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3 Brüder, 1 Startup
Interview
Andreas Neumair aus Scheyern gründete mit seinen beiden Brüdern das Startup Cloud Item. Kürzlich durften sich die Jungunternehmer über den begehrten Ingolstädter Gründerpreis freuen.
Herr Neumair, stellen Sie Ihr Startup bitte kurz vor.
Jeder spricht von der Notwendigkeit zur Digitalisierung. Viele scheuen aber den damit verbundenen Aufwand. Wir erleichtern mit unseren Produkten diesen Einstieg. Wir bieten einen Baukasten, der alles beinhaltet, um physische Erzeugnisse, Werkzeuge oder Maschinen in die eigenen digitalen Prozesse zu integrieren. Dazu erstellen wir zu jedem Produkt einen digitalen Zwilling, der praktisch und für jeden nutzbar ist.
Diesem Thema hat sich die Cloud Item ganz und gar verschrieben. Wir haben unseren Sitz in Scheyern bei Pfaffenhofen. Neben den 3 Gründern arbeiten noch weitere Mitarbeiter in unserem Startup.
Eines Ihrer Produkte ist das „Digitale Typenschild“. Was kann man sich darunter vorstellen?
Jeder kennt die Typenschilder, die auf Maschinen und Geräten angebracht sind. Diese kleinen Blechschilder werden jetzt digital. So auch eine Forderung seitens der EU-Kommission und verschiedener industrieller Verbände. Cloud Item hat dafür eine sehr flexible Lösung entwickelt, die für alle Unternehmer schnell einsetzbar und kosteneffizient ist. Man kann mit diesem digitalen Typenschild nicht nur sehen, wer der Hersteller der Maschine und welches die Inventarnummer ist, sondern man kann alle relevanten Dokumente von der Rechnung über die Lieferscheine bis zur Bedienungsanleitung an das digitale Typenschild knüpfen. Über diesen Weg können die Hersteller direkt Kontakt zum Kunden aufnehmen und ihn z.B. mit einer Fernwartung unterstützen, wenn das Gerät ein Problem hat.
Welche Vorteile hat es gegenüber einem herkömmlichen Typenschild?
Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, wie einfach es das Bedienpersonal an einer Maschine mit unserer Lösung hat, wenn dort ein Fehler auftritt: Man hält ein Smartphone auf das digitale Typenschild und wird zielgenau auf den „digitalen Zwilling“ der Maschine geleitet, die vor einem steht. Nun kann man als Beispiel den Anweisungen auf dem Display folgen, um ein Fehlerprotokoll an das Wartungsteam zu senden. Keine zeitraubende Suche in irgendwelchen Ordnern, keine Fehler, weil nicht die richtige Maschine gemeldet wurde.
An welche Branchen richtet sich das Angebot von Cloud Item?
Unsere Produkte sind so flexibel einsetzbar, dass wir den klassischen Handwerker genauso zu unseren Kunden zählen, wie das Logistikunternehmen, das Systemhaus oder den Produktionsbetrieb. Aber es ist richtig, dass wir hauptsächlich die Probleme kleinerer und größerer mittelständischer Unternehmen lösen wollen. Der Markt ist hier riesig, daher setzen wir stark auf Partner wie IT- oder Beratungsunternehmen und Agenturen, welche die Cloud Item Technik nutzen können, um die Probleme ihrer Kunden zu lösen.
Die Corona-Krise ist für viele Branchen eine echte Herausforderung. Für Ihr Startup im Speziellen: Ist Corona mehr Chance oder Risiko?
Sie haben recht, Corona war und ist für uns eine Herausforderung. Viele Vertriebsprojekte gerieten bei uns über das Jahr 2020 kurzzeitig ins Stocken. Die Kunden fragten aber im Laufe des Jahres mehr und mehr unsere Digitalisierungslösungen nach. Die Erkenntnis ist bei ihnen gereift, dass man die unternehmerische Zukunft nur mit konsequent umgesetzten Digitalisierungsstrategien meistern kann. Somit sehen wir die Corona-Krise für uns als echte Chance.
Jeder steht irgendwann mal vor der Entscheidung: Will ich Unternehmer oder Angestellter sein? Was gab für Sie den Ausschlag für die Entscheidung, ein Startup zu gründen?
Früher war auch ich als Angestellter tätig, als Techniker und Programmierer, Projektleiter und später dann als Führungskraft. Dabei habe ich immer wieder die gleichen Probleme gesehen: Computerprogramme funktionieren selten so wie Menschen denken. Menschen denken nämlich nicht in Excel-Listen oder Eingabemasken am Bildschirm. Menschen denken viel praktischer. Sie denken über Dinge – also Gegenstände – nach und was man damit tun kann. Nachdem inzwischen aber fast alle Informationen im Internet sind, braucht man komplizierte Programme oder Google, um die richtigen Informationen zu finden. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mit dem Problem nicht allein bin, es gibt sogar Studien, die herausgefunden haben, dass wir 30% unserer Arbeitszeit nur mit Suchen verbringen. Irgendwann hat mich die Sucherei so genervt, dass ich etwas unternehmen wollte. Und so habe ich dann zusammen mit meinen beiden Brüdern ein Startup gegründet und ein Patent angemeldet, um genau dieses Problem zu lösen.

Fotogalerie: CSD Ingolstadt 2026
Unter dem Motto „Kein Schritt zurück“ ging heute der Christopher Street Day in Ingolstadt über die Bühne. espresso begleitete die bunte Parade durch die Innenstadt mit der Kamera.

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Bunter Sommermarkt auf dem Paradeplatz
Am 5. September lädt das Tagtraum mit Unterstützung von IN-City von 11 – 17 Uhr zum „End of Summer Market“ auf den Paradeplatz in Ingolstadt ein. Mehr als 30 Marktstände mit Second-Hand-Schätzen und handgemachten Produkten abgerundet von Musik, Food und Drinks sowie Tattoos und Mitmach-Angeboten für Kinder machen den Platz zum Treffpunkt der Stadt und sorgen für einen abwechslungsreichen Spätsommertag mitten in der Innenstadt.

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Manuela Müller ist in der Region keine Unbekannte. Als Moderatorin für tv.ingolstadt setzt sie gern auf eine Prise Humor. Sie liebt Feste wie den Barthelmarkt und das Griesmüller Bier. Diese Leichtigkeit ist allerdings nur ein Teil ihres Lebens. Als Vollwaise mit Heimvergangenheit kämpft sie auch heute noch in manchen Stunden gegen die Einsamkeit. Wir haben sie Zuhause besucht.