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Mut zum Hut: "Sagen Sie, was Sie brauchen"
„Mut zum Hut“ und „schmuck durch Schmuck“: 24. – 26.09.2021
Die weltgrößte Hutschau findet dieses Jahr in Ingolstadt statt! espresso hat die neuesten Informationen von der Pressekonferenz.
Hier können wir es ja verraten: Pressekonferenzen sind meist recht unspektakulär. Zumindest was den äußeren Rahmen betrifft. Wenn allerdings Ute Patel-Missfeldt und ihre Tochter Isabel Patel einladen, um das neueste Kapitel der Erfolgsgeschichte „Mut zum Hut“ vorzustellen, lässt sich diese Behauptung nur noch schwerlich aufrecht erhalten.
Einladung ins Schloss
Mut zum Hut – das steht für nicht weniger als die größte Hutschau der Welt. Die Künstlerin Ute Patel-Missfeldt schenkte dem Hutmacherhandwerk 1998 wieder eine Bühne – bisher in Neuburg an der Donau, 2021 bekanntlich erstmals in Ingolstadt. Ein solches Event will natürlich auch angemessen präsentiert werden.
Am 11. August fand man sich daher im Schloss Grünau ein – genauer gesagt im herrlichen Turmraum des Schlosses. 75 Jahre stand dieser Turm leer, erklärt Patel-Missfeldt. Eine absolute Verschwendung natürlich, also mietete die Künstlerin den Raum, um ihren Kunstwerken und einigen Antiquitäten den passenden Ausstellungsrahmen zu bieten. Zu sehen sind neben Aquarellen, Pastellen, Karikaturen und Seidenmalkunst auch Miniaturen aus Papier und Seide, Papierskulpturen und Porzellan.
Diese Schätze stehen, hängen und liegen überall, während Vertreter*innen der Medien, der IFG und des Armeemuseums an einer langen Tafel Platz nehmen. Nicht irgendein Tisch natürlich: dieser (und auch die Stühle) gehörten früher einmal dem Jäger von König Ludwig, wie Patel-Missfeldt erklärt.
Ein Hutleben endet
„Ich möchte mein Hutleben hier beenden“, sagt die 80-jährige Künstlerin schon bald. Gemeint ist, dass fortan Tochter Isabel die Organisation der Hutschau komplett übernehmen soll. Ihrer Tochter überlasse sie es auch, ob sie mit „Mut zum Hut“ einmal zurück nach Neuburg gehe. „Ich persönlich definitiv nicht“, stellt Patel-Missfeldt unmissverständlich fest.
Auch wenn sie ganz generell für alle Ansprechpartner*innen der Ingolstädter Ämter voll des Lobes war, zwei Herren hob sie besonders hervor: Kulturreferent Gabriel Engert („Er hat mich jahrelang bekniet, nach Ingolstadt zu kommen.“) und Oberbürgermeister Christian Scharpf. „Der Oberbürgermeister will Ingolstadt zu einer Kulturstadt machen“, sagt sie und erzählt auf gewohnt charmante Weise, wie der OB in einem Telefonat versprach, ihr quasi jeden Wunsch von den Lippen ablesen zu wollen („Sagen Sie, was Sie brauchen.“). „Das war natürlich ein Fehler“, lacht Patel-Missfeldt.
Dass ihr „Hutleben“ vielleicht doch noch nicht ganz beendet ist, wird mit Blick auf 2022 klar. In Richtung des anwesenden Vertreters des Armeemuseums (hier im Neuen Schloss findet die Hutschau statt) merkte die 80-Jährige an, dass man die Veranstaltung dort wahrscheinlich nicht mehr abhalten könne, wenn man nicht alle Räume wie 2021 bekäme. Man brauche den Platz, die Räume im Neuen Schloss seien relativ klein. Ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl. Allerdings ist parallel dazu wohl auch schon ein Umzug ins Ingolstädter Stadttheater für 2022 im Gespräch und eine reine Männdermodenschau ist ebenfalls schon geplant.







