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Eat the World
Die Stadttour der etwas anderen Art gibt es ab sofort auch in Ingolstadt – wir waren bei der Premiere dabei
Liebe geht durch den Magen – diese Weisheit lässt sich auch auf Städte übertragen. Gutes Essen bleibt im Gedächtnis, gutes Essen lässt über manch einen Makel hinwegsehen und gutes Essen macht glücklich. Kein Wunder also, dass sich Foodtouren einer immer größeren Beliebtheit erfreuen. Bisher war Ingolstadt noch ein weißer Fleck auf der kulinarischen Landkarte. Doch damit ist es jetzt vorbei. Seit Anfang August bietet das Unternehmen „Eat the World“ Essenstouren durch die Ingolstädter Altstadt an.
Bei den Eat-the-World-Touren handelt es sich um Führungen, bei denen ein Guide eine Gruppe von ca. 15 Personen durch die Altstadt begleitet und hier und da eine spannende Anekdote aus der Geschichte der Stadt einstreut. Herzstück sind aber natürlich die Besuche bei den kulinarischen Partnern.
Bei der Premierentour ging es gleich munter los. Treffpunkt: Samstag, 10 Uhr morgens am Rathaus. In Anbetracht der bevorstehenden Sommerhitze die perfekte Tageszeit. Guide Annemarie beginnt mit ein paar interessanten Fakten, die den Gästen – darunter eine Gruppe aus Stuttgart und eine Gruppe aus Nürnberg – bisher über Ingolstadt noch nicht geläufig waren. Erster kulinarischer Stopp: ein Weinladen. Nach einer kleinen Begrüßungsrede des Inhabers dürfen die Gäste den kühlen Rosé probieren und sich anschließend im Laden umsehen. Dabei stehen die Inhaber jederzeit Frage und Antwort.
Selbstverständlich ist Corona auch hier ein Thema. Die Organisatoren von Eat the World achten darauf, dass der vorgeschriebene Mindestabstand zwischen den Gästen eingehalten wird. Die Kostproben werden ausschließlich im Freien gereicht und die kleineren Läden darf immer nur eine begrenzte Anzahl an Leuten gleichzeitig betreten.
Als zweite Station stand bei der Premieren-Tour eine Eisdiele auf dem Programm. Zwei Kugeln für jeden, bei der Hitze eine willkommene Erfrischung für die ganze Gruppe. Nach einem Stopp bei einem kleinen Gewürzladen, bei dem es Schnittchen mit verschiedenen Kräuteraufstrichen und Schokoladen zum Probieren gab, ging es weiter zum letzten Stopp, einem modernen Restaurant, in dessen Innenhof jeder zwei liebevoll arrangierte Gerichte in Probiergröße serviert bekam und die Gruppe zusammen die Tour ausklingen lassen konnte.
Auf dem Weg dorthin lernten die Gäste noch so einiges über Ingolstadt. Dabei richtet sich die Tour nicht nur an Touristen von außerhalb. Auch Ingolstädter werden ihre Freude daran haben und noch etwas dazulernen. Oder wussten Sie, dass der echte Doktor Faust, auf dem das berühmte Werk von Goethe beruht, einmal 10 Tage lang in Ingolstadt gelebt hat? Ingolstadt ist eine Stadt voller Geschichte, die leider zu selten ins Licht gerückt wird. Eat the World leistet seinen Beitrag dazu und das auf die leckerste Art und Weise.
Alle weiteren Infos gibt es unter:

Yakamoz
Ein Ort voller Leben – ein Besuch in der Moschee Pfaffenhofen während des Ramadan.

Welcher Müll in welche Tonne kommt, weiß ich doch genau?
„Schwarz, braun, gelb, blau – welcher Müll in welche Tonne kommt, weiß ich doch genau!“, heißt es in einem Kinderlied. In Ingolstadt hat sich das offenbar noch nicht überall herumgesprochen; der Müll wird oft achtlos in der Natur entsorgt. Zum offiziellen Start in die Ramadama-Saison versammelten sich gestern bei Wind und Wetter Helferinnen und Helfer der Sparkasse, um den Piuspark ein Stück weit sauberer zu machen.

Dalwigk-Inhaber äußert sich zu Gerüchten über Schließung
Die Gerüchteküche brodelt in Ingolstadt gerne hoch. Heute traf es das Dalwigk-Restaurant. Steht es keine vier Monate nach der Eröffnung vor dem Aus?

Walk & Talk für Frauen
Ein neues Bewegungs- und Begegnungsangebot des Bürgerhauses richtet sich an Mädchen und Frauen, die in entspannter Atmosphäre neue Kontakte knüpfen möchten: Unter dem Titel „Walk & Talk – Begegnung mit Bewegung“ werden gemeinsame Spaziergänge mit offenem Austausch in der Natur verbunden.

Eine kleine Rarität
„Das Haus verliert nix“, lautet ein alter Grundsatz. Besonders erfreulich ist das jetzt in diesem Fall: Der Neffe von Marieluise Fleißer hat einen sehr seltenen Buchumschlag zur Erstausgabe ihres Romans „Mehlreisende Frieda Geier“ aufgetrieben. Gestern wurde die Rarität ans Fleißer-Archiv übergeben.

33. Literaturtage: Büchner-Preisträgerin liest in Ingolstadt
Die Ingolstädter Literaturtage finden heuer vom 16. bis 28. April statt. Nachdem im vergangenen Jahr die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises Martina Hefter zu Gast war, dürfen wir uns heuer auf die Georg-Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel freuen. Sie liest aus ihrem Roman „Sehr geehrte Frau Ministerin“.