Gastronomie zieht noch heuer ins Georgianum

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Gastronomie zieht noch heuer ins Georgianum

Blick in die historische Fasshalle von 1844. Hier wird bald Wirtshausatmosphäre einziehen | Fotos: Sebastian Birkl

Freitagnachmittag, die Sonne strahlt. Ortstermin am Ingolstädter Georgianum. INKoBau-Geschäftsführer Nicolai Fall hat – anders als in der Vergangenheit – viele gute Nachrichten im Gepäck. Die Baustelle vor der Türe wird bald verschwinden, die Sanierung der Fasshalle läuft auf Hochtouren. Für die Fasshalle wird ein Pächter gesucht. Auch die Außengastronomie auf dem Platz vor der Hohen Schule wird endlich wiederbelebt. Läuft alles nach Plan, eröffnet das neue Wirtshaus bereits im September.

Es klingt ein wenig kitschig, aber diese Gemäuer (erbaut Ende des 15. Jahrhunderts) atmen den Geist der Vergangenheit. Das wurde beim Rundgang durch das Georgianum und die ehemalige Kapelle Peter und Paul spürbar – auch wenn überall noch Kabel und Schläuche herumhängen und im Keller nach einem Wasserschaden ein Trocknungsgerät röhrt.

Aber: die längste Zeit war das Georgianum nun Großbaustelle. Ende Juni soll die Baustelle vor der Türe verschwunden sein, im Juli will die Stadt die Fasshalle an den neuen Pächter übergeben haben und bereits im September soll man es sich hier dann in Wirtshausatmosphäre gemütlich machen können – in Erinnerung an die vormalige Brauereinutzung und das Bayerische Reinheitsgebot von 1516.

Blick in die ehemalige Kapelle Peter und Paul. Hier zieht künftig ein Veranstaltungssaal ein.

Die Stadt händigte beim Presserundgang ein umfangreiches Gastronomiekonzept aus. Schlagworte wie „Bodenständig, Bierig, Bayerisch; pfiffig umgesetzt“ kommen darin vor. Geplant ist eine ganzjährige Bespielung der Gastrofläche – sowohl im Innenbereich als auch im Freien. Für die Fasshalle stellt man sich eine „Wirtshaus-Kultur“ vor – einladend, bierorientiert, für jung und alt und „nahezu jeden Geldbeutel“. Und um die weitschweifende Vision zum Innenraum etwas zu verkürzen: Gmiatlich soll’s wer’n. Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich soll es lebendigere und ruhigere Sitzmöglichkeiten geben. Den Wirtsgarten sieht man als „DAS Signal schlechthin“. Wer sich an die Zeiten erinnert, als man auf dem wunderschönen Platz vor der Hohen Schule gemütlich bei Speis und Trank sitzen konnte, wird mit einstimmen.

Die Küche soll ein „überschaubares-bayerisches Angebot mit ‚jungen‘ Highlights zu fairen Preisen“ bieten. Abgerundet durch offenen Ausschank und geeiste Gläser. Was davon schlussendlich umgesetzt wird, bzw. wie die konkrete Ausgestaltung aussehen wird, bleibt vorerst offen. Der neue Pächter wird bei der Gestaltung mit einbezogen.

Bei allen Hiobsbotschaften der letzten Zeit: Hierauf dürfen sich die Ingolstädter wirklich freuen. Das Georgianum wird aus dem Dornrösenschlaf erwachen – endlich. 

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