Es werde Licht

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Berliner Künstlerin setzt Laser gekonnt in Szene | Foto: Jennifer Braun

Annika Hippler: Heliotropium | 4. Juni – 4. Juli 2021

Der Ausstellungsraum des Ingolstädter Kunstvereins im Stadttheater ist eine echte Dunkelkammer und eignet sich besonders gut für Ausstellungen, die mit Licht arbeiten. Eine Berliner Künstlerin zeigt nun, was möglich ist.

Annika Hippler hat an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und an der Universität der Künste in Berlin studiert. Seit 2007 stellt sie regelmäßig aus, vor allem in Deutschland und in Europa. Ihre zwei- und dreidimensionalen Werke richten sich an den dialogischen Eigenschaften des Lichts aus | Foto: Eva Kelety

Vom 4. Juni bis zum 4. Juli 2021 zeigt der Kunstverein Ingolstadt eine Ausstellung der Berliner Künstlerin Annika Hippler, die von Bettina Pelz kuratiert ist. Unter dem Titel „Heliotropium“ sind erstmals Luminogramme, Lichtobjekte und Lichtinstallationen von Annika Hippler in Ingolstadt zu sehen.

Laser-Show

Annika Hippler gehört zu weltweit wenigen Künstler*innen, die bevorzugt mit dem gebündelten Licht des Lasers arbeiten. Zusammen mit Bettina Pelz hat sie für den Kunstverein Ingolstadt ein Ausstellungsprogramm entwickelt, das einen Überblick über ihr künstlerisches Schaffen ermöglicht. Zu sehen sind eine Serie von Luminogrammen, eine Auswahl von Lichtobjekten und eine großformatige kinetische Installation. In ihren Luminogrammen erzeugt sie durch das Zusammenspiel von Licht und Wasser in Bewegung auf licht-sensiblem Papier zeichnerisch-graphisches Material.

Ihre Lichtobjekte sind materialgebundene Reliefs aus diversen Papieren und fluoreszierenden Pigmenten, die durch verschiedene, farbige Laser aktiviert werden. In den kinetischen Installationen choreographiert sie kinetische Objekte aus lichtreflektierenden Materialien, die im Spiel mit mehreren Lasern zu Bildräumen werden.

Bettina Pelz ist international tätige Kuratorin. Seit 1996 entwickelt Ausstellungsprojekte und Forschungsvorhaben, die Licht als Material und Medium in zeitgenössischer künstlerischer Praxis wie auch in kunsthistorischen Entwicklungen thematisieren
Die Ausstellung wird Mittwoch bis Sonntag von 16 bis 20 Uhr zu sehen sein | Foto: Jennifer Braun

Lichtbeobachtungen

Annika Hippler zeigt wie Laserlicht Material, Farbe und Raum animiert, sie komponiert mit Licht-basierten Linien, Farbfeldern und Sehräumen. Mit dem Titel der Ausstellung „Heliotropium“ bezieht sie sich auf das astronomische Fernrohr „heliotropium teliscopium“, mit dem Christoph Scheiner von 1610 bis 1617 vom Turm der Heilig-Geist-Kirche in Ingolstadt Sonnenflecken beobachte. 1615 publizierte Scheiner „Sol ellipticus“ über die Erscheinungsformen der Sonne beim Auf- und Untergang, 1617 publizierte er zur Brechung der Sonnenstrahlen in der Atmosphäre „Refractiones coelestes“. Christoph Scheiner, der in Ingolstadt, Innsbruck und Freiburg lehrte, zeichnete sich durch seine Studien zur Astronomie, zur Optik und zur Anatomie des Sehens aus.

  • Ausstellungsort | Kunstverein Ingolstadt e.V. | Eingang Junges Theater, Schlosslände 1, 85049 Ingolstadt
  • Öffnungszeiten | 4. Juni: 19:00 bis 20:00 Uhr | ansonsten jeweils Mittwoch bis Sonntag von 16:00 bis 20:00 Uhr

Die Öffnungszeiten und Einlassbedingungen variieren in Abhängigkeit von der Entwicklung der Corona-Pandemie. Auf der Webseite des Kunstvereins finden sich die jeweils aktuellen Möglichkeiten.

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