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Plastikfrei-Challenge: Tag 1
Wie schwierig ist es wirklich, auf Plastik im Alltag zu verzichten? Unser Redakteur macht den Selbstversuch.
Eine Welt ohne Plastik wäre wünschenswert. Für die Tiere, für den Planeten, auf dem wir leben, aber vor allem auch für uns Menschen. Denn wenn wir so weiter machen wie bisher und immer mehr Plastik produzieren, das erst in Hunderten von Jahren abgebaut wird, steht am Ende der Rechnung ein gewaltiger Berg Unrat, den wir nicht nur der Natur zumuten, sondern letztendlich auch uns selbst.
Zusammen mit meiner Freundin versuche ich deshalb schon seit einiger Zeit, auf Plastik zu verzichten. Zumindest bei den Produkten, bei denen es ohne großen Aufwand möglich ist. Für Obst und Gemüse nutzen wir im Supermarkt eigene Stoffbeutel, statt Flüssigseife aus dem Beutel gibt es bei uns Hartseife aus der Karton-Verpackung und statt herkömmlichem Waschmittel kommen bei uns seit einigen Wochen Waschnüsse zum Einsatz. Trotzdem ist unser Gelber Sack schneller wieder gefüllt als es uns lieb ist!
Das wollen wir ändern. Mit ein bisschen mehr Einsatz lässt sich eine große Veränderung erreichen, da sind wir uns sicher. Deshalb starten wir jetzt eine 7-Tage-Challenge. Das Ziel: Keine Produkte mehr kaufen, die im Gelben Sack landen würden. Der Gelbe Sack soll also idealerweise bis zum Ende der Challenge leer bleiben. Wird uns das gelingen? Wo werden die größten Herausforderungen lauern? Wie wir uns schlagen, werde ich hier in den nächsten Tagen tagebuchartig festhalten.
Tag 1: Die ersten Schritte
Am ersten Tag wird es gleich ernst. Wir brauchen beide neue Shampoos und Deoroller. Ein neues Haargel für mich müsste auch mal wieder her. Plastikfrei sind solche Pflegeprodukte im normalen Supermarkt eher schwierig zu finden, deshalb versuchen wir unser Glück beim „basic Biosupermarkt“ in Ingolstadt. Ich kenne den Laden bisher nur aus der Ferne, eingekauft habe ich dort noch nie, ganz einfach aus Kostengründen.
Im Biosupermarkt erleben wir die erste positive Überraschung. Im Eingangsbereich fällt uns sofort eine große Wand mit unverpackten Lebensmitteln ins Auge. Es ist alles da, was man braucht: Nüsse, Getreide, Hülsenfrüchte, Kerne und Samen, verschiedene Müslimischungen und sogar Knabbereien wie Salzbrezeln und Gummibärchen. Man füllt die Lebensmittel seiner Wahl ganz einfach in selber mitgebrachte Edelstahlboxen, Gläser oder andere Gefäße (alternativ kann man dort auch Glasgefäße kaufen), wiegt das ganze und bezahlt dann am Schluss an der Kasse.
Direkt gegenüber steht ein Regal mit einer großen Auswahl an plastikfreien Produkten für den Alltag: Shampoos, Waschmittel, Deos, Rasierhobel und vieles mehr. Bei unserem Streifzug durch den Biosupermarkt finden wir alles, was wir brauchen.
Wir verlassen den Laden schließlich mit einem Block Haarseife, zwei Zahnbürsten aus Bambus, einem Deoroller aus Pappe und einer Handvoll Leinsamen, die wir uns aus dem Unverpackt-Sortiment abgefüllt haben. Die Leinsamen möchte ich nutzen, um mir daraus ein Haargel selber zu machen. Alle Produkte kommen ohne Plastik aus und bestehen nur aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen. Wir sind sehr zufrieden mit unserem ersten plastikfreien Einkauf und nehmen uns vor, in Zukunft auf jeden Fall öfter dort einzukaufen
Selbermachen spart Plastik
Viele alltägliche Kosmetikprodukte lassen sich auch selber herstellen. Und das aus ganz einfachen Hausmitteln. Ausprobiert habe ich es noch nie. Doch jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Deshalb habe ich mir Leinsamen gekauft, denn daraus soll sich laut diverser Blog-Artikel ganz einfach ein Haargel-Ersatz herstellen lassen. Das Haargel fülle ich in einem Glasgefäß ab. Das selbstgemachte Deo fülle ich in meinen alten Deoroller, der sich zum Glück ganz leicht auseinandernehmen und wieder befüllen lässt.
Die Anleitungen für Deoroller und Haargel habe ich bei smarticular.net gefunden. Hier gibt es für so gut wie alles eine plastikfreie Alternative inklusive Anleitung.
Deo aus Speisestärke und Natron
Zutaten:
- 100 ml Wasser
- 2 TL Natron
- 1 bis 2 TL Speisestärke
- nach Bedarf ätherisches Öl für den Duft
- ein leerer Deoroller
Haargel aus Leinsamen und Honig
Zutaten:
- 20 g Leinsamen
- 500 ml Wasser
- 1/2 TL Honig
- Glasflasche zur Aufbewahrung
Achtung: Das Haargel sollte innerhalb einer Woche bei normaler Lagerung aufgebraucht werden. Im Kühlschrank hält es sich einige Tage länger.
Fazit Tag 1
Deo und Haargel waren wirklich super einfach herzustellen. Die Zutaten sind sehr günstig und man verzichtet komplett auf Plastik. Wenn die DIY-Produkte sich auch im täglichen Einsatz bewähren, werde ich in Zukunft bei dieser Methode bleiben. Der Besuch des Biosupermarkts hat mir gezeigt, dass es auch in Ingolsatdt Anlaufstellen mit einem großen Angebot an plastikfreien Produkten gibt. Man muss sie nur finden.
Um die Suche zu erleichtern, hier eine Liste mit Läden in der Region 10, die unverpackte Lebensmittel anbieten:
- NurINpur – Unverpackt-Laden in Ingolstadt
- auffüllBar in Neuburg
- Einfach so – Unverpackt-Laden in Eichstätt
- Marktladen in Wolnzach
- Mimi’s Laden in Beilngries
- Naturkost Mandala in Pfaffenhofen
Wenn ihr weitere Läden im Raum Ingolstadt kennt, die einen plastikfreien Lifestyle unterstützen, könnt ihr mir gerne schreiben: goetz.c@espresso-mediengruppe.de
Beim nächsten Mal werde ich von meinem (hoffentlich) plastikfreien Wochen-Lebensmittel-Einkauf berichten, den Unverpackt-Laden NurINpur in Ingolstadt besuchen und weitere DIY-Tipps geben, mit denen sich ganz einfach Plastik sparen lässt.

