„Demokratie braucht immer wieder neue Aufmerksamkeit“

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"Demokratie braucht immer wieder neue Aufmerksamkeit"

Ingolstadts Oberbürgermeister Michael Kern | Foto: Sebastian Birkl

Mit dem „Tag der Demokratiegeschichte 2026“ wird unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erstmals mit einem bundesweiten Aktionstag die Geschichte der Demokratie hervorgehoben. Ingolstadts Oberbürgermeister Michael Kern würdigt diesen Tag als ein starkes Signal für die Bedeutung unserer demokratischen Tradition mit einem eigenen Statement.

Oberbürgermeister Michael Kern:

„Der 18. März steht in der deutschen Geschichte wie kaum ein anderes Datum für das Ringen um Freiheit, Mitbestimmung und demokratische Rechte. Dass dieser Tag künftig als „Tag der Demokratiegeschichte“ begangen wird, ist eine wichtige und richtige Initiative. Ich danke Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dafür, dass er diesen Gedenktag unter seine Schirmherrschaft gestellt und damit ein starkes Signal für die Bedeutung unserer demokratischen Tradition gesetzt hat.

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis von Auseinandersetzungen, von Mut und von Verantwortung – und sie braucht immer wieder neue Aufmerksamkeit. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Institutionen und Verfahren vielerorts infrage gestellt werden, ist es wichtig, sich der historischen Wurzeln unserer freiheitlichen Ordnung bewusst zu sein.

Der Tag der Demokratiegeschichte erinnert daran, dass unsere Demokratie aus konkreten Erfahrungen entstanden ist: aus Protest, aus politischen Entscheidungen und aus dem Engagement vieler Menschen. Wer diese Geschichte kennt, versteht besser, warum demokratische Regeln, Kompromisse und der Respekt vor unterschiedlichen Meinungen so wichtig sind.

Dass wir diesen Tag in Ingolstadt mit einer Veranstaltung im Stadtarchiv begehen, passt sehr gut. Archive bewahren die Quellen unserer Geschichte und machen nachvollziehbar, wie politische Entscheidungen zustande kamen und wie sich unsere Gesellschaft entwickelt hat. Sie sind damit ein Fundament historischer Erinnerung – und zugleich eine wichtige Grundlage für demokratische Öffentlichkeit.

Eine besondere Symbolik gibt diesem Anlass, dass das Stadtarchiv 2026 sein 50-jähriges Bestehen im Kavalier Hepp feiert. Seit fünf Jahrzehnten wird hier das schriftliche Gedächtnis unserer Stadt bewahrt. Wer verstehen will, wie sich Ingolstadt politisch und gesellschaftlich entwickelt hat, findet hier die Spuren und Dokumente dieser Entwicklung.

Der Tag der Demokratiegeschichte macht deutlich: Demokratie lebt vom Wissen um ihre Geschichte und von der Verantwortung, sie jeden Tag neu zu gestalten.“

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