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Eine Woche als Veganer: So gelingt der vegane Wocheneinkauf
Wie groß ist die Umstellung vom Vegetarier- zum Veganerdasein? Unser Redakteur macht den Selbstversuch. Eine Woche ganz ohne tierische Lebensmittel. Heute: ein veganer Wocheneinkauf und ein Besuch bei Burgerheart.
Bisher bin ich mit den Lebensmitteln, die ich noch daheim hatte, gut durch die vegane Woche gekommen. Resteverwertung im großen Stil. Heute aber möchte ich bewusst vegan einkaufen gehen. Ich suche mir fünf vegane Rezepte aus dem Internet, die ich über die Woche verteilt ausprobieren möchte, und mache ich auf den Weg zum Supermarkt.
Auch wenn noch viel mehr getan werden müsste, das Angebot für VeganerInnen kann sich in Supermärkten wie Kauland, Edeka oder Rewe schon sehen lassen. Leider sind die Produkte teilweise recht versteckt. Zwischen Gewürzen und Fertigsoßen finde ich zwei Regale, die sich ausschließlich der veganen Ernährung verschrieben haben. Hier gibt es Naschkram wie Gummibärchen, Schokoriegel und Kekse, aber auch süße und herzhafte Brotaufstriche, Mayonnaise, Suppen, Soßen und vieles mehr. Alles vegan selbstverständlich. Die Preise sind meines Erachtens nach fair, für einen Schoko-Brotaufstrich zahle ich knapp vier Euro.
Während meiner Zeit als Vegetarier habe ich schon öfter einmal ins Kühlregal mit Fleischersatz-Produkten gegriffen. Chicken Wings, Schnitzel, Salami, sogar Cordon Bleu und Burgerpatties findet man dort mittlerweile. Der Geschmack ist oft erstaunlich nah am Original, am besten einfach mal ausprobieren. Für meine Rezepte brauche ich vegane Bratwürste und veganes Hack. Beides finde ich im Supermarkt.
Beachtlich ist das Angebot an veganen Milch- und Joghurt-Alternativen. Ob Cashew-, Mandel-, Soja oder Hafermilch, gesüßt oder ungesüßt, es ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Zwei Dinge habe ich im Supermarkt leider nicht als vegane Alternative gefunden: Schokomüsli und Crème fraîche. Ich versuche mein Glück beim basic Biosupermarkt, den ich noch von meiner Plastikfrei-Challenge positiv in Erinnerung behalten habe. Das Schokomüsli finde ich sofort, eine vegane Crème fraîche gibt es dort aber leider auch nicht. Nachdem ich kurz Google befragt habe, entscheide ich mich dazu, selbst eine Crème fraîche herzustellen, angelich ist das ganz leicht möglich, alles was man braucht, sind Cashewnüsse und Cashew- oder Sojamilch. Das Rezept findet ihr am Ende des Artikels.
Vegane Burger bei Burgerheart
Sich so lange mit Essen zu beschäftigen macht hungrig. Über die App „happy cow“ (mehr dazu in meinem letzten Artikel) suche ich nach einem Restaurant in der Nähe und werde fündig. Burgerheart am Westpark hat einen veganen Burger im Angebot.
Burgerheart ist eine Kette, das Restaurant in Ingolstadt hat im letzten Jahr Eröffnung gefeiert. Die Gericht auf der Karte sind als vegetarisch bzw. vegan gekennzeichnet, wodurch man als VeganerIn nicht lange suchen muss. Auf Nachfrage erfahre ich, dass alle Burger auf Wunsch auch vegetarisch oder vegan zubereitet werden können. Ich entscheide mich für die regulär-vegane Variante mit einem Patty aus Grünkohl und Hanf, Süßkartoffelchips und einer veganen Tomaten-Mayo. Dazu gibt es einen großen Berg Süßkartoffelpommes und einen Wassermelonen-Eistee. Geschmacklich war das Ganze top, sowohl der Burger als auch die sehr krossen Pommes und der erfrischende Eistee.
Mittagsmenü auch To Go möglich
Wer nicht ganz so viel Zeit für eine ausgiebige Mittagspause hat, kann den Burger auch einfach mitnehmen. Bei allen To-Go-Menüs verzichtet das Burgerheart weitestgehend auf Plastik und setzt stattdessen auf nachhaltigere Papierkartons. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema bei Burgerheart. Zu den Getränken gibt es beispielsweise keine Strohhalme aus Plastik, sondern aus Glas. Ebenso versucht das Burgerheart, sich in anderen Bereichen für soziale Projekte zu engagieren und unterstützt in Kooperation mit der Welthungerhilfe und der Kindernothilfe Menschen in Not. Pro verkauftem Burger wird durch die Initiative „Beyondheart“ ein Notleidender mit einer Mahlzeit versorgt.
Crème fraîche ganz einfach selber machen
Zum Abschluss möchte ich mit euch das Rezept teilen, mit dem ich meine Crème fraîche selber zurbereiten werde. Das Rezept stammt von der Seite smarticular.net , wo man viele Tipps zum Thema Nachhaltigkeit findet.
Zutaten:
- 200 g Cashewkerne
- 180 ml Cashewmilch oder Sojamilch
- Saft einer halben Zitrone (Wer einen säuerlicheren Geschmack bevorzugt, presst einfach die ganze Zitrone aus. Dann etwas weniger Cashewmilch verwenden.)
- 1 Prise Salz leere Schraubgläser zur Aufbewahrung
So geht’s:
1. Cashewkerne für mehrere Stunden einweichen, am besten über Nacht. Einweichwasser am nächsten Tag wegschütten und die Kerne mit frischem Wasser abspülen.
2. Cashewkerne, Cashewmilch, Zitronensaft und Salz in einen Mixer geben und mixen, bis eine gleichmäßige, dicke Creme entsteht. Wenn sie zu fest ist, noch etwas Cashewmilch ergänzen, zu flüssiger Creme einige zusätzliche Cashewkerne zugeben und nochmals mixen.
3. In kleine Schraubgläser abfüllen, verschließen und kühl stellen.
Die selbst gemachte vegane Crème fraîche ist im Kühlschrank etwa eine Woche lang haltbar.

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