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Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt
Dr. Sebastian Knott, Fachanwalt für Verkehrs- und Arbeitsrecht, mit einem Rechtstipp für espresso Leser*innen.
Der Gesetzgeber hasst Unehrlichkeit. Wer falsche Angaben bei der Steuer macht, bekommt seinen Zorn ebenso zu spüren, wie der Meineidige, der Verleumder oder der Betrüger. Kommt zur Unehrlichkeit auch noch Feigheit hinzu, zeigen die Gerichte gerne Härte. Paradefall: Die Unfallflucht, § 142 StGB. Wer einen Unfall bemerkt, an dem er/sie beteiligt ist und nicht unerheblicher Sachschaden (also über 50 € – daher: eigentlich immer) entstand und nicht stehenbleibt, um seine Identität preiszugeben, begeht Fahrerflucht. Letzte Rettung ist eine sofortige Meldung bei der Polizei, und zwar bevor der Geschädigte sich gemeldet hat. Ansonsten: Mindestens ein halbes Jahr keinen Führerschein und nicht unter 50-60 Tagessätze Strafe. Gerne auch mehr.
Besonders schwerwiegend: Unfallflucht unter Alkoholeinfluss. Der Unfall stellt nämlich eine sogenannte „Zäsur“, das heißt einen neuen Tatabschnitt dar. Wer vorher noch eine fahrlässige Trunkenheitsfahrt beging, muss ab dem bemerkten Unfall wissen, dass er nicht mehr fahrtüchtig ist und fährt ab da vorsätzlich betrunken. Summasummarum nicht unter 100 Tagessätze und 18 Monaten Führerscheinsperre.
Wenn Ihnen derartiges widerfahren ist, empfehle ich dringend, Schlimmeres durch die Beauftragung eines (Fach-)Anwaltes zu verhindern.

Dr. Sebastian Knott

Zwischen Romantik & Realismus
Steffen Kopetzky begab sich auf die Spuren von Heinrich Heine und erzählt darüber in seinem neuen Buch „Die Harzreise. Eine Deutschlanderkundung“.

Volksfest Ingolstadt startet am Freitag
Von Freitag, 22. Mai, bis Sonntag, 31. Mai, öffnen sich die Pforten des Pfingstvolksfestes, das heuer bereits zum 80. Mal stattfindet. Den Beginn läuten um 17.30 Uhr die „Schanzer Musikanten“ mit einem Standkonzert vor dem Herrnbräu-Festzelt der Familie Lanzl ein. Dort wird Oberbürgermeister Dr. Michael Kern um 18 Uhr das Pfingstvolksfest mit dem traditionellen Fassanstich offiziell eröffnen.

Zweite Blüte
An Paul Melia kommt man in Ingolstadt eigentlich nicht vorbei. Vielleicht kennt nicht jeder sein Gesicht, wohl aber seine Handschrift. Als Landschaftsarchitekt bei der GWG Ingolstadt ebnet Melia seit Jahren Wege für andere. Ziemlich buchstäblich. Er entscheidet, wo Menschen laufen, wie Kinder spielen und wie sie fallen.

Von der ehelichen Pflicht und zeitlosen Sehnsucht des Menschen
Ich erinnere mich noch ein wenig an meine Urgroßmutter. Jahrgang 1899. Zwei Weltkriege hat sie erlebt – die Mondlandung hielt sie für ausgemachten Unsinn. Wenn eines von uns Kindern nackt durchs Haus flitzte, kam zuverlässig der Kommentar: „Sei ned so unkeusch!“ Ich war vier, als sie starb. Es war eine andere Zeit, die sie prägte.

Was wollen wir uns leisten?
Die Stimme bricht, die Tränen steigen ihr in die Augen. Beate Diao steht an einem Freitagabend verloren auf der Bühne in der Harderbastei und blickt in die Menge. In diesen Tagen feiert sie mit ihrer Kunst- und Kulturbastei 20-jähriges Jubiläum. Eigentlich ein Grund zu strahlen, doch die Sparmaßnahmen der Stadt könnten das Aus für den Verein bedeuten. Was für Kinder und Jugendliche dadurch verloren ginge, wird an diesem Tag so sichtbar wie selten.

Keine Überraschung: De Lapuente wird 3. Bürgermeister
Ein weiterer Meilenstein der Absprachen zwischen CSU, SPD und Grünen für die neue Wahlperiode ging heute reibungslos über die Bühne. Christian De Lapuente wurde zum Dritten Bürgermeister der Stadt Ingolstadt gewählt.