„Den heirate ich!“

Vor acht Jahren hat es zwischen Silke und Mario gefunkt. Jetzt haben sie sich das Ja-Wort gegeben.

Fehlgeschlagene Verkupplungsversuche, ein kreativer Antrag in Steven-Spielberg-Manier, ein unerwarteter Segen für die ganze Familie und ein Hochzeitsfest, das Stammham zum Kochen gebracht hat – das ist die Love-Story von Silke und Mario.

Die Geschichte von Silke und Mario beginnt im Juni 2013. Das Bürgerfest in Kösching ist gerade in vollem Gange und unsere beiden Protagonisten stecken mittendrin im Geschehen. Silke schaut sich das Treiben als Zuschauerin an. Auf einer Bühne spielt eine Band: „Bavarian Hot Stuff“. Einer der Musiker gefällt ihr besonders gut. Es ist vor allem seine Lässigkeit, mit der er dort oben auf der Bühne seine Musik performt, die sie beeindruckt.

Richtig geraten, der Musiker mit der lässigen Ausstrahlung ist natürlich Mario, Silkes zukünftiger Ehemann! Doch von Liebe auf den ersten Blick kann nicht die Rede sein. Denn Silke tut etwas Unerwartetes. Statt dem Mann, der ihr auf den ersten Blick so gut gefällt, für sich zu beanspruchen, wendet sie sich zu ihrer Freundin und sagt zu ihr: „Wäre der nichts für dich?“ Silke hat den Entschluss gefasst, ihre Freundin mit Mario zu verkuppeln.

Dank eines gemeinsamen Freundeskreises treffen sich Silke und Mario im Laufe der nächsten Monate auf dem Dorffest in Stammham und wenig später auf dem Oberstimmer Barthelmarkt wieder. Silke ist zu dem Zeitpunkt immer noch davon überzeugt, dass ihre Verkupplungspläne eine gute Idee sind. Doch an diesem Tag auf dem Barthelmarkt überkommen sie die ersten Zweifel, eigentlich findet sie ja Mario auch selber ziemlich toll. „Er hat mich so lieb angelacht, als wir uns dort getroffen haben“, erinnert sie sich. Er packt sie am Arm und führt sie zur Bar, wo sie mit einem Prosecco anstoßen. Erste Funken liegen in der Luft. Danach dauert es nicht mehr lange, bis Mario schließlich den ersten Schritt macht und Silke auf Facebook anschreibt. Sie machen ein Date aus. „Ohne Freundin, weil ich dann doch beschlossen hatte, ihn lieber mit mir selber zu verkuppeln“, lacht Silke.

Das erste Date verbringen sie im Sausalitos und im Shamrock in Ingolstadt. „Wir haben uns sofort super verstanden und den ganzen Abend gelacht und geredet“, erzählt Mario. Die Chemie stimmte auf Anhieb. Silke gefiel einfach alles an dem Mann, der ihr gegenüber saß: „Sein Aussehen und seine liebe und ruhige Art haben es mir gleich angetan. Und sein freches Lächeln hat mich einfach umgehauen!“ Mario erging es ganz ähnlich: „Silkes liebevolle und ruhige Art, ihr schönes Lachen und ihre natürliche, schöne Ausstrahlung waren für mich von Anfang an etwas Besonderes.“ Der erste Abend lief so gut, dass sie sich am nächsten Tag gleich wieder sehen wollten. Sie ließen es sich im Castello schmecken und schauten sich im Anschluss noch die Spätvorstellung des ersten „Eberhoferkrimis“ im Kino an.

Für die beiden frisch Verliebten war schnell klar, dass sie ihr perfektes Gegenstück gefunden hatten. „Ich habe schon ganz am Anfang immer zu meinen Freundinnen gesagt ‚den heirate ich‘“, weiß Silke heute noch. Und auch Mario war sich sicher: „Für mich war auch schon zwei Monate nach unserem ersten Date klar, dass wir zusammengehören. Ich war damals mit Freunden, meinem Bruder und meinem Papa beim Skifahren und vermisste Silke. Da habe ich zu meinem Papa gesagt ‚Silke gehört ab jetzt zu mir.‘“

Da habe ich zu meinem Papa gesagt: Silke gehört ab jetzt zu mir!

