Für immer auf Wolke 7?

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Für immer auf Wolke 7?

Text: Sabine Kaczynski | Foto: Adobe Stock / Zamurovic Brothers

Wenn sich zwei Menschen das Ja-Wort geben, ist das die Krönung ihrer Liebe. Schmetterlinge im Bauch, der schönste Tag des Lebens, ein Bund, der ein ganzes Leben lang hält – welches Hochzeitspaar wünscht sich das nicht am Tag der Eheschließung? Doch wie schafft man es, dass dieses Glück, diese tiefe Verbundenheit tatsächlich anhält – und sogar Krisen übersteht? Wir haben sechs Ehepaare nach ihrem ganz persönlichen Geheimnis gefragt.

Mirko Höfflin, Eishockeyprofi beim ERC Ingolstadt, seit zweieinhalb Jahren mit Laura verheiratet:

Wir sprechen alles stets offen an und versuchen immer wieder, zusammen neue Dinge zu entdecken. Ob das nun den Urlaub, das gemeinsame Kochen oder auch nur Filme oder Serien betrifft. Außerdem bemühen wir uns, dem anderen Partner genug Freiraum zu lassen. Und wir nehmen uns gegenseitig einfach so, wie wir sind.

Elke und Franz Mayr, Geschäftsführer des Modehauses Xaver Mayr, verheiratet seit 23 Jahren

Ein ganz wichtiges Wort in einer glücklichen Beziehung ist das Wort „DANKE“. Im Laufe der Zeit wird vieles zur Selbstverständlichkeit - und dieses kleine Wort zeigt die Wertschätzung dem Partner gegenüber, dem man zudem immer auf Augenhöhe begegnen sollte. Sicherlich gibt es Höhen und Tiefen in jeder Partnerschaft, doch wenn man die obigen Punkte ein bisschen beherzigt, klappt das!

Pascal Testroet, Fußballprofi beim FC Ingolstadt 04, seit 7 Jahren mit Michelle verheiratet (ihren Namen hat er sogar auf seinem Körper tätowiert!)

Wir beide mögen uns einfach wahnsinnig gerne und verbringen sehr gerne Zeit miteinander. Das war schon vor 14 Jahren so, als wir uns kennengelernt haben - und es ist auch heute noch so. Wir hören uns immer gegenseitig zu und unterstützen uns. Meine Eltern, die schon seit so vielen Jahren miteinander verheiratet sind, sind für uns dabei das beste Vorbild. Ganz fundamental ist, dass man zusammenhält – nicht umsonst schwört man sich genau das vor dem Altar „in guten und in schlechten Zeiten“. Denn gerade die schlechten Zeiten prägen. Egal ob ich verletzt bin, einmal nicht zum Einsatz komme oder wir gemeinsame Veränderungen wie Umzüge meistern müssen – das Wichtigste ist, dass man in diesen Situationen zusammenhält und über alles sprechen kann.

Stefan Huber, Kreisvorsitzender der CSU Ingolstadt, seit 17 Jahren mit Ilona verheiratet

Wir sind von Anfang an immer aufmerksam gewesen und geblieben, sprechen offen und immer miteinander und suchen nicht das sprichwörtliche „Haar“ in der Suppe. Abends gehen wir immer mit einem Kuss ins Bett und stehen auch mit einem Kuss auf. Wir lachen zusammen - und gerne auch übereinander. Natürlich gibt es kein generelles Erfolgsrezept – aber wir sind stolz und dankbar, bereits 17 tolle Jahre zusammen verbracht zu haben. Und es wird keinen Tag langweilig in unserer Familie!

Michael Fein, Richter, Künstler und Buchautor, seit 25 Jahren mit Petra verheiratet

In unserer Beziehung geht es um Liebe und nicht um Macht. Wir gehen achtsam miteinander um, unterstützen uns gegenseitig und lassen uns sein, wie wir sind - ohne uns gegenseitig ändern oder erziehen zu wollen. Bei einer Meinungsverschiedenheit geht es nur um diese bestimmte Sache, ohne andere ausgesprochene und unausgesprochene Vorwürfe mit einzubeziehen. Dadurch fällt es uns leicht, Kompromisse einzugehen oder nachzugeben. Wir suchen uns Dinge, die uns gemeinsam Freude bereiten und unternehmen viel miteinander.

ZUM ABSCHLUSS

… haben Meggy Utzt, Sängerin der Ingolstädter Band „Kapuze“, und ihr Mann Andi 5 Tipps, wie eine gute Ehe gelingen kann. Die beiden sind seit 10 Jahren verheiratet.

1. Eine Heirat bedeutet keinen Kappentausch

2. In Krisenzeiten werden KEINE großen Entscheidungen getroffen

3. Vor allem Kinder bringen einen an die eigenen Grenzen – an die guten, aber auch an die schlechten

4. Errare humanum est (= E.H.E.). Nobody´s perfect. 😉

5. Die „Liebe ist…“-Sprüche sammeln und aufhängen. Im Trubel des Alltags gehen diese Erkenntnisse als Erstes verloren

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Was wollen wir uns leisten?

Die Stimme bricht, die Tränen steigen ihr in die Augen. Beate Diao steht an einem Freitagabend verloren auf der Bühne in der Harderbastei und blickt in die Menge. In diesen Tagen feiert sie mit ihrer Kunst- und Kulturbastei 20-jähriges Jubiläum. Eigentlich ein Grund zu strahlen, doch die Sparmaßnahmen der Stadt könnten das Aus für den Verein bedeuten. Was für Kinder und Jugendliche dadurch verloren ginge, wird an diesem Tag so sichtbar wie selten.

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