Eine Woche als Veganer: Mein Fazit

Foto: unsplash.com

Redakteur Christoph hat den Selbstversuch gemacht: eine Woche lang keine tierischen Lebensmittel. Welche Erkenntnisse er für sich daraus zieht, erfahrt ihr hier. Außerdem verlosen wir zwei Bücher passend zum Thema vegane Ernährung.

Jetzt ist sie also vorbei, meine kleine Vegan-Challenge. Eine Woche lang habe ich auf tierische Lebensmittel verzichtet. Ich muss sagen, dass es keine allzu große Umstellung für mich war. Es hat mir Spaß gemacht, neue Rezepte auszuprobieren und mich auf die Suche nach veganem Essen zu machen. Deshalb freue ich mich darauf, das Experiment „vegane Ernährung“ weiterzuführen und einfach mal zu schauen, wie lange ich es weiter durchhalte. Und wer weiß, vielleicht gelingt mir der Sprung zum Veganismus sogar dauerhaft.

Ich würde es mir wünschen, denn je länger ich mich mit dem Thema Ernährung bewusst auseinandersetze, desto mehr reift in mir die Überzeugung, dass wir unbedingt davon wegkommen müssen, andere Lebewesen zu essen. Noch vor einem Jahr hätte ich mir kaum vorstellen können, jemals vegetarisch zu leben. Jetzt tue ich es schon seit einem halben Jahr und ich habe zu keiner Zeit das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen. Im Gegenteil, seit ich mich vegetarisch ernähre, entdecke ich immer neue Aromen und Gewürz-Welten. Man lernt ganz neu zu kochen. Und das macht so viel Spaß, dass ich es nicht mehr missen möchte.

Größeres Angebot als gedacht

Während meiner veganen Woche hat mich positiv die große Auswahl überrascht, die es auch in Ingolstadt gibt. Ob Burger, ein Snack für die Mittagspause oder ein Eis an einem heißen Sommertag, ich musste auf nichts verzichten. Es gibt zwar kein rein veganes Restaurant – dafür ist Ingolstadt einfach nicht das richtige Pflaster –, dafür gibt es aber einige Restaurants und Imbisse, die auf ihrer Speisekarte spezielle vegane Gerichte führen.

An dieser Stelle verweise ich noch einmal auf die App „happy cow“, über die sich ganz einfach Restaurants mit veganem beziehungsweise vegetarischem Angebot finden lassen. Einen ähnlichen Service bietet auch die App „Vanilla Bean“.

Hier eine Auswahl an Lokalen mit veganem Angebot in Ingolstadt:

  • Anna | Café | Kreuzstraße 4
  • Baby und Bombe | Bar | Poppenstraße 1
  • Backwerk | Bäckerei | Moritzstraße 9 und Ludwigstraße 34
  • Cafe hortus medicus | Café | Anatomiestraße 3
  • Castello | Pizzeria | Harderstraße 3
  • Hans im Glück | Burgerrestaurant | Ludwigstraße 10
  • District V | Café | Donaustraße 3
  • Le Café | Restaurant | Schrannenstraße 1
  • Mundgerecht | Patisserie/Café | Pfarrgasse 6
  • Onnumara Çiğköfte | türkischer Imbiss | Hindenburgstraße 103
  • Ölbaum | Restaurant | Bei der Schleifmühle 34
  • Salatkind | Salatbar | Kreuzstraße 4
  • TAM TAM | mexikanisches Restaurant | Theresienstraße 31
  • Shinshu | japanisches Restaurant | Tränktorstraße 2
  • Sorrentina | Café | Haunwöhrer Straße 7
  • The Golden | Burgerbar | Kupferstraße 28

Bei meinem Wocheneinkauf hatte ich keine größeren Probleme. Auch in den großen Supermärkten wächst das Sortiment für VeganerInnen. Ob Fleischersatz-Produkte wie Schnitzel, Currywurst und Salami oder Milch- und Joghurtalternativen aus Soja, Hafer, Mandel, etc. – bei der großen Vielfalt sollte jeder etwas passendes für sich finden. Mir persönlich haben bisher alle Fleischersatz-Produkte sehr gut geschmeckt, darunter Bratwurst, Schnitzel, Salami – meistens schmeckt man den Unterschied zu echtem Fleisch überhaupt nicht. Nur bei Burger und Hackfleisch finde ich, dass man einen großen Unterschied schmeckt. Es schmeckt nicht schlechter, aber eben anders als das Original. Darauf muss man sich einlassen, wenn man seine Ernährung umstellen möchte.

Ergänzend zu den Supermärkten lohnt sich ein Besuch bei Biomärkten. Hier gibt es ein noch größeres Angebot an Fleisch-, Käse- und Milchalternativen. Außerdem eine Auswahl an veganen Kosmetikprodukten und veganen Naschereien.

Hier eine Liste mit Biomärkten in Ingolstadt:

  • Alnatura | Schillerstraße 2
  • Bella Vita | Münchner Straße 142
  • Geschmackssachen | Moritzstraße 6
  • Landmann’s | Permoserstraße 88
  • nurINpur | Unverpackt-Laden | Am Pulverl 13
  • Reformhaus Hauser | Donaustraße 10
  • Reformhaus Vitalia | Am Westpark 6

Essen, was glücklich macht

Veganismus verlangt anfangs viel Disziplin. Ein Umstieg von einem Tag auf den anderen ist zwar machbar, aber anstrengend. Da ich mich schon vegetarisch ernährt habe, fiel mir die Umstellung jetzt nicht allzu schwer. Eine halbes Jahr war für mich die perfekte Zeitspanne, um mich an die vegane Ernährung heranzutasten. Wenn der Stein erst einmal ins Rollen gekommen ist, ergibt sich der Rest von ganz allein.

Für den Anfang reicht es aber, einmal im Monat eine vegane Woche einzustreuen. Oder einen Tag in der Woche. Wer sich langsam an das Thema herantastet, wird schnell merken, wie viel Spaß es macht, neue, vegane Rezepte auszuprobieren. Und jedes Mal wieder darüber zu staunen, welch neue Geschmackserlebnisse auf einen warten. Man sollte die Ernährungsumstellung nicht erzwingen, Essen und Ernährung sollten ein Genuss bleiben. Das erreicht man am besten, wenn man sich langsam an den Veganismus herantastet.

Vegan bedeutet nicht automatisch gesund

Wenn man sich wirklich gesund und ausgewogen vegan ernähren möchte, sollte man sich zuerst informieren, worauf man dabei achten muss. Bestimmte Stoffe wie Vitamin B12, Omega-3-Fettsäuren und Eisen nimmt man als Mischköstler ganz selbstverständlich über die tierische Nahrung auf. Das meiste davon kann auch durch die richtige vegane Ernährung aufgenommen werden, B12 jedoch sollte zusätzlich in From von Tabletten oder ähnlichem ergänzt werden. In diesem kostenlosen E-Book gibt es einen guten Überblick, auf was man beim Umstieg zum Veganismus achten sollte.

Gewinnspiel

Wir verlosen zwei Exemplare des Ernährungsratgebers „Vegan-Klischee-ade!“ von Niko Rittenau. Das Buch beantwortet wissenschaftlich fundiert, aber allgemein verständlich, wichtige Fragen zur Versorgung mit essentiellen Nährstoffen und entkräftet weit verbreitete Mythen über die pflanzliche Ernährung.

Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, schickt einfach eine Mail an win@espresso-magazin.de mit dem Stichwort „Vegan“. Viel Glück!

Voll auf die ZWØLF

Um einen Nachfolger von „Sigis Bistro“ in der Kreuzstraße war es lange Zeit ruhig – zu ruhig. Doch seit einigen Monaten tüfteln die sympathischen Brauer Bryan France und Max Senner von Yankee&Kraut an einem Konzept. Das Ergebnis: Leerstand adé, im November öffnet hier die Bierbar „ZWØLF“ ihre Pforten.

Weiterlesen »

Schanzer Herbstvergnügen

Am Freitag startet das Schanzer Herbstvergnügen. Welche Volksfestschmankerl gibt’s, welche Fahrgeschäfte bringen euch auf Touren, welche Regeln gilt es zu beachten? Wir haben die Antworten.

Weiterlesen »

„Kein Klischee-Kitsch“

Heidemarie Brosche schreibt für ihr Leben gern. Die Neuburgerin war bisher eher in der Sachbuchecke zuhause, ein paar Jugend- und Kinderbücher hatte sie auch schon veröffentlicht. Jetzt hat sie ihren ersten Erwachsenenroman herausgebracht. Im espresso-Interview verrät die pensionierte Lehrerin, wie es dazu kam, an welchen Orten sie am liebsten schreibt und warum es den Roman ohne die Neuburger Schuhboutick in der Form nicht geben würde.

Weiterlesen »

Eintauchen in die Comic-Welt

“Comics sind eine eigenständige Kunstform”, sagte der legendäre Comiczeichner Carl Barks einmal. Einer, der sich dieser Kunst bedient und daraus etwas ganz Neues kreiert, ist der französische Künstler Robert Sgarra. In der Neuburger Galerie Nassler sind seine Werke noch bis 31. Oktober zu sehen.

Weiterlesen »

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Scroll to Top