Silke Schwaiger-Fieger ist 37 Jahre alt, Mario Fieger 35, sie wohnen zusammen in Stammham. Mario arbeitet als Referent in der Unternehmensqualität bei Audi. Silke arbeitet als selbstständige Immobilienmaklerin und im Familienbetrieb HS Immobilien GmbH. Gemeinsam mit Silkes Mutter führen sie außerdem die Pension Schwaiger-Fieger und die Pension Pia. Silke Schwaiger-Fieger ist 37 Jahre alt, Mario Fieger 35, sie wohnen zusammen in Stammham. Mario arbeitet als Referent in der Unternehmensqualität bei Audi. Silke arbeitet als selbstständige Immobilienmaklerin und im Familienbetrieb HS Immobilien GmbH. Gemeinsam mit Silkes Mutter führen sie außerdem die Pension Schwaiger-Fieger und die Pension Pia.

Der Antrag

Hollywood-like

Für den Heiratsantrag hatte sich Mario etwas ganz Besonderes überlegt. Er wollte seiner Liebsten am 4.7.2018 einen Antrag machen, das Datum stand für ihn fest, weil sie bereits darüber gesprochen hatten, am 4.7.2020 heiraten zu wollen – wenn sie das verflixte 7. Jahr überstanden hatten.

Seine Idee für den Antrag: Mit einem selbstgedrehten Video wollte er Silke überraschen. Zusammen mit Tochter Pia und Sohn Felix fuhr er in ein Waldstück in der Nähe von Stammham, wo sie das Video aufnahmen. Mario sagte in die Kamera, was Silke und er schon alles erlebt hatten und wie wichtig sie ihm war. Zum Schluss kniete er sich hin und machte ihr einen Heiratsantrag. Am Abend des 04.07.2018 war es dann so weit, Marios Stunde war gekommen. Er schlug Silke vor, alte Filme aus der Videokamera anzuschauen. In dem Moment wurde Silke schon hellhörig, denn das hatte Mario noch nie vorgeschlagen. „Aber dass er mir einen Heiratsantrag macht, hätte ich nicht gedacht.“ Als die alten Filme auf dem Fernsehbildschirm liefen, wurde Mario immer nervöser. „Silke hat mich auch schon immer so komisch angeschaut, weil sie gemerkt hat, dass irgendwas im Busch ist.“ Dann erschien der Heiratsantrag auf dem Bildschirm und nach dem Film fragte Mario seine Silke noch einmal live, ob sie ihn heiraten möchte. „Wir waren beide total gerührt und haben beim Film schon ein paar Tränen geweint. Die Kinder haben Silke dann noch Rosen geschenkt.“

Silke hat mich auch schon immer so komisch angeschaut, weil sie gemerkt hat, dass irgendwas im Busch ist

Die Hochzeitsfotos entstanden in den Wiesen und Wäldern rund um Silkes und Marios Heimatort Stammham
Die mehrstöckige Hochzeitstorte stammt aus den Händen von Christa Weber und ihrem Backservice in Stammham
Um Deko und Blumen kümmerte sich Dekotina aus Eitensheim

Standesamtliche Trauung

„Ein Wahnsinnsfest“

Eigentlich war die freie Trauung für den 4.7.2020 geplant. 140 Gäste waren bereits eingeladen, die Einladungskarten schon verteilt. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung und so musste die Feier abgesagt werden. Spontan entschied sich das Brautpaar dafür, an diesem Tag stattdessen standesamtlich zu heiraten. Sie luden ihre engsten Freunde und Verwandte ein und ließen es so richtig krachen. „Wir haben ein Wahnsinnsfest bei uns im Hof gefeiert“, erzählt Silke. „Im Standesamt hat Marios Band Bavarian Hot Stuff für uns gespielt. Für unsere Bügermeisterin Maria Weber waren wir das erste Paar, das sie vermählen durfte. Sie hat so schöne persönliche Worte an uns gerichtet und viel von uns erzählt, das war wunderschön. Alle waren gerührt. Am Abend haben uns unsere Freunde mit der „Saustoimusi“ aus Hepberg überrascht. Als es dunkel wurde, haben Marios Tanten und seine Eltern noch einen Feuerkünstler kommen lassen, der eine tolle Show hingelegt hat. Das war so ein tolles Fest, dass wir dachten, dass es gar nicht mehr zu toppen ist und es wäre dann gar nicht so schlimm für uns gewesen, wenn die freie Trauung ausgefallen wäre.“

