Kern oder Lösel? Entscheidung in Sicht

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Kern oder Lösel? Entscheidung in Sicht

Links: Michael Kern bei der Night4Fight im Stadttheater, rechts: Christian Lösel bei der Eröffnungsfeier des brigk | Fotos: Kastl, Birkl

Die CSU Ingolstadt nominiert am 19. November ihren Kandidaten für die bevorstehende Oberbürgermeisterwahl. Christian Lösel oder Michael Kern? Das entscheiden dieses Jahr die Parteimitglieder selbst.

Macht Lösel den Trump? Beide wollen es nach einer verlorenen Wahl noch einmal wissen. Das Ergebnis aus den USA ist bekannt. Und hier? Muss Christian Lösel erst einmal eine Hürde mehr meistern und sich gegen Parteikollege Michael Kern durchsetzen. Die CSU wird dabei laut Presseeinladung „einen völlig neuen Weg einschlagen“. Heißt: Jedes Parteimitglied ist bei der Kreishauptversammlung am 19. November dazu aufgerufen, seine Stimme für einen der beiden abzugeben. Die Entscheidungsgewalt über den nächsten Oberbürgermeisterkandidaten der CSU liegt also in deutlich mehr Händen, als das bisher der Fall war.

Ein dritter Kandidat – oder eine Kandidatin – wird übrigens nicht antreten. Das bestätigt die CSU Ingolstadt auf Nachfrage.

Willkommene Wahl

Die vorgezogene Oberbürgermeisterwahl kommt der CSU nicht ungelegen. „Dies bietet der CSU Ingolstadt, früher als für möglich gehalten, die große Chance den Posten des Oberbürgermeisters unserer Heimatstadt zurückzugewinnen“, erklärt Kreisvorsitzender Stefan Huber. Christian de Lapuente (SPD) dürfte etwas dagegen haben. Er ist der größte Konkurrent um das OB-Amt und tritt für ein breites Mitte-Links-Bündnis aus SPD, Grüne, ÖDP, Linke und UWG an. De Lapuente will seinen Parteikollegen Christian Scharpf an der Stadtspitze beerben. Dieser legt bekanntlich sein Amt ein Jahr vor der regulären Amtsperiode nieder, um Wirtschaftsreferent in München zu werden.

Sollten sich konservative Wähler mit dem nominierten CSU-Kandidaten nicht anfreunden können, dürfte das am ehesten den Freien Wählern in die Hände spielen. Diese schicken den ehemaligen Donaukurier-Chefredakteur Stefan König ins Rennen, der aktuell beim insolvenzgeplagten Unternehmen Achtzig20 tätig ist. Für König sei der OB-Posten ein „Traumjob“, wie er in einer Pressemitteilung zitiert wird. Die FDP Ingolstadt wird ebenfalls einen eigenen OB-Kandidaten nominieren, mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei nach espresso-Informationen um Jakob Schäuble. Auch die AfD Ingolstadt stellt erstmals einen eigenen OB-Kandidaten.

Die Kreishauptversammlung der CSU findet am 19. November im Festsaal des Stadttheaters statt. Die OB-Wahl wird voraussichtlich am 09. Februar 2025 stattfinden, eine eventuell nötige Stichwahl am 23. Februar.

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