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Finderglück
Finden, freuen, posten: Altmühltalsteine gehen auf Reisen! Was steckt hinter dieser Idee? Unser Redakteur hat einen der Steine gefunden und sich auf Spurensuche begeben.
„Was liegt da denn?“, denke ich, als ich mir vor etwa zwei Wochen bei einem Spaziergang entlang der Donau ein sonniges Plätzchen zum Verweilen suche. Auf einer sorgsam abgelegten Juraplatte blitzt mir ein wirklich schön gemalter Papageienkopf entgegen.
Einmal in die Hand genommen, erfährt man schnell, worum es sich handelt: es ist ein sogenannter Altmühltalstein. Die Rückseite führt einen zur gleichnamigen Facebook-Gruppe.
Was steckt dahinter?
„Es geht hierbei in erster Linie darum, anderen Menschen eine kleine Freude zu bereiten“, steht in der Gruppenbeschreibung. Wie? Stein bemalen, in der Natur „auswildern“ und darauf warten, dass er gefunden wird und sich der oder die Finder*in darüber freut. Die Idee dazu hatte Alissa Speth, die bei einem Besuch in ihrer alten Heimat Niedersachen einen bemalten Stein und eine ähnliche Facebook-Gruppe fand – und sich sogleich davon inspirieren ließ.
Dass sich das Prinzip auch bei uns größter Beliebtheit erfreut, verrät Alissas Facebook-Gruppe mit stolzen 4.500 Mitgliedern. Steine feierten in der Corona-Zeit sowieso ein kleines Revival, wenn man so will. Auch die Steinschlangen, die während der Pandemie immer länger wurden, sollten ein wenig Licht in dunkle Zeiten bringen.
Weiter geht’s
Die Reise eines Altmühltalsteins endet übrigens nicht mit dem ersten Finder. Dieser soll ein Foto vom Fundort in die Facebook-Gruppe stellen (etwas, das ich übrigens noch schuldig geblieben bin… aber ich schreibe ja immerhin gerade diesen Beitrag dazu…) und ihn an anderer Stelle wieder auswildern, damit sich der nächste darüber freuen kann.
Das kann irgendwo in der Region sein, manche nehmen den Altmühltalstein aber auch mit auf Urlaubsreise und machen die Aktion so in der ganzen Welt bekannt.
Zufallsbekanntschaft
„Jetzt ist er schon weg“, höre ich eine Dame mit einer kleinen Prise Enttäuschung in der Stimme sagen, als ich die warmen Sonnenstrahlen an der Donau genieße. „So soll es ja auch sein“, entgegnet eine andere. Zweitere ist Steffi Ruble, die den Papageienkopf malte und einen Tag zuvor an Ort und Stelle auswilderte. Erstere ist ihre Mutter, die mir lachend und mit einem Augenzwinkern erklärt, dass sie die Steine ihrer Tochter gleich wieder eingesammelt hätte.
Und nein, diesen Teil habe ich mir nicht ausgedacht (die anderen übrigens auch nicht). Es heißt nicht umsonst „Wie der Zufall so will“. Aber überrascht war ich natürlich schon, als sich diese Situation – nur wenige Minuten nachdem ich den Stein gefunden hatte – ergab.
Ich bin in unserer Redaktion übrigens nicht der Einzige mit Finderglück. Auch espresso-Chefredakteurin Steffi fand einen, wenn auch aus einer anderen Aktion. Den Wanderstein entdeckte sie auf der Burg in Burghausen an der deutsch-österreichischen Grenze und wilderte ihn bei uns in der Region wieder aus:
Auswildern… ja, das muss ich tatsächlich auch noch tun. Aktuell liegt der Papagei nämlich noch neben mir. Eines kann ich aber versprechen: seinen Weg in die freie Wildbahn wird er auf jeden Fall wieder finden. Und wenn ihr ihn findet, nicht vergessen: postet ein Foto davon in der Facebook-Gruppe AltmühltalSteine.

Henker, Hexen, Folterkammer
Gewaltsam werden ihr die Hände auf den Rücken gezwungen und mit grobem Strick fixiert. Der Henker wirft das Seil über den Balken, setzt an – Zug für Zug schießt ihr Körper nach oben. Ein dumpfer Laut, dann das Knacken ihrer Gelenke. Schreie, so durchdringend, dass sie selbst die dicken Mauern des Taschenturms überwinden, hallen hinaus auf die Straße.

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