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"Jeder Einkauf ist ein Stimmzettel"
Bei Tante Emma in Schrobenhausen gibt es Produkte aus unserer Region
Steckerleis aus Jetzendorf, Quinoa aus Schrobenhausen, Hanfsamen aus Königsmoos, Kerzen aus Reichertshausen – das und vieles mehr gibt es bei Verena Weingut im neuen unverpackt-Laden mit dem Namen „Tante Emma“ jetzt im Stadtkern Schrobenhausens.
„Jeder Einkauf ist ein Stimmzettel für regionale und unverpackte Produkte!“, sagt Verena Weingut. Ihr ist ihr unverpackt-Laden eine Herzensangelegenheit. Eigentlich hat die 35-Jährige in der Tourismusbranche Fuß gefasst. Durