DIE GEISTER, DIE WIR RIEFEN

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DIE GEISTER, DIE WIR RIEFEN

Was ist KI? Was geschieht, wenn KI nicht reguliert wird? Und was bedeutet, es wenn Intelligenz zur Ware wird?

VON STEFANIE HERKER – Leitartikel aus espresso 07/2026

Ganz harmlos fing alles an. Im Sommer 2022, kurz bevor ChatGPT den weltweiten KI-Boom auslöste, kam die Kreativ-Software midjourney auf den Markt. Von einer derartigen Plattform, die in wenigen Sekunden individuelle Bildwelten auf Befehl generiert, konnte man bis dahin höchstens träumen. Mittlerweile sind KI-Kreativprogramme soweit, dass Labels keine menschlichen Models oder Schauspieler mehr brauchen, sondern kostengünstig KI-Wesen erschaffen und personalisieren können. Wer nicht mehr zu aufwendigen Locations reisen muss, sondern sich die Wüste Arizonas und das gebräunte KI-Top-Model nach eigenen Vorstellungen in Sekunden zusammen mit den Werbeprodukten auf den Bildschirm zaubern kann, spart Zeit, Geld und Ressourcen. Kritiker bemängeln Seelenlosigkeit, das „Outsourcing“ des Menschen und den damit verbundenen Job-Verlust – nicht nur in der Kreativbranche.

Künstliche Intelligenz ist bereits nahezu in jedem Lebensbereich im Einsatz. Es wäre naiv zu behaupten, man selbst nutze ja keine KI. Es beginnt mit der Gesichtserkennung auf dem Smartphone über Wetterprognosen durch Zeitreihenanalysen bis hin zu Smart-Home-Systemen. Man profitiert im Alltag von Transaktionsmustern, die Kreditkartenbetrug erkennen oder lässt sich beim Einparken des Autos helfen. Beispiele für Künstliche Intelligenz in unserem Alltag gibt es wie Sand am Meer.

Was versteht man unter KI?
Künstliche Intelligenz bezeichnet Computersysteme, die Aufgaben übernehmen können, für die bislang menschliche Intelligenz erforderlich war – etwa Sprache verstehen, Bilder erkennen, Muster analysieren, Texte schreiben oder Entscheidungen vorbereiten. Anders als klassische Software arbeitet sie nicht nach fest programmierten Regeln, sondern lernt statistische Zusammenhänge aus großen Datenmengen und nutzt diese, um Vorhersagen zu treffen oder neue Inhalte zu generieren. Dabei berechnet sie anhand von Wahrscheinlichkeiten, welches Ergebnis am besten zu der Eingabe passt.

Die globalen Player in Sachen KI sind Nvidia, Microsoft, Google, Amazon, Meta und Apple. OpenAI, Anthropic und Elon Musks` xAI sind als reine KI-Modellentwickler international von Bedeutung. In Asien dominieren die Technologieunternehmen Baidu und Alibaba & ByteDance. Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ und das Forschungsfeld wurden im Jahr 1956 geboren. Wie sich vermuten lässt, saßen in damaligen Firmenzentren nicht etwa Roboter, die sich Gedanken über die Zukunft von Technologien machten, sondern echte Menschen. Jedenfalls ist KI selbst heute gar nicht so künstlich, wie der Name es vorgaukelt.

KI kopiert Ideen, Texte oder Bilder im Normalfall nicht einfach eins zu eins. Dennoch basiert ihre Leistungsfähigkeit auf der kreativen Arbeit von Millionen Menschen, deren Werke häufig ohne ausdrückliche Zustimmung zum Training verwendet wurden. Genau darin sehen viele Künstler und Urheber den eigentlichen Konflikt. Ist KI deshalb ein Dieb, weil sie geistiges menschliches Eigentum klaut?
Oder basiert nicht auch menschliche Kreativität auf dem Lernen aus bereits Vorhandenem? Auch Künstler, Schriftsteller und Musiker entwickeln ihre Werke auf Grundlage dessen, was sie zuvor erlebt oder gesehen haben.

