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Schöner geht eigentlich nicht
Old meets new – feierliche Eröffnung des brigk im Kavalier Dalwigk
Das digitale Gründerzentrum brigk hat eine neue Heimat. Einst tüftelten die Startups in der Ingolstädter Innenstadt an ihren Ideen. Jetzt sitzen sie in einem Prachtbau an der Schloßlände. Seien wir ehrlich: recht viel schöner hätte es sie nicht treffen können. Das Kavalier Dalwigk als ehemalige Geschützgießerei und Geschossfabrik aus dem 19. Jahrhundert macht Eindruck und man hat verstanden, historisches Ambiente und digitalen Fortschritt stilvoll miteinander zu verbinden. Doch damit geht für die Startups auch Verantwortung einher.
Was ist das brigk eigentlich? Michael Buthut (brigkAir) sieht das Gründerzentrum als „Hülle“, als „Gewächshaus“. Heißt schlussendlich nichts anderes als: man sorgt für optimale Rahmenbedingungen, wachsen müssen die Startups am Ende des Tages selbst. Dazu gehört freilich die (digitale) Infrastruktur, aber auch die passenden Kontakte – quasi Networking als Dünger.
Das brigk sieht sich selbst als „Anlaufstelle, Treffpunkt und Heimat für Entrepreneure und Kreative, digitale Nomaden und Startups in und um Ingolstadt“. Mit dem Umzug ins Kavalier Dalwigk hat man für die vielen Büroräumlichkeiten und Coworking-Spaces einen optischen Rahmen, auf den andere Startups im Rest des Landes neidisch blicken dürften.
Franz Glatz, Geschäftsführer des brigk, stellte sich in seiner Ansprache als „Kind der Region“ vor – er ist aus Neuburg. Es folgte eine (lange) Dankesrede an alle Beteiligten und inbesondere an die Startups, die alle von der Innenstadt mit an die Schloßlände gezogen waren. Dem brigk-Chef war deutlich anzumerken, wie wichtig ihm persönlich die erfolgreiche Umsetzung des Projekts ist.
Im digitalen Gründerzentrum werde ab heute die Zukunfts Ingolstadt mitbestimmt, sagte Oberbürgermeister Christian Scharpf, bevor er einen kurzen Blick in die Geschichte wagte und erklärte, dass Ingolstadt einmal kurz davor gewesen sei, in die Bedeutungslosigkeit abzudriften. Ludwig I. sei es zu verdanken gewesen, dass dem nicht so war. Das Ergebnis: die vielen Festungsbauten auf der Schanz – u.a. eben das Kavalier Dalwigk. Heutzutage seien aber nicht mehr die Ziegelsteine das Werkzeug, sondern die Digitalisierungskompetenz.
„Hier und im benachbarten Neubau werden junge Gründerinnen und Gründer Ideen entwickeln, neue Technologien voranbringen, Lösungen für Probleme finden, Geschäfte abschließen“, so der Oberbürgermeister.
AUF DER DACHTERRASSE
Dorothea Deneke-Stoll, 2. Bürgermeisterin und zugleich Aufsichtratsvorsitzende des brigk, legte in ihrer Rede das Augenmerk auf das an der Schloßlände neu entstehende „Quartier aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft“. In der Tat: wenn man sich sich am Congress-Zentrum vorbei Richtung Kavalier Dalwigk bewegt, fühlt man sich nach einigen Metern wie in einer ganz anderen Stadt – man möchte fast Großstadt sagen. Auf die Kultur muss man allerdings noch ein wenig warten, der Bau des Museums für Konkrete Kunst und Design verzögert sich.
BLICK NACH INNEN
Roland Weigert, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, bewies in seiner Rede, dass er der geborene Politiker ist. Mitreißend wusste er nicht nur über die Bedeutung des brigk für die Zukunft zu referieren, er spannte auch noch den Bogen zu einem österreichischen Nationalökonomen. Wohlgemerkt ohne einmal ins Langweilige abzudriften. Als er dann in der Rede von Franz Glatz auch noch die „Urkraft einer Mutter“ spürte waren ihm die Lacher sicher. Das Entscheidende sei, dass man bei den Verantwortlichen die Begeisterung für die Sache finde – und die fand er bei Glatz offenbar.
Aber – und jetzt kommen wir zur eingangs erwähnten Verantwortung: Weigert findet es zwar schön, dass sich die Jungunternehmer im brigk sebstverwirklichen können, „aber dafür gibt’s vom Freistaat keine 10 Millionen Euro“. So viel aber gab der Freistaat nun einmal dazu. Heißt? Innovation, Wertschöpfung und „satte Gewinne“ will man von den Startups künftig sehen. Denn wo satte Gewinne zu finden sind, geht auch viel Gewerbesteuer ab.
Nach den Reden und Grußworten fand noch eine kleine Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Schober (THI), Elke Christian (IHK) und David Neuhaus (Startup maloon GmbH) statt. Letzterer studierte einst an der Hochschule in Ingolstadt, gründete dann ein Startup (dessen Software u.a. von der Bundeswehr und der Bahn genutzt wird) und kann aktuell auf 70 Mitarbeiter zählen. Ein Best-Practice-Beispiel also.
Auch der brigk Makerspace (aktuell in der Schollstraße in einem ehemaligen Aldi) zieht mit an die Schloßlände – und zwar ins Untergeschoß. Max Hofedank plant mit dem finalen Umzug Ende Juni.
Altes und Neues geht im Kavalier Dalwigk künftig Hand in Hand. Das alte Gemäuer aus dem 19. Jahrhundert hat viel Charme, innovative Lösungen auf die Probleme der heutigen Zeit will man hier künftig finden. Bleibt eigentlich nur ein letzter Rat, der auch immer wieder auf den Shirts des brigk-Teams zu lesen war: Machen, machen, machen.