Fotos: Kristina Brandl
Ausblick 2022
Eindrucksvoll – und v.a. völlig überraschend – wurde es dann, als Steampunk-Experte Alexander Schlesier mit Lederschürze und furchteinflösender Pestmaske herein kam. Seine Kostüme fertigt er von Hand an, für die Augen der Maske verwendete er z.B. Teesiebe. 2022 wird man einige weitere seiner Kreationen auf der Hutschau erleben können. „Wenn wir sowas vorstellen, muss es richtig krachen“, macht Isabel Patel schonmal Lust auf mehr.
Corona
Auch das Thema Corona lässt sich natürlich nicht ausklammern. „Die Auflagen sind hoch“, stellt Isabel Patel fest. „Aber wir haben alles im Griff.“ Am Einlass richtet man sich nach der sogenannten 3G-Regel. Hinein dürfen Genesene, Getestete und vollständig Geimpfte. Besucher müssen eine FFP2-Maske tragen und sich registrieren. Wegen Corona wird es außerdem „nur“ eine kleine Modenschau geben können. Moderiert wird diese wie bisher von Jürgen Niemeier, der sich schon auf die neue Herausforderung in Ingolstadt freut, wie er erklärt. Sein Lebensgefährte Günter Weber präsentierte bei der Pressekonferenz einen achtminütigen Film mit Impressionen vergangener Hutschauen.
Ein Gewinn für die Stadt
Für Ingolstädter Unternehmer wird „Mut zum Hut“ voraussichtlich zum Erfolgsbringer. „Wir beziehen alles mit ein, was passend zur Hutschau ist“, sagt Patel-Missfeldt. So wird u.a. Abendmode von einer Ingolstädter Boutique präsentiert werden, das Catering übernimmt die Cantina International (gehört zum Inklusionsbetrieb arbeit + leben) und die Getränke kommen von Nordbräu.
Die Exponate des Armeemuseums bleiben während der Hutschau übrigens in den Räumlichkeiten. Bei der Pressekonferenz wurde gescherzt, dass dann auch Männer etwas davon hätten, die ihre Frauen auf die Hutschau begleiten müssen. „Mut zum Hut“ findet vom 24. bis 26. September in Ingolstadt im Neuen Schloss statt. Eintritt: 18,50 Euro.
Programm – Mut zum Hut 2021
17.00 Uhr | "Mut zum Hut" & "schmuck durch Schmuck" öffnen ihre Pforten | 22.00 Uhr | Ende der Veranstaltung | Heute haben Sie bis 22 Uhr Zeit, zum Schauen, Entdecken und Shoppen. Mit einem Glas Wein im Schlosshof können Sie den Tag ausklingen lassen.

Ab aufs Board! Kostenlose SUP-Kurse am Baggersee
Die „AOK Bayern SUP ’n’ Roll Tour“ kommt noch im Juni nach Ingolstadt. Freut euch auf eine Reihe kostenloser Sportveranstaltungen mit dem Fokus auf Stand-up-Paddling-(SUP)-Kurse, Sportkurse sowie Workouts für alle Fitnesslevel am Baggersee.

Wofür steht das F in FW noch gleich?
Falls Sie sich fragen, was so in einem Postfach der Ingolstädter Lokalredaktionen landet, müssen Sie sich aktuell nur auf Facebook umschauen. Die Freien Wähler verwursten dort gerade alles fleißig zur Pressemitteilung.

Bekommt Ingolstadt einen neuen Club an bekannter Stelle?
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27. Markt der Handwerkskunst im Bauerngerätemuseum
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Vom Öffnen einer Blackbox
Die Künstlerin schafft ein Werk und stellt es dann irgendwo aus. Was jedoch passiert dazwischen? Hier erstreckt sich ein großer unbekannter Raum. Eine Blackbox. Nicht nur für Kunstinteressierte, sondern auch für die Künstler:innen selbst. Die Ingolstädter Fotografin Laura Michèle Kniesel blickt mit ihrer Fotoserie „Mit freundlichen Grüßen“ hinter die mitunter bürokratischen Kulissen des Kunstbetriebs. Die Ausstellung ist noch bis Mitte Juni in der Galerie im Stadttheater zu sehen. Vergangene Woche kam die ehemalige MKK-Direktorin Dr. Simone Schimpf zum Artist Talk vorbei.

Michaelis Badkultur feiert Eröffnung nach Neugestaltung
Beim exklusiven Pre-Opening der neuen Ausstellung freute man sich über den Besuch von langjährigen Bestandskunden, Neukunden, Architekten, Freunden und Bekannten. Das Event lebte von der Zusammenarbeit von aufstrebenden, jungen Unternehmern. Passend zum Bäder Design gab es Schmuck Design von Uname Atelier aus Berlin und ausgefallene Cocktail Eigenkreationen von Flo’s Cocktailbar aus Ingolstadt.