Kokett & sinnlich

Home » Kokett & sinnlich

Kokett & sinnlich

Sexy & erotisch, aber auch anmutig & ästhetisch: so lässt sich der Burlesque-Tanz wohl am besten beschreiben. Sarah Ziegaus (Künstlername Sarah Sabeehah) gibt Unterricht in verschiedenen Tanzarten – neben Burlesque u.a. in Bellesque und Lapdance, aber auch in Flying Yoga. Nicht selten verwandeln sich ihre Schülerinnen dabei vom schüchternen Entlein zum selbstbewussten Schwan.

Sarah Ziegaus

gibt ihre Kurse hauptsächlich im Tanzzentrum Ya Salam (Ingolstadt), ist aber für Workshops auch in Pfaffenhofen, Neuburg, Abensberg und Regensburg zu finden. Aktuell baut sie sich ihr eigenes kleines Studio in Manching auf.

(Foto: Patrick Amos).

Sarah, wie hast du deine Liebe zum Tanzen entdeckt?
Meine Liebe zum Tanzen habe ich bereits im Alter von vier Jahren in einem klassischen Bauchtanzkurs entdeckt. Durch die Jahre sind immer mehr Tanzstilrichtungen hinzugekommen und nach meiner Zeit bei der Tanzschule IWANSON stand für mich fest, dass ich meine Liebe zum Tanz und zur Bewegung nicht nur auf der Bühne anderen Personen vermitteln möchte, sondern auch durch Tanzkurse mein Wissen weitergeben will.

Aus welchen Gründen oder mit welchen Wünschen kommen Frauen zu dir?
In erster Linie, weil sie die weibliche, sinnliche Art zu tanzen toll finden und fitter werden möchten. Aber auch, um ihren Tanzstilhorizont zu erweitern oder weil sie ein sportliches Auspower-Programm suchen, welches alle Muskelgruppen, die Haltung und auch die Ausstrahlung beansprucht. Tanzen gilt nicht umsonst als die gesündeste und wohltuendste Sportart überhaupt, welche nebenbei auch noch Demenz vorbeugt.

Viele reizt auch das Verruchte an Burlesque und sie möchten etwas „Verrücktes“ ausprobieren.

Burlesque ist ein sehr sinnlicher und aufreizender Tanz, allerdings nicht zu verwechseln mit Striptease. Was macht den Burlesque-Tanz aus?
Bei Burlesque nimmt man sich selbst nicht zu ernst, man kokettiert ständig mit dem Publikum, reizt und neckt es und entkleidet sich nur, falls man das gerade möchte. Wir entkleiden uns z.B. nie vollständig, lassen nur ab und an die Handschuhe oder den Morgenmantel fallen. Beim Burlesque liegen die sinnlichen Bewegungen und die Ausstrahlung im Vordergrund und nicht das Ausziehen wie beim Striptease.

Dadurch ist diese Tanzart stilvoller und gerade deshalb bei Frauen sehr beliebt. Denn Burlesque strotzt nur so vor Frauenpower.

Du bietest auch „Bellesque“ an. Was darf man sich darunter vorstellen?
Bellesque ist ein von mir kreiertes Tanzkonzept, welches sich aus BELLydance und burleSQUE zusammensetzt. Hier vermischen sich die klassischen Tanzelemente wie Arabesquen, Drehungen, Chassés, etc. mit isolierten Hips, Drops, Schimmies und Co. aus dem Bellydance und küssen die verruchtere Seite des Burlesque mit sexy Posen und verführerischen Tanzabfolgen.

Die Welt steht Kopf: Sarah bietet auch Yoga und Flying Yoga an (Foto: privat)

Kommen auch Männer zu dir in den Unterricht?

Bisher hatte ich erst einen mutigen Mann in Burlesque, Männer sind aber (bis auf meine Lapdance-Kurse) jederzeit herzlich willkommen.

Welche Entwicklung stellst du bei deinen Tanz-Schülerinnen über die Kursphase hinweg fest?
Neben einer besseren Haltung, mehr Beweglichkeit und einem Fortschritt in der Tanztechnik vor allem eine Veränderung der Ausstrahlung. Zu mir kommen oft Frauen mit einem geknickten Selbstbewusstsein, welches sich von Stunde zu Stunde immer mehr erholt. Das Schönste an meinem Beruf ist zu sehen, wie Schülerinnen schüchtern und mit weiter Tanzkleidung in meinen Kurs kommen und nach ein paar Wochen voller Freude mit einem sexy Outfit in der ersten Reihe mittanzen und vom Burlesque-Fieber gepackt sind. Sie erzählen mir auch oft, dass sich ihre privaten Beziehungen sowie ihre körperlichen Beschwerden verbessern.