Fotogalerie: CSD Ingolstadt 2026
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Die Kunst der Selbstliebe – mit Nathalie Argus
Nathalie Argus ist verheiratet, hat einen tollen Job als Nachhaltigkeitsmanagerin bei Audi und sitzt seit kurzer Zeit im Ingolstädter Stadtrat. Aber ist sie auch selbst zufrieden mit ihrem Leben? Mit der Aufgabe „Wer bist du?“ sollte uns die 34-Jährige anhand von Gegenständen zeigen, was ihr wichtig ist, was sie für ihr Wohlbefinden braucht und was sie charakterisiert. Im Gespräch verrät sie uns mehr über ihre Selbstwahrnehmung, ihre Erwartungen an sich selbst und was sie früher gerne an sich ändern wollte.

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Am 5. September lädt das Tagtraum mit Unterstützung von IN-City von 11 – 17 Uhr zum „End of Summer Market“ auf den Paradeplatz in Ingolstadt ein. Mehr als 30 Marktstände mit Second-Hand-Schätzen und handgemachten Produkten abgerundet von Musik, Food und Drinks sowie Tattoos und Mitmach-Angeboten für Kinder machen den Platz zum Treffpunkt der Stadt und sorgen für einen abwechslungsreichen Spätsommertag mitten in der Innenstadt.

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„Im nächsten Leben werde ich Interieur Designer oder Florist“, stellt der Friseur Mike Lewandowski aus Ingolstadt klar und begründet das mit seiner Deko-Leidenschaft. Bis dahin genießt er aber erst einmal das aktuelle Leben mit seiner Frau und seinen Kindern und sorgt für Kreativität auf dem Kopf seiner Kundinnen und Kunden. Wir haben ihn getroffen und sprechen mit ihm über sein Selbstbild, was Selbstliebe für ihn konkret bedeutet und was er anderen leichter verzeiht, als sich selbst.

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Kein Schritt zurück“ lautet das Motto des diesjährigen Christopher Street Days in Ingolstadt. Herzstück der Veranstaltung am kommenden Samstag ist auch heuer der bunte Demozug durch die Innenstadt. Die Schirmherrschaft übernimmt Bürgermeister Christian De Lapuente. Ein Blick in die Sozialen Medien verrät derweil, wie verroht der Umgang mit queeren Menschen ist.

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Manuela Müller ist in der Region keine Unbekannte. Als Moderatorin für tv.ingolstadt setzt sie gern auf eine Prise Humor. Sie liebt Feste wie den Barthelmarkt und das Griesmüller Bier. Diese Leichtigkeit ist allerdings nur ein Teil ihres Lebens. Als Vollwaise mit Heimvergangenheit kämpft sie auch heute noch in manchen Stunden gegen die Einsamkeit. Wir haben sie Zuhause besucht.