Wird uns der Einsatz von KI in eine phantastische Traumwelt führen oder in einen autoritären Überwachungsstaat?

Für Unternehmer verspricht diese neue Technologie vielleicht gerade etwas, das sie jetzt brauchen: Arbeitserleichterung, einen wirtschaftlichen Hoffnungsschimmer. Andere sehen sich angesichts der vielen Programme und Tools möglicherweise völlig überfordert, meinen aber, dass sie ohne dieser Systeme wirtschaftlich bald nicht mehr mithalten könnten. Am Anfang jeder KI-Strategie sollte deshalb nicht stehen, welche Programme brauche ich, sondern welche Probleme soll KI überhaupt lösen und wie viel Menschlichkeit möchte ich dabei bewahren? Denn natürlich wünschen sich viele Kunden nach wie vor persönlichen Kundenkontakt und messen ein Unternehmen auch an ihren Werten. Die Frage nach dem verantwortungsvollen Einsatz endet jedoch nicht an der Unternehmensgrenze. Sie betrifft die gesamte Gesellschaft.

Wir erleben gerade eine fortschreitende KI-Bot-Pandemie im ganzen Internet, es gibt Millionen Fake-Profile auf Social Media, generierte Unwahrheiten, gezielte Desinformation, die uns an der Realität zweifeln lassen. Ist es in Anbetracht des Missbrauchs von KI noch möglich zu glauben, dass Künstliche Intelligenz unsere Welt zum Positiven verändern wird, wenn sie es dann einmal kann? Eigentlich war das Internet dafür gemacht, Menschen zu verbinden. Doch vor allem Social-Media-Portale sorgen mit gezielter Hetze und Falschinformationen mittlerweile für das Gegenteil. Rechtsextreme Bewegungen profitieren davon. Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass auch die Künstliche Intelligenz ihr Ziel verfehlen wird? Vielleicht, weil die Menschheit alles Wissen der Welt auf einem Silbertablett vor sich hat und trotzdem nicht darauf zugreift.

Künstliche Intelligenz wird uns seit Jahren als Heilsbringer präsentiert. Sie soll medizinische und wissenschaftliche Durchbrüche beschleunigen, den Klimawandel bekämpfen, Bildung demokratisieren und uns von mühsamer Arbeit befreien. Ja, das könnte sie wahrscheinlich wirklich alles ziemlich bald – wenn Konfuzius sie bedienen würde. Wir könnten uns ein Schlaraffenland erschaffen: begrünte Städte, smarte Klima-Lösungen und Wohlstand. Die Versprechen und Möglichkeiten sind gewaltig. Manche Visionäre sprechen sogar von einer neuen Evolutionsstufe des Menschen.

Doch während die Öffentlichkeit über die Chancen staunt, KI immer weiter in den Alltag mit integriert, Unternehmen KI-Workshops buchen, auf vermeintliche Software-Lösungen setzen und schon Mitarbeiter entlassen, feiern deutsche Politiker auf ihren Social-Media-Accounts immer noch geschmacklose KI-Comics und surreale Videos, teilweise einfach nur zur Selbstdarstellung. Ich will denjenigen ihre digitale Kompetenz nicht komplett absprechen, aber: Was soll uns das sagen? Sollen wir Bürgerinnen und Bürger in Zeiten von Ressourcenknappheit KI als Spielerei wahrnehmen oder als Zukunftslösung? Wir machen uns immer abhängiger von einer handvoll skrupelloser Tech-Milliardäre aus dem Silicon Valley, die Kontrolle über Wissen, Wahrheit und Lüge, Kommunikation, Wirtschaft und politische Prozesse haben und dabei noch das Tempo vorgeben. Es ist ein Wettrüsten der Maschinen – und sie werden die Politik nicht um Erlaubnis bitten.