Gibt es ein besonders emotionales Ereignis, das sich mal in einem deiner Tanzkurse abgespielt hat oder einen Moment, an den du dich gerne zurückerinnerst?
Da gibt es viele. Besonders schön finde ich die liebevolle Gemeinschaft und das gegenseitige Unterstützen meiner Schülerinnen untereinander. Und das bei einer Altersspanne von 17 bis 61 Jahren.

Die Zuckerpuppen | Foto: Steffi Dehler-Leber (you.fotografie)

Sarah, wer sind eigentlich  die Zuckerpuppen?

Sarah: Die Zuckerpuppen sind ein Burlesque-Ensemble aus sieben Frauen, welches deutschlandweit auf diversen Shows, Veranstaltungen und Feiern auftritt. Man kann uns jederzeit für sein Event buchen – in beliebiger Formation, also auch als Kleingruppe. Da wir privat sehr eng befreundet sind, kann man bei unseren Auftritten einen starken Zusammenhalt und eine positive Aura spüren. Zuletzt hat man uns auf Gamilas Jahresshow sowie u. a. beim 24h-Rennen in Kelheim, auf Bürgerfesten und dem Sommer in der Stadt gesehen.

Für einen unvergesslichen Junggesellinnenabschied kann man sich auch an dich wenden. Was bietest du an?
Ich biete alle meine Kursformate auch im Rahmen eines Junggesellinnenabschiedes an. Besonders beliebt sind hier Burlesque und Lapdance, denn diese Tanzrichtungen heben die Partystimmung und heizen die Ladys für das spätere Feiern im Club an. Außerdem gibt es einen richtigen Kick für das Selbstbewusstsein und schweißt die oft bunt zusammengemischte Junggesellinnenabschieds-Gruppe enger zusammen. Das ein oder andere Gläschen Prosecco und Häppchen runden das Tanzerlebnis ab.

Ein Leben ohne Tanzen wäre…
… wie Pizza ohne Käse 😉

Also nicht so lecker. Sarah, vielen Dank für das Interview.

Weitere Themen

Bei Anruf Liebe

Umarmen. Küssen. Streicheln. Dinge, die so selbstverständlich wirken – und doch für viele unerreichbar sind. Maria hat daraus ihren Beruf gemacht. Sie arbeitet als Girlfriend-Escort in Berlin. Ihr Versprechen: Für einen Moment Nähe schenken, das Gefühl vermitteln, gesehen, gewollt und gehalten zu werden. Und das, obwohl sie selbst in einer festen Beziehung lebt. Von Anfang an war klar: Monogamie ist für beide kein erstrebenswertes Zukunftsmodell. Eifersucht kennt sie nicht. Auf Ehrlichkeit und Offenheit dagegen legt sie Wert.

Weiterlesen »

Das Stadttheater feiert den Wonnemonat

Der Mai zeigt sich von seiner schönsten Seite – und das Stadttheater lädt am 15. Mai ab 18 Uhr dazu ein, den Wonnemonat gemeinsam zu feiern: mit Musik, Tanz und einem Hauch Wiener Lebensgefühl. Unter dem Motto „Alles Walzer!“ verwandelt sich der Theaterplatz in eine beschwingte Open-Air-Tanzfläche.

Weiterlesen »

Muss man das Bäumchen biegen, solange es jung ist?

„Man muss das Bäumchen biegen, solange es jung ist“ – Ein Zitat, das man gelegentlich auf Hochzeiten heranzieht. Auch auf meiner. Eigentlich ist damit immer die Frau gemeint. Absurderweise ist dieses Zitat aus der Traurede von mir und meinem Mann das Einzige, woran ich mich textlich noch genau erinnere.

Weiterlesen »

Ziemlich gute Freunde

Der Weg zur Bürgermeisterwahl war steinig und schwer. Und lang. Bei der heutigen konstituierenden Stadtratssitzung ging es hingegen angenehm schnell zu. Nach rund 90 Minuten war die Sause beendet. Das Ergebnis: 17 neue Stadträt:innen wurden vereidigt, ein neuer zweiter Bürgermeister gewählt. Dieser heißt wie erwartet Franz Wöhrl.

Weiterlesen »

FCI-Geschäftsführer Beiersdorfer muss gehen

Der FC Ingolstadt und Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer gehen ab sofort getrennte Wege. Das gab der Verein am Montagmittag bekannt. Unterschiedliche Auffassungen über den weiteren Kurs des FCI werden als Grund genannt. Die Trennung erfolgte „im gegenseitigen Einvernehmen“.

Weiterlesen »

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Nach oben scrollen