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Vom Sandkasten ins Standesamt
Die Geschichte von Sabrina und Fabian beginnt im beschaulichen Wettstetten und sie geht so: Es waren einmal zwei Kinder, ein Mädchen und ein Junge, die gerne Zeit miteinander verbrachten. Echte Kindergartenfreunde, so unzertrennlich, dass sie auf Gruppenfotos von damals stets nebeneinander zu sehen sind. Doch der Junge und das Mädchen wurden älter, sie gingen auf unterschiedliche Schulen und verloren sich mit der Zeit aus den Augen. Zwar liefen sie sich noch über den Weg, aber mit den Jahren, die ins Land zogen, verblasste die Erinnerung an die Kindergartenfreundschaft. Bis sie sich irgendwann gar nicht mehr daran erinnern konnten, jemals Freunde gewesen zu sein.
Herausforderungen? Kein Problem!
Was klingt wie ein Märchen, ist genau so passiert. Erst als Sabrinas Mutter eines Tages sagte „Der Fabian Rotte, war der nicht mit dir im Kindergarten“ und sie sich daraufhin Fotos von damals anschauten, kamen die Erinnerungen zurück. Ein Zeichen, ein Beweis, dass sie zusammengehörten. Beiden war von Anfang an klar, dass das zwischen ihnen etws ganz Besonderes war. So war es auch gar kein Problem, dass sie sich anfangs nur selten sehen konnten, weil Fabian damals zum Studieren noch in Landshut wohnte. Und es war auch kein Problem, dass er am Anfang ihrer Beziehung für ein halbes Jahr nach Barcelona ging, um dort als Werkstudent für Seat zu arbeiten. „Dieses halbe Jahr hat uns noch enger zusammengeschweißt“, sagt Sabrina lächelnd. „Wir wussten: Wenn unsere Beziehung das geschafft hat, dann schaffen wir auch alles andere.“
Einige werden sich jetzt fragen: Was ist das Geheimrezept ihrer Beziehung? „Wir lassen uns gegenseitig unsere Freiheiten“, erklärt Sabrina. „Wir haben zwar gemeinsame Freunde, aber jeder hat auch noch seinen eigenen Freundeskreis. Das ist uns ganz wichtig. Es gibt nie Diskussionen, wenn Fabi mal allein mit seinen Jungs oder ich mit meinen Mädels etwas unternehmen möchte.“ Und ebenso wichtig: „Vertrauen. Wir vertrauen uns zu 100 Prozent. Ich kann mich in den 9 Jahren Beziehung an keinen Moment erinnern, in dem einer dem anderen das Gefühl gegeben hätte, man könnte ihm nicht vertrauen – nicht einmal, als Fabi in Barcelona ein halbes Jahr lang in einer Frauen-WG gewohnt hat.“
Der Antrag – mitten in New York
Die Hochzeit – eine emotionale Achterbahnfahrt
Gemeinsam mit der Hilfe aller Beteiligten schafften Sabrina und Fabian es, trotz aller Beschränkungen ihre Traumhochzeit auf die Beine zu stellen. Freunde des Brautpaars spielten dabei eine wichtige Rolle. Eine Freundin sang in der Kirche, ein Freund spielte Schlagzeug in der Hochzeitsband und ein weiterer Freund sang das Lied für den Hochzeitstanz: ‚Perfect‘ von Ed Sheeran. Ein weiteres Highlight war für das Brautpaar die kirchliche Trauung. „Pfarrer Gruber aus Wettstetten hat so eine tolle, lockere Trauung abgehalten, dass alle im Nachhinein davon geschwärmt hatben. Wenn es mehr solche Pfarrer geben gäbe, würden sich bestimmt mehr Leute kirchlich trauen lassen“, schmunzelt Sabrina. Das allergrößte Highlight und der emotionalste Moment des Tages war für sie beide, als sie ihren 2-jährigen Sohn Jonas am Tag der Trauung zum ersten Mal zu Gesicht bekamen. „Wir wussten beide nicht, was er anhaben wird“, erzählt Sabrina. „Die große Überraschung war, dass er das fast gleiche Outfit wie Fabi anhatte, das war einfach Wahnsinn.“ Der ganze Tag sei voller emotionaler Momente gewesen, rückblickend hätten sie sich keine schönere Hochzeit vorstellen können.
Jetzt, nach diesem Jahr der Unsicherheiten und emotionalen Achterbahnfahrten wünscht sich das frischvermählte Paar erst einmal ein besinnliches Weihnachtsfest und dass das Leben im Jahr 2021 hoffentlich wieder etwas unbeschwerter wird. Das wünschen wir uns auch.
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