Mit jeder Minute, die wir länger online scrollen und über Werbeanzeigen fliegen, wächst das Unternehmen von Marc Zuckerberg, Elon Musk und Co. ins Unermessliche. Sie verfolgen eigene wirtschaftliche Interessen und nicht die einer demokratischen Gesellschaft. Sie handeln nach dem kompromisslosen Prinzip „take it or leave it“ – nimm das Produkt (z.B. die Social Media Plattform mit KI-Bots oder die pornografischen Grok-Inhalte) so wie es ist. Nutze es für dich oder dein Unternehmen unter unseren Bedingungen. Oder lass es bleiben. Weil Unternehmen glauben, sie kämen aufgrund von wirtschaftlichen Nachteilen nicht daran vorbei, machen sie sich abhängig. Und auch abseits vom Job ist es nur schwierig, sich dem Bann der KI-Bubble auf Social Media zu entziehen.

„Die ich rief, die Geister Werd‘ ich nun nicht los.“

Dieser Satz aus Goethes Zauberlehrling trifft es. Verlieren auch wir die Kontrolle wie Goethes Zauberlehrling über die Kräfte, die er entfesselt hat? Die neu entfesselten Kräfte und ihre Zauberer eindämmen können nur Regularien. Nachdem die Tech-Unternehmen es sich nun doch noch am Tisch von Donald Trump gemütlich gemacht haben und diesem Honig ums Maul schmieren, kann man davon ausgehen, dass sie für die Allgemeinheit nichts Gutes im Sinn haben. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage sind auch deutsche Politiker nicht mehr davon abgeneigt die Stiefel der mächtigsten Männer der Welt zu – putzen. Die umstrittene US-Analysesoftware Palantir, die auch von Trumps illegaler Schlägertruppe ICE intensiv genutzt wird, findet bereits in Bayern Einsatz. Innenminister Dobrinth findet das gut. Dabei ist der Palantir-Gründer und Milliardär Peter Thiel Trump-Anhänger und sagt offen: „Ich glaube nicht mehr länger, dass Demokratie und Freiheit miteinander vereinbar sind.“ – Was wäre das für eine wunderbare Firmenphilosophie!

Was können wir tun? – Europäische KI-Modelle stärken, die zumindest Datenschutz, Transparenz und Datensouveränität versprechen. Führende Entwickler sind Mistral AI, Aleph Alpha, DeepL und Black Forest Labs.

Abgesehen davon, sollten wir uns fundamentale Fragen stellen, wie unser zukünftiges KI-Wirtschaftssystem überhaupt funktionieren soll: Wer bezahlt die Menschen, wenn Roboter und KI-Systeme einen Großteil der Arbeit übernehmen? Wer kauft die Produkte, wenn Millionen Beschäftigte ihre Jobs und damit ihr Einkommen verlieren?

Würden wir in einer fairen Welt leben, würde man vermutlich Konzepte wie ein bedingungsloses Grundeinkommen, Robotersteuern, gesellschaftliche Beteiligung an KI-Gewinnen oder staatliche Dividenden aus automatisierter Wertschöpfung diskutieren. Wahrscheinlicher ist es aber, dass die produktivste Wirtschaft der Menschheitsgeschichte gleichzeitig die ungleichste werden wird. Denn wieso sollten sich Systeme zum Positiven verändern, wenn sie es auch jetzt nicht wenigstens versuchen?

Eigentlich sollte KI als Werkzeug, um weltweite CO2-Emissionen zu optimieren und auszugleichen, dienen. Andererseits verursacht der Betrieb gigantischer Rechenzentren aber enorme Emissionen, verschlingt gewaltige Mengen Strom und Wasser, trocknet ganze Landstriche aus. Die Kühlung moderner KI-Systeme benötigt Millionen Liter Wasser. Täglich! Jeff Bezos sagte sogar kürzlich öffentlich, dass im Zweifel die Kühlung von Datenzentren Priorität haben müsse – im Sinne des schnellen Fortschritts. Das klingt nicht nach Humanität. Die Tech-Giganten sprechen von Neutralität durch Ausgleich. Doch das Wasser fehlt an der Stelle, von der es kommt. Der digitale Assistent auf dem Smartphone mag unsichtbar erscheinen, doch hinter ihm stehen Fabriken, Rechenzentren, Stromnetze, globale Lieferketten und die Ausbeutung von Menschen im globalen Süden. Wir sehen nicht, was wir tun. Die Vorstellung einer immateriellen KI-Welt ist eine Illusion. Jede Rechenoperation, jede Frage, jeder lieblose Flyer, jeder unsinnige Befehl an die KI benötigt physische Ressourcen unserer Erde, dabei sollte sie doch das Klima retten.

