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Lernen, leiden, leben
espresso nimmt Sie mit zur neuen kostümierten Erlebnisführung „Vive universitas“. Im Mittelpunkt: Die Hohe Schule.
„Silencium!“, schallt es laut durch den kleinen Freskenraum der Hohen Schule – und mit einem Schlag verstummt die bis dahin laut brummende Masse. Es ist nicht zu leugnen: man fühlt sich sofort in die eigene Schulzeit zurückversetzt als der autoritäre Lehrer das Klassenzimmer betrat. Und allzu weit ist diese Assoziation auch nicht entfernt. Denn hier betritt nicht irgendwer den Raum: es ist Dr. Wilhelm Kyrmann. Seinerzeit Vizerektor der Hohen Schule. In strengem Ton spricht er über den Sittenverfall unter den Studenten – und stellt dabei gleich noch so etwas wie die erste Studienordnung Bayerns vor.
Verboten war den Studenten somit u.a. das Singen unanständiger Lieder auf den Straßen (erinnert ein bisschen an die aktuelle Layla-Diskussion, oder?) und das Würfelspiel in Kneipen.
Der eindringliche Vortrag des Vizerektors ist der Auftakt einer 1,5-stündigen kostümierten Stadtführung, in der die Hohe Schule anlässlich ihres Jubiläumsjahres im Fokus steht. Bei hochsommerlichen Temperaturen treffen wir auf unserem weiteren Weg durch die Stadt auf eine Bursenköchin, wobei eine Burse nichts anderes als ein Studentenwohnheim ist. Auch sie beklagt das Fehlen von „Zucht & Ordnung“ unter den Studenten. Aber ganz leicht hatten diese es schließlich ebenfalls nicht: die erste Vorlesung begann bereits um 6 Uhr morgens. Ein Graus!
Die Köchin führt uns schließlich zu einer fahrenden Komödiantin, die uns ihr Leid klagt. So wirklich einträglich war dieses Geschäft oftmals nicht und dass die eigenen Stücke von der Obrigkeit immer wieder als „gottlos“ gebrandmarkt wurden, machte es nicht einfacher. Im Anschluss treffen wir im Anatomiegarten auf eine echte Koryphäe: Johann Adam Morasch. Diesem Mann, der sein Leben dem Kampf gegen Unwissenheit, Krankheit und Tod widmete, ist es zu verdanken, dass Ingolstadt eine wundervolle Anatomie und den Botanischen Garten sein eigen nennen darf. Dementsprechend selbstbewusst trat er bei der Führung auch auf. Die Einweihung erlebte Morasch allerdings nicht mehr – er starb 1 Jahr zuvor.
Ganz zu Ende lernen wir noch Prof. Ickstatt kennen – in Ingolstadt durch die gleichnamige Realschule bestens bekannt. Wie schon Morasch sieht auch er sich als Reformer seiner Zeit. Die „Zirkelmethode“, die nichts anderes bedeutete, als dass Professoren einen Studenten nach dem anderen aufriefen, um sie Gelerntes aufsagen zu lassen, schaffte er kurzerhand ab. Das erhöhte den Arbeitsaufwand der Professoren sicher enorm… Mit vielen neuen Eindrücken zur Hohen Schule lauschen wir zum Abschluss den Stadtführer*innen bei einer germeinsamen Gesangseinlage. Es lebe die Universität!
Vive Universitas | Haben Sie sich schon einmal die Hörner abgestoßen, wollten eine sturmfreie Bude haben oder zu den Erleuchteten gehören? Dann dürfen Sie sich diese Führung auf keinen Fall entgehen lassen! Außergewöhnliche Persönlichkeiten der Hohen Schule nehmen Sie mit auf eine erlebnisreiche Zeitreise durch die Jahrhunderte des Ingolstädter Universitätslebens. Unterhaltsam und informativ erzählen kostümierte Gästeführer/-innen von humorvollen, tragischen und geheimnisvollen Begebenheiten, die sich rund um die Hohe Schule abgespielt haben.
- Termine: 17.09. / 09.10.2022
- Dauer: ca. 1,5 Stunden
- Preis: 12 € (keine Ermäßigung)
- Kinder bis 12 Jahre frei
Tickets | Tourist Information am Rathausplatz, Moritzstraße 19, Tel.: +49 841 305-3030, E-Mail: info@ingolstadt-tourismus.de oder ticket-regional.de

Fotogalerie: Festumzug zum Ingolstädter Herbstfest
Etwa 1.200 Menschen aus rund 40 Gruppen und Vereinen machten den traditionellen Festumzug des Ingoltädter Herbstfests heuer wieder zu etwas ganz besonderem. espresso begleitete den heutigen Marsch vom Klenzepark bis ins Festzelt am Volksfestplatz mit der Kamera.

FCI wirft Trainerin Wittmann raus
Der FC Ingolstadt 04 hat sich dazu entschieden, Cheftrainerin Sabrina Wittmann von ihren Aufgaben zu entbinden. Diese Entscheidung habe man ihr am Donnerstag in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, verkündet der Drittligist.

Das ist auf dem Ingolstädter Herbstvolksfest geboten
Von Freitag, 25. September, bis Sonntag, 4. Oktober, öffnen sich die Pforten des Herbstvolksfestes. Den Beginn läuten um 17.30 Uhr die Böhmfelder Bergbläser mit einem Standkonzert vor dem Herrnbräu-Festzelt der Familie Lanzl ein. Dort wird Oberbürgermeister Dr. Michael Kern um 18 Uhr das Pfingstvolksfest mit dem traditionellen Fassanstich offiziell eröffnen.

Fotogalerie: Volksfestausklang in Eichstätt
Wer erinnert sich noch an den Geschmack der Kindheit? Schlumpfblaue Nostalgie lag in der Luft – vom Himmel über das Kettenkarussell. Insgesamt war es in Eichstätt wohl eine der schlumpfblausten Wochen des Jahres überhaupt. Der traditionelle Festumzug bildete den Abschluss. espresso war mit der Kamera dabei.

Impressionen vom Pfaffenhofener Volksfestumzug
Das Pfaffenhofener Volksfest 2026 findet noch bis zum 15. September 2026 statt. Drei Festzelte, ein vielfältiges kulinarisches Angebot mit regionalen Spezialitäten sowie moderne und nostalgische Fahrgeschäfte sorgen gemeinsam mit zahlreichen Schaustellerbetrieben für Unterhaltung und Festspaß.

» Ich wollte keine Eintagsfliege mehr sein «
Für die einen ist Selbstliebe ein Cocktail mit zuckersüßem Lavendelblütensirup, für manch andere eine neue Handtasche von Moschino im Klopapier-Style – für schlappe 1.050 Euro. Aus vermeintlicher Selbstliebe machen wir die seltsamsten Dinge. Das weiß auch die Beauty- und Fashionindustrie. Model und Event-Managerin Kathy Resch aus Regensburg ist eine, die nicht jeden Trend mitmacht, sondern die Dinge kritisch hinterfragt.