Bürgerentscheid verhindert Kammerspiele

Home » Bürgerentscheid verhindert Kammerspiele

Bürgerentscheid verhindert Kammerspiele

Foto: blrm Architekt*innen

Das Ergebnis des Bürgerentscheids zum Bau der Kammerspiele

10 Jahre Vorlauf gipfelten im vergangenen Dezember in einem Stadtratsbeschluss. Der Weg war frei, um die Kammerspiele an der Schutterstraße zu errichten. Das Ende? Mitnichten. Quasi in letzter Sekunde grätschte eine Initiative mit einem Bürgerbegehren dazwischen. Mit Erfolg, wie sich zeigt. Die Kammerspiele werden nicht wie geplant an der Schutterstraße gebaut. Das ist das Ergebnis des heutigen Bürgerentscheids.

Eine niederschmetterndes Ergebnis für die Ingolstädter Kulturszene. Beim heutigen Bürgerentscheid sprach sich die große Mehrheit der Wahlberechtigten gegen den Bau der Kammerspiele an der Schutterstraße aus. Die Wahl des Standorts wurde zuvor hitzig diskutiert. Wie es jetzt weiter geht, ist unklar.

Klar ist nur, dass das Stadttheater, also das „Große Haus“, saniert werden muss. Die Kammerspiele, das „Kleine Haus“, sollten als Ausweichspielstätte während der Sanierung herhalten und auch danach den Bürger*innen zur Verfügung stehen. Jetzt muss sich zeigen, ob ein anderer Standort für die Kammerspiele gefunden werden kann oder ob man die Lösung wählt, die eigentlich niemand wollen kann: ein Zelt.

Oberbürgermeister Christian Scharpf sieht in einem Statement am Sonntagabend als dritte Alternative allerdings auch die Möglichkeit, den Theaterbetrieb für die Zeit der Sanierung einzustellen. Das sei etwas, das man jetzt diskutieren müsse, auch wenn es nicht seine „bevorzugte Variante“ sei. Am Stadttheater wird man das Statement aber sicherlich dennoch mit Argwohn verfolgt haben. Die Sanierung des jetzigen „Kleinen Hauses“ als Möglichkeit erwähnt Scharpf nicht. Es bleibt spannend.

Das Endergebnis des Bürgerentscheids zu den Kammerspielen:

  • Ja-Stimmen: 10.147 (39,8 %)
  • Nein-Stimmen: 15.316 (60,2 %)
  • Wahlbeteiligung: 25,6 %
Weitere Themen

AfD Ingolstadt: Geöffnet von 19:33 bis 19:45 Uhr

Dass man der AfD aufgrund rechtsextremer Akteure und Bestrebungen innerhalb der Partei gerne eine Nähe zum Nationalsozialismus nachsagt, ist keine große Neuigkeit. Im Internetzeitalter sieht das dann so aus: Ein Unbekannter ändert in einem Google-Eintrag die Öffnungszeiten der Ingolstädter AfD-Stadtratsfraktion auf 19:33 bis 19:45 Uhr. Die Satireseite „Der Postillon“ mit 2,8 Millionen Followern auf Facebook greift das Thema heute auf.

Weiterlesen »

Narrwalla-Jubiläum: Auf der Suche nach einer Festsaal-Alternative

Mitte Mai lädt die Ingolstädter Narrwalla zu einem großen Jubiläumsfest. Die viertägige Sause im Exerzierhaus im Klenzepark dient dabei als „bewusster Praxistest für einen möglichen zukünftigen Veranstaltungsort“, wie die Faschingsgesellschaft erklärt. Denn: Der Festsaal im Stadttheater fällt bald weg. Auch auf dem Rathausplatz gestalten sich die Planungen für die Narrwalla zunehmend schwierig.

Weiterlesen »

Hofmann auf dem Weg zum Bürgermeister?

SPD und Grüne machen allem Anschein nach den Weg frei für Christopher Hofmann (CSU) als zweiten Bürgermeister. Wie espresso aus parteiinternen Kreisen erfuhr, schmieden CSU, SPD und Grüne aktuell an der nötigen Mehrheit; Überzeugungsarbeit wird geleistet. Vor wenigen Wochen sprachen SPD und Grüne dem CSU-Kandidaten Hofmann noch die fachliche Reife für das Bürgermeisteramt ab und warfen ihm mangelnde Erfahrung vor.

Weiterlesen »

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Nach oben scrollen