Vom Öffnen einer Blackbox
Die Künstlerin schafft ein Werk und stellt es dann irgendwo aus. Was jedoch passiert dazwischen? Hier erstreckt sich ein großer unbekannter Raum. Eine Blackbox. Nicht nur für Kunstinteressierte, sondern auch für die Künstler:innen selbst. Die Ingolstädter Fotografin Laura Michèle Kniesel blickt mit ihrer Fotoserie „Mit freundlichen Grüßen“ hinter die mitunter bürokratischen Kulissen des Kunstbetriebs. Die Ausstellung ist noch bis Mitte Juni in der Galerie im Stadttheater zu sehen. Vergangene Woche kam die ehemalige MKK-Direktorin Dr. Simone Schimpf zum Artist Talk vorbei.

Michaelis Badkultur feiert Eröffnung nach Neugestaltung
Beim exklusiven Pre-Opening der neuen Ausstellung freute man sich über den Besuch von langjährigen Bestandskunden, Neukunden, Architekten, Freunden und Bekannten. Das Event lebte von der Zusammenarbeit von aufstrebenden, jungen Unternehmern. Passend zum Bäder Design gab es Schmuck Design von Uname Atelier aus Berlin und ausgefallene Cocktail Eigenkreationen von Flo’s Cocktailbar aus Ingolstadt.

Luft & Liebe
Vom ersten Kennenlernen in einer Eichstätter Diskothek bis zum romantischen Heiratsantrag bei Sonnenuntergang am Strand: Sarah und Benedikt erzählen von ihrer ganz persönlichen Liebesgeschichte, emotionalen Hochzeitsmomenten und ihren gemeinsamen Zukunftsplänen auf dem Land.

Good Vibrations
Seit seinem 17. Lebensjahr ist Keeper David Klein beim FC Ingolstadt. 2024 hat der gebürtige Bonner den Sprung ins Profiteam geschafft und stand nun erstmals in den letzten drei Ligabegegnungen bei den Schanzern zwischen den Pfosten. Wie der inzwischen 20-Jährige sein Debüt mit zwei Siegen sowie die vergangene Saison erlebt hat, verrät der Youngster im espresso-Interview und plaudert zudem über seine Hobbys, seine Sommerpläne und die anstehende Weltmeisterschaft.

Zwischen Romantik & Realismus
Steffen Kopetzky begab sich auf die Spuren von Heinrich Heine und erzählt darüber in seinem neuen Buch „Die Harzreise. Eine Deutschlanderkundung“.

Volksfest Ingolstadt startet am Freitag
Von Freitag, 22. Mai, bis Sonntag, 31. Mai, öffnen sich die Pforten des Pfingstvolksfestes, das heuer bereits zum 80. Mal stattfindet. Den Beginn läuten um 17.30 Uhr die „Schanzer Musikanten“ mit einem Standkonzert vor dem Herrnbräu-Festzelt der Familie Lanzl ein. Dort wird Oberbürgermeister Dr. Michael Kern um 18 Uhr das Pfingstvolksfest mit dem traditionellen Fassanstich offiziell eröffnen.