Es war ein unvergesslicher Tag für uns, und alle haben richtig Gas gegeben, weil sie froh waren, endlich wieder feiern zu dürfen

Freie Trauung

„Dort, wo unser Herz schlägt“

Doch so weit kam es zum Glück gar nicht. Sie konnten die freie Trauung ein Jahr später, am 17.7.2021 im Pub a la pap in Stammham feiern. Für Silke war klar, dass sie sich hier das Ja-Wort geben möchte, denn schon als junges Mädel hatte sie hier gerne oft Zeit verbracht. „Wir wollten einfach da feiern, wo unser Herz schlägt und das ist Stammham.“

Der Tag begann für Silke in Kipfenberg: „Ich war zusammen mit meiner Tochter Pia bei der lieben Conny König im „Atelier im Reiglhaus“, wo sie mir meine Hochzeitsfrisur gezaubert hat. Danach sind wir heimgefahren, wo mich Sarah Herat von Mein Hochzeitsladen für die Trauung geschminkt hat.“

Mario: „Es war unbeschreiblich, als ich Silke zum ersten Mal in ihrem Kleid gesehen habe. Sie hat so schön ausgesehen. Nach dem First Look sind wir mit den Kindern und dem Pfarrer zusammen ins Pub a la pap eingezogen, wo im Garten schon die Gäste auf uns warteten. Musikalisch begleitet wurden wir von meinen Bandkollegen von Bavarian Hot Stuff. Sie spielten für uns das Lied Ewig von Andreas Gabalier.“

Silke: „Wir waren mega nervös, als wir den roten Teppich entlanggegangen sind und alle Blicke auf uns gerichtet waren. Pia hat unsere Hochzeitskerze getragen und Felix unsere Ringe und die Armkettchen, die wir den Kindern nach dem Ringwechsel überreicht hatten. Der Pfarrer hat ein paar Worte zu unserer Kennenlern-Geschichte gesagt, was sehr lustig war, aber auch wahnsinnig emotional. Wir haben uns ein selbstgeschriebenes Trauversprechen gegeben und das Highlight der ganzen Trauung war dann, als der Pfarrer ganz spontan gesagt hat: ‚Ich habe an Ihrem Trauversprechen gemerkt, wie wichtig Ihnen Ihre Familie ist und deswegen sollen Ihre Kinder jetzt beim Segen dabei sein.‘ Dann hat er uns allen vieren zusammen den Segen gegeben. Das war so rührend und emotional. Da haben wir so einige Tränen vergossen.

Nach der Trauung gab es Kaffee und Kuchen und im Anschluss haben wir die Tanzfläche mit dem Hochzeitstanz eröffnet. Es war die ganze Zeit eine tolle Stimmung. Unsere Jungs von Bavarian Hot Stuff trugen ein selbstgeschriebenes Lied für uns vor. Meine Schwester hat eine Hochzeitszeitung für uns gemacht und sich den ganzen Tag darum gekümmert, dass alles nach Plan läuft. Nach dem Abendessen war dann das Brautverziehen – die Stimmung war mega. Danach haben wir noch gefeiert – getanzt, gesungen und gelacht. Es war alles genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Mit all unseren Freunden und Verwandten. Die Dekoration von Dekotina war super und die Location perfekt für uns. Jeder hat sich daheim und wohl gefühlt. Am Ende des Tages waren wir so froh, dass dieser Tag doch noch hatte stattfinden können. Es war ein unvergesslicher Tag für uns, und alle haben richtig Gas gegeben, weil sie froh waren, endlich wieder feiern zu dürfen.“

Die Beteiligten

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