Die Vereinten Nationen (UN) warnten kürzlich in einer neuen Studie vor der KI als Klimakiller. Bernhard Lorentz, Klima- und Infrastruktur-Experte bei Deloitte, ist wiederum vom Gegenteil überzeugt. Er glaubt, dass die Chancen für Europa überwiegen.

Wie sich der Ressourcenverbrauch entwickeln wird, ist schlicht noch nicht absehbar. Und wie uns die Vergangenheit lehrt, nehmen Menschen für den Profit so einiges in Kauf. Auch Sklaverei. Es sind menschenunwürdige Arbeiten, die man den sogenannten „Klickarbeitern“ im globalen Süden zu Hungerlöhnen zumutet. Missbrauch, Gewalttaten, Kinderpornografie – all die Gräueltaten des Menschen, wovor man den Nutzer bei der Verwendung der KI bewahren möchte, musste bereits jemand betrachten, bewerten, zensieren. Kaum jemand redet von den Menschen hinter der KI. Kaum jemand gesteht sich ein, dass Ausbeutung zum System gehört und „künstlich“ eigentlich menschlich ist und „verborgen“ meint. Ausbeutung trifft immer die Gleichen.

Im kollektiven Bewusstsein sind derartige Tatsachen jedoch schnell vergessen, wenn die Tech-Industrie von einer Zukunft unbegrenzter Intelligenz spricht und Sam Altman Intelligenz am laufenden Meter – ähnlich wie Strom aus der Steckdose – verspricht. Doch welche Art von Intelligenz ist dabei gemeint? Wir unterscheiden heutzutage schließlich verschiedene Formen von Intelligenz. Die Rede ist von künstlicher Rechen- und Problemlösungsfähigkeit. Nach seiner Vorstellung könnte man für Sprachintelligenz, Programmierintelligenz, kreative Intelligenz und strategische Intelligenz bezahlen. Menschliche Eigenschaften wie Mitgefühl, Moral oder Bewusstsein sieht er dabei als nicht käuflich. Ob sich seine Prognose der „Intelligenz am laufenden Meter“ bewahrheitet, wird sich noch zeigen. Momentan wird dies kontrovers diskutiert.

Über Jahrtausende war Intelligenz und Wissen eine knappe Ressource. Gesellschaftlicher Fortschritt hing davon ab, wie viele außergewöhnlich begabte Menschen sie hervorbringen konnte. Mit künstlicher Intelligenz könnte sich dies grundlegend ändern. Und das nächste große Thema ist nicht mehr nur ChatGPT, sondern autonome KI-Agenten, die selbstständig Aufgaben erledigen, Software bedienen oder Entscheidungen vorbereiten.

Und wenn wir noch einen Schritt weiter gehen und dem Zukunftsforscher Ray Kurzweil glauben, wartet schon in naher Zukunft die technologische Singularität auf uns. Er prophezeit, dass Mensch und Maschine verschmelzen und hält am Jahr 2045 als wahrscheinlichem Zeitpunkt fest. Darunter versteht er einen Wendepunkt, an dem die technologische Entwicklung so schnell wird, dass die Welt danach kaum noch mit heutigen Begriffen beschrieben werden kann. Seiner Ansicht nach werden sich mehrere Entwicklungen gegenseitig verstärken: Exponentiell steigende Rechenleistung, künstliche Intelligenz, Biotechnologie, Nanotechnologie und Gehirn-Computer-Schnittstellen. Was konkret bedeutet: Menschen würden ihr biologisches Gehirn zunehmend mit digitalen Systemen verbinden. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine würde verschwimmen. Intelligenz wäre dann in vielen Bereichen keine besondere Eigenschaft mehr, sondern eine Ressource auf Abruf.

