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Das bessere Netflix?

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Das bessere Netflix?

Stadtbücherei geht Kooperation mit Streamingportal ein

espresso-Redakteur Sebastian hat noch nie ein Netflix-Abo abgeschlossen. Hier erklärt er, warum er das auch künftig nicht braucht.

Nein, ich habe nichts gegen Netflix – und ganz ohne einen Serien-Dealer komme auch ich nicht aus. Nur fiel meine Wahl vor vielen Jahren auf Sky (in erster Linie der Bundesliga wegen) und für zwei Abos bin ich einfach viel zu geizig.

Aber genug von mir. Zuerst ein bisschen Hintergrundwissen: einmal die Woche, in der Regel dienstags, hält die Stadt eine Pressekonferenz ab und stellt im Anschluss einen Schwung neuer Pressemitteilungen in den Pressepool, auf den Medienvertreter*innen Zugriff haben. Der Unterhaltungswert der Pressemitteilungen variiert stark, aber diese Woche gab es eine Meldung, die Film- und Serienfans freuen dürfte.

Mein Freund, der Film

Die Stadtbücherei Ingolstadt ging nämlich eine Kooperation mit dem Streamingportal Filmfriend ein. Fast 4.000 Spiel- und Dokumentarfilme, Serienfolgen und Kurzfilme stehen den Ingolstädter*innen, die einen Büchereiausweis haben, ab sofort zur Verfügung. Das Beste: Man wird für die Nutzung des Streamingportals nicht zusätzlich zur Kasse gebeten: „Bei Erwachsenen ist das Streamen über filmfriend in der jeweiligen Ausleihgebühr enthalten.“ Heißt: 30 Euro Jahresgebühr muss man als Erwachsener für die Stadtbücherei bezahlen, „Filmfriend“ kann man damit ebenfalls nutzen (Jahresgebühr Netflix im günstigsten Abo: 60 Euro). Für Kinder und Jugendliche ist das Angebot komplett kostenlos.

Was läuft?

Gut eine Stunde habe ich heute damit verbracht, mich durch das Filmfriend-Angebot zu klicken (nein, der Redaktionsalltag erlaubt nicht immer solch ausgiebige…mh.. „Recherchen“). Was soll ich sagen? Es trifft genau meinen Geschmack. Viel „Arthouse“, also Filme, die oft abseits der großen Studios entstehen und mehr auf Kunst als Kommerz setzen. Viele Filme, die auf den Filmfestspielen von Cannes prämiert wurden. Komödien, Dramen, Dokus (davon einige über die Ukraine)… auch Kinder- und Jugendfilme sind dabei. Keine Angst, man trifft auch auf bekannte Schauspieler*innen: etwa Kate Winslet in The Dressmaker, Jennifer Lawrence in Winter’s Bone oder Robert Pattinson in Good Time.

Kleiner Kritikpunkt: Die Filme sind in sehr viele verschiedene Kategorien einsortiert, sodass man anfangs ein bisschen den Überblick verliert. Man findet dennoch schnell viele Perlen, die es Wert sind, gesehen zu werden. „Jeden Monat werden ca. 30 neue Filme und Serien auf der Plattform eingestellt, ausgewählt mit Sachverstand und Leidenschaft, engagiert redaktionell betreut“, heißt es zudem in der Pressemitteilung und man merkt am Angebot durchaus, dass da jemand mit Sachverstand an der Auswahl beteiligt ist.

Meine Perlen

Ein paar persönliche Favoriten habe ich bereits gefunden. Das wäre einmal Victoria mit (dem von mir sehr geschätzten) Frederick Lau. Der Film hat schon einige Jahre auf dem Buckel, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich 2015 den Trailer dazu gesehen habe und mir dachte: den schaust du dir an. Nur kam er mit seitdem nie wieder unter die Augen. Eigentlich komisch, denn der Film erhielt u.a. den Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Bester Spielfilm“. Umso schöner, dass ich das nun endlich nachholen kann.

Ein zweiter Film, der meine Aufmerksamkeit erregt hat: Gegen den Strom. „Halla ist 50 und eine unabhängige Frau. Doch hinter der Fassade einer gemächlichen Routine führt sie ein Doppelleben als leidenschaftliche Umweltaktivistin. Bekannt unter dem Decknamen ‚Die Bergfrau‘, bekämpft sie heimlich in einem Ein-Frau-Krieg die nationale Aluminiumindustrie“, heißt es dazu in der Filmbeschreibung bei Filmfriend. Das klingt doch vielversprechend.

Zu guter Letzt: Under the Wire. Dazu muss man wissen: Ich habe ein kleines Faible für Kriegsreportagen/-fotografie (falls Sie sich für das Thema interessieren und ein Sky-Abo haben, kann ich Ihnen die Doku „Augenzeugen“ empfehlen). Diese Doku mit tragischem Ausgang über die vielfach ausgezeichnete Kriegskorrespondentin Marie Colvin werde ich mir daher auf jeden Fall ansehen. 2012 reiste sie gemeinsam mit dem britischen Fotografen Paul Conroy in das vom Krieg verwüstete Syrien: „Sie wollten der Welt zeigen, unter welchem Leid die Zivilisten im belagerten Homs leben, im Dauerbeschuss durch die syrische Armee. Doch nur Paul Conroy kehrte lebend zurück.“

Überzeugen Sie sich hier selbst vom Filmfriend-Angebot.

Anmeldung & Apps

Die Anmeldung bei Filmfriend erfolgt einfach von zu Hause, in der Bahn oder im Café, und zwar mit Ausweisnummer und Passwort über die Homepage der Stadtbücherei Ingolstadt, über den Onlinekatalog der Bücherei https://sb-ingolstadt.lmscloud.net/ oder direkt unter www.filmfriend.de.

Alle Filme können auf TV-Geräten komfortabel mit einer App für Android TV, Fire TV und Apple TV oder via ChromeCast gestreamt werden. Alternativ ist die Nutzung auf PC / Mac, Tablet oder Smartphone über den Internetbrowser möglich. Auch eine App für Apple iOS- und Android-Mobilgeräte steht zur Verfügung, die Downloads und eine Offline-Nutzung für unterwegs ermöglicht.

Das neue zusätzliche Angebot wird durch das Kulturengagement der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt ermöglicht.

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