderausstellung im Bauerngerätemuseum Ingolstadt-Hundszell befasst sich mit dem Thema „Gerolfinger Eichenwald. Fenster in die Vergangenheit – mit Aussicht auf Zukunft“.

Wildpark: Führung mit Tierfütterung
Das Amt für Sport und Freizeit lädt am Samstag, 2. Mai, zur Führung mit Tierfütterung in den Wildpark am Baggersee ein. Das Forstamt der Stadt Ingolstadt wird die Führung mitgestalten und alle Fragen zu Wald und Forstwirtschaft beantworten.

AfD Ingolstadt: Geöffnet von 19:33 bis 19:45 Uhr
Dass man der AfD aufgrund rechtsextremer Akteure und Bestrebungen innerhalb der Partei gerne eine Nähe zum Nationalsozialismus nachsagt, ist keine große Neuigkeit. Im Internetzeitalter sieht das dann so aus: Ein Unbekannter ändert in einem Google-Eintrag die Öffnungszeiten der Ingolstädter AfD-Stadtratsfraktion auf 19:33 bis 19:45 Uhr. Die Satireseite „Der Postillon“ mit 2,8 Millionen Followern auf Facebook greift das Thema heute auf.

Narrwalla-Jubiläum: Auf der Suche nach einer Festsaal-Alternative
Mitte Mai lädt die Ingolstädter Narrwalla zu einem großen Jubiläumsfest. Die viertägige Sause im Exerzierhaus im Klenzepark dient dabei als „bewusster Praxistest für einen möglichen zukünftigen Veranstaltungsort“, wie die Faschingsgesellschaft erklärt. Denn: Der Festsaal im Stadttheater fällt bald weg. Auch auf dem Rathausplatz gestalten sich die Planungen für die Narrwalla zunehmend schwierig.