Was ist „natürliche Intelligenz“ unter „verkaufter Dummheit“ dann noch wert?

In dieser Welt, die im schlimmsten Fall George Orwells Welt von 1984 inklusive Gedankenpolizei ähneln könnte, wäre das Kaufen von Intelligenz nur eine Übergangsphase. Die eigentliche Vision, die Kurzweil in seinem Buch „Die nächste Stufe der Evolution – Wenn Mensch und Maschine eins werden“ beschreibt, lautet: Jeder Mensch erhält Zugang zu einer nahezu unbegrenzten Erweiterung seiner geistigen Fähigkeiten. Das klingt nach einem Traum der Menschheit, der allerdings auch genauso zum Albtraum werden könnte. Mal angenommen, man wird im Gefängnis mit einem Up-Date „Dummheit“ bestraft. Wird es bei so viel leicht verfügbarer Intelligenz dann noch Menschen geben, die auf einfache Parolen hereinfallen? Oder leben wir dann ohnehin schon längst in einem autoritären Überwachungsstaat?
Noch nie in der Geschichte verfügten so wenige Akteure über einen derart direkten Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Menschheit. Es wird sich noch zeigen, ob Künstliche Intelligenz der breiten Masse dienen wird oder nur der Elite die großen Errungenschaften in Gesundheit, Langlebigkeit und technologischem Fortschritt zuteil werden. Allein daran wird deutlich, wie gefährlich diese Machtstrukturen ohne politische Regularien sind.

Aktuell sterben etwa neun Millionen Menschen jährlich an Hungersnot – in einer Welt, die vor Reichtum überquillt. Wenn die reichsten Männer der Welt nur wollten, könnten sie viele Probleme der Zeit auch ohne KI lösen. Aber das scheint nicht ihr Ziel zu sein.

Was mich trotz aller Möglichkeiten und unabhängig aller Gefahren durch KI traurig stimmt, ist, dass wir das Potential, das wir möglicherweise zeitnah entfalten könnten, allein durch Technik erreichen. Wenn ich kurz vor Sonnenuntergang über blühende Felder gehe, tut es mir manchmal im Herzen weh, was wir unserer Erde antun und wie unersättlich wir Menschen sind. Ich habe früher gedacht, Potentiale zu entfesseln wäre ein magischer, aber natürlicher Prozess. So etwas wie eine intrinsiche Belohnung, wenn wir weise im Umgang mit der Erde geworden sind, nicht ein technologisch geplanter Vorgang, indem wir uns entscheiden, unser Gehirn mit Maschinen verbinden zu wollen. Deshalb ist diese Evolutionsfantasie für mich noch nicht rund.

Eine gute Nachricht gibt es noch: Wenn wir es heil bis ins Jahr 2045 schaffen, werden wir vielleicht wenigstens Zeuge der nächsten Stufe der Evolution der Menschheit. Ray Kurzweil spricht von „der spannendsten Zeit der Menschheit überhaupt“.

Es war vor allem Alex Karp, Chef des umstrittenen US-Softwareunternehmens Palantir, der Menschen mit ADHS und Querdenker zu den Gewinnern im Arbeitsmarkt des KI-Zeitalters zählte. Mediziner, Erzieherinnen, IT-Experten, Handwerker, Ingenieurinnen haben ebenfalls gute Chancen, noch gebraucht zu werden. Und wenn man abschließend an folgendes Zitat von Elon Musk denkt, der die menschenverachtende AfD in Deutschland haben will, ergibt sich ein Bild: „Die fundamentale Schwäche der westlichen Zivilisation ist die Empathie“, sagte er. Man könnte daraus auch einfach nur seine eigene Angst schließen, diese Empathie könnte sich wehren. Und stärker bleiben als alle Maschinen der Welt.

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