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Stimmgewalt aus Eichstätt
Birgit Zinner gewinnt den diesjährigen Ingolstädter Jazzförderpreis
Musik spielte schon immer eine wichtige Rolle in Birgits Leben. Bereits mit neun Jahren begann sie in einem Gospelchor zu singen. Inspiriert von Eva Cassidy hat auch sie das Ziel Profisängerin zu werden. Nun gewann sie ihren ersten Preis und kam ihrem Traum damit ein großes Stück näher.

Birgit Zinner
Birgit, ist Jazz dein Lieblingsgenre?
Ich habe kein Lieblingsgenre. Wenn man nach der Entstehungsgeschichte der Genres geht, merkt man, dass zum Beispiel der Soul, die Gospelmusik in der Kirche oder eben der Funk gemeinsame Parallelen zeigen und sich durchaus gegenseitig beeinflusst haben. Und darum gehört das für mich auch indirekt alles zusammen. Ich mag auch diese Vielfalt und diese Bandbreite. Deswegen möchte ich mich auch nicht nur darauf festlegen, dass ich Jazzsängerin bin, ich bin eigentlich mehr als das.
Was machst du beruflich?
Also ich bin momentan Schülerin. Ich mache gerade meine Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in München, an der neuen Jazz-School. Wenn ich fertig bin, bin ich staatlich geprüfte Ensembleleitung im Fachbereich Rock, Pop und Jazz.
Wie kamst du zum Singen?
Ich habe schon als Kleinkind angefangen und in unserer Familie wurde eigentlich immer schon gesungen. Als ich dann neun geworden bin, durfte ich, weil es Freitagabend war und am nächsten Tag keine Schule war, mit in den Gospelchor gehen. Es waren auch andere Kinder dabei und da habe ich dann mitgesungen. Ich habe gemerkt, dass mir Singen super viel Spaß macht und ich damit nicht mehr aufhören möchte.
Was bedeutet Singen und Musik für dich?
Singen ist für mich sehr emotional, aber in verschiedene Richtungen. Also was schöne Gefühle, wie Glücksgefühle und Freude angeht, aber auch wenn man traurig ist, verstärkt Musik den Effekt einfach noch viel mehr. Musik ist für mich eine pure, ungefilterte Emotion, die du empfangen oder an andere weitergeben kannst. So bekommst du auch immer was zurück. Das finde ich so schön.
Wolltest du schon immer Sängerin werden?
Also ich hab immer schon unbewusst das Gefühl gehabt, dass Singen meine Bestimmung ist, aber ich habe das nie so konkretisiert. Das kam dann erst, als ich Gesangsunterricht hatte und mir auch vom Umfeld signalisiert wurde, dass ich da auch mal in eine professionelle Richtung gehen könnte. Dann ist mir das so lange im Kopf geblieben, bis ich irgendwann gesagt habe, ja, das könnte was für mich sein.
Unser Interview mit dem letztjährigen Gewinner des Jazzförderpreises:
Wie war für dich als Musikerin die Zeit im Lockdown?
Letztes Jahr war die Aufnahmeprüfung für die Schule, deshalb habe ich die Zeit genutzt, mich weiterzubilden, mich auf die Prüfung vorzubereiten und eben auch mehr über Musiktheorie zu lernen. Ich glaube, dass ich in der Zeit auch gewachsen bin. Auf der anderen Seite hat es mir total gefehlt, vor Publikum zu singen und Liveauftritte zu haben.
Wo warst du gerade, als du erfahren hast, dass du den Preis gewonnen hast?
Da bin ich gerade im Zug gesessen, auf dem Weg nach Hause. Ich war eigentlich total müde und dann kam der Anruf, dass ich den Jazzförderpreis 2021 gewonnen habe. An dem Tag habe ich es noch überhaupt nicht realisiert, es war für mich total surreal. Es hat echt ein paar Tage gedauert, bis ich glauben konnte, dass ich den Preis bekommen habe.
Was planst du für das Eröffnungskonzert am 30. Oktober im Kulturzentrum neun?
Es wird ein bunter Mix aus den ganzen Stilen, die ich singe. Außerdem habe ich vor, ein oder zwei eigene Songs mit ins Repertoire aufzunehmen. Mit dem Konzert werden dann die Ingolstädter Jazztage 2021 eröffnet.
Was bedeutet der Preis für dich?
Es ist für mich natürlich eine super Möglichkeit meine Ausbildung weiterzumachen, nicht nur finanziell, sondern auch als weiteren Schritt nach vorne. Durch die Anerkennung zeigt sich auch, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe.
Birgit, vielen Dank für das Interview.

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