Hofmann auf dem Weg zum Bürgermeister?

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Hofmann auf dem Weg zum Bürgermeister?

Christopher Hofmann neben Parteikollegin Hazal Tolu | Foto: Birkl

SPD und Grüne machen allem Anschein nach den Weg frei für Christopher Hofmann (CSU) als zweiten Bürgermeister. Wie espresso aus parteiinternen Kreisen erfuhr, schmieden CSU, SPD und Grüne aktuell an der nötigen Mehrheit; Überzeugungsarbeit wird geleistet. Vor wenigen Wochen sprachen SPD und Grüne dem CSU-Kandidaten Hofmann noch die fachliche Reife für das Bürgermeisteramt ab und warfen ihm mangelnde Erfahrung vor.

Dass die vorzeitige Ablehnung von Christopher Hofmann für das Amt rein an dessen mangelnder politischer Erfahrung lag, wie es kürzlich mehrere Ingolstädter Parteivertreter gegenüber dem Donaukurier erklärten, dürfte nur die halbe Wahrheit gewesen sein. Für den Oberstleutnant wurde es unangenehm, nachdem Sprachnachrichten seines CSU-Parteikollegen Florian Wäckerle öffentlich wurden, in denen dieser über den Fall der Brandmauer phantasierte. „Die Brandmauer muss eingerissen werden“, zitiert die Süddeutsche Zeitung aus einer Sprachnachricht von Wäckerle. Und: „Huber und Hofmann müssen rein (in den Stadtrat, Anm. d. Red.), die müssen anschieben, und dann kann die AfD mitstimmen. Und dann wird’s durchgewunken.“

Dass Hofmann hier namentlich erwähnt wurde, dürfte ein wesentlicher Punkt gewesen sein, warum SPD und Grüne (neben Linke, ÖDP, FDP und UWG) Hofmann ihre Stimmen (vorerst) verwehrten. Zweifel – sowohl an Hofmanns fachlicher Eignung als auch an dessen Einstellung zur Brandmauer – haben Teile der SPD und der Grünen mittlerweile über Bord geworfen. Wie espresso erfährt, will die CSU die Vorwürfe geprüft und nichts Belastbares gefunden haben. Parteivertreter:innen von SPD und Grünen reicht das. An der Basis sieht man das kritischer.

Christopher Hofmann erklärte wiederholt gegenüber dem Donaukurier, er werde sich nicht mit Stimmen der AfD zum zweiten Bürgermeister wählen lassen – wohlgemerkt nach den veröffentlichten Recherchen des DK und der SZ. Auf die Stimmen der AfD ist er nun allem Anschein nach ohnehin nicht mehr angewiesen. Diesen Job übernehmen wohl SPD und Grüne. Bei der SPD gibt man sich noch – in Teilen – nach außen hin zögerlich. Ob man die Gespräche zu Hofmanns Bürgermeisterambitionen in der SPD weiterführe, wolle man in Kürze entscheiden. Eine wirkliche Ablehnung des Kandidaten war nicht herauszuhören.

Eine endgültige Entscheidung, ob SPD und Grüne Hofmann ihre Stimmen geben werden, ist noch nicht gefallen. In der kommenden Woche soll sich Christopher Hofmann persönlich bei den Mitgliedern der Grünen vorstellen. Danach könnte es schnell gehen.

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