Porzellanliebe

ANZEIGE | Model Marie ist seit der Gründung mit an Bord | Fotos: Andreas Krinke

2013 gründete Susanne Krinke ihre eigene Manufaktur. Bis heute fertigt sie jedes Schmuckstück von Hand.

Wie entdeckt eine Frau die Liebe zu Schmuck? Wie entdeckt eine Frau die Liebe zur Herstellung von Schmuck? Auf die erste Frage gibt es sicherlich unzählige Antworten, auf die zweite lässt sich – zumindest für Susanne Krinke – eine sehr konkrete finden.

Susanne Krinke

Die Ingolstädterin studierte Kommunikationsdesign in Augsburg und arbeitete im Anschluss 12 Jahre für den Spielzeughersteller HABA in Bad Rodach. Während der Elternzeit nach den Geburten ihrer beiden Kinder widmete sie sich einem weiteren Herzensprojekt: ihrer eigenen Manufaktur; Krinke Porzellan. Seit 2013 fertigt sie dort besondere Schmuckstücke in liebevoller Handarbeit an.

Ein magischer Moment

In der Zeit, in der Susanne Krinke als Produktdesignerin für den Spielzeughersteller Haba arbeitete, begegnete sie während eines Messebesuchs auf der Maison et Object in Paris der dänischen Porzellandesignerin Anne Black, die neben Gebrauchskeramik auch Schmuck aus Porzellan entwirft. Diese Begegnung war magisch:

„Ich wusste in diesem Moment, dass ich auch Porzellanschmuck machen wollte. Ich hatte schon lange die Idee, Schmuck mit filigranen Dekoren zu entwerfen, in Paris habe ich das richtige Material entdeckt: Porzellan.“

Das war es dann auch, worauf sich Susanne Krinke in ihrer eigenen Manufaktur spezialisierte. 13 Arbeitsschritte und drei Brände durchläuft jede Porzellanperle in der Krinke Manufaktur – von der flüssigen Gießmasse bis zum fertigen Schmuckstück. Doch bis es überhaupt so weit kommen konnte, war es ein langer Weg. 8 Jahre tüftelte Susanne Krinke an ihren kleinen Schätzen – den keramischen Herstellungsprozess brachte sie sich autodidaktisch bei. Daher ist es ihr auch so wichtig, noch immer jedes Schmuckstück von Hand zu fertigen. Mit 1.600 verschiedenen Varianten ihrer Kostbarkeiten geht sie davon aus, weltweit die größte Auswahl an Porzellanschmuck anbieten zu können.

Die Dekore, die im Siebdruckverfahren auf die Perlen aufgebracht werden, entwirft sie zum Großteil per Hand und lässt sich dabei u.a. von der Natur oder Kundenwünschen inspirieren.
In der Ingolstädter Manufaktur werden Armbänder, Halsketten, Ohrringe / Ohrhänger, Creolen, Ringe und Ohrstecker gefertigt. Das Montblanc Porzellan gibt es in den Farben nachtblau, türkis, mint, weiß und schwarz. Susanne Krinke fertigt und färbt jede Porzellanperle mit viel Liebe selbst.

Eleganter Allrounder

„Das Material Porzellan und seine Vielseitigkeit begeistert mich“, sagt Susanne Krinke. Die Vielseitigkeit des Materials spiegelt sich auch in den fertigen Schmuckstücken wider. Es ist ein dezenter Schmuck, der nicht zu stark aufträgt, sich sowohl mit Alltagsoutfit, als auch zum Abendkleid kombinieren lässt. Ein Schmuck, der gerne über alle Altersgrenzen hinweg getragen wird.

„Mein Schmuck ist so leicht, dass man ihn beim Tragen total vergisst. Es gibt also garantiert keine langen Ohrläppchen“,

lacht Susanne Krinke. „Ich versuche unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.“ Gebrannt wird daher mit Solarstrom, Rohstoffe und Schmuckteile bezieht sie meist regional. Die weitesten Wege gehen nach Italien und Dänemark – aus Fernost kommt nichts.

Unterstützung erhält Susanne Krinke von ihren Eltern und ihrem Bruder. Ihr Vater kümmert sich um den Webshop und setzt Schmuckstücke fotografisch gekonnt in Szene, ihr Bruder hat ebenfalls einen Hang zu Porzellan und steht bei Fragen zur Fertigungstechnik mit Rat und Tat zur Seite. „Ein besonderer Schmuck, der gut verträglich ist, den man sich gut leisten kann, der zu vielen Anlässen passt und den ich auch selbst jeden Tag gerne tragen möchte: das war es, was ich machen wollte.“

Und das ist es, was Susanne Krinke in ihrer Manufaktur geschaffen hat. Ihr selbst fehlte eine Alternative zwischen günstigem Mode- und sehr teurem Goldschmuck. Ihr Porzellanschmuck füllt diese Lücke zweifellos sehr elegant aus.

Susanne Krinke mit Familie.
Weitere Themen

Schutzschild aktiviert

Vor drei Wochen ließ sich espresso-Redakteur Sebastian mit Astrazeneca impfen. Wie er auf die Impfung reagierte und was sich sonst noch geändert hat, berichtet er hier.

Weiterlesen »

„Wir müssen über die Globalität der Probleme nachdenken“

Wie sind die Menschen früher mit Seuchen umgegangen und was können wir daraus lernen? Der Pfaffenhofener Schriftsteller Steffen Kopetzky erzählt in seinem neuesten Roman Monschau von einem der letzte Pockenausbrüche in Deutschland. Und malt dabei ein lebhaftes Bild von den 60er-Jahren in Deutschland, einer Zeit zwischen Aufbruchstimmung, Wirtschaftswachstum und Vergangenheitsbewältigung.

Weiterlesen »

Ingolstadt im Leerlauf

Die eine Leere mit einer anderen bekämpfen. Das hat sich das Altstadttheater mit einem Projekt zum Ziel gemacht. Mit „Leerelos“ soll neues Leben in die Schaufenster der Ingolstädter Leerstände einziehen. Auch die Kommunalverwaltung reagiert, um die Innenstadt zu beleben: die Parkgebühren werden gesenkt.

Weiterlesen »

„Schon nach der ersten Reise nach China war ich verliebt“

Wie fühlt es sich an, in China zu leben? In diesem Land der Superlative, das sich rasant entwickelt und mittlerweile schon über 1,4 Milliarden Menschen beherbergt? Elena Christmann hat 10 Jahre lang in China gewohnt und gearbeitet, sie hat das Land und die Menschen kennengelernt. Im espresso-Interview berichtet sie von ihren Erlebnissen und räumt mit dem ein oder anderen Vorurteil auf.

Weiterlesen »

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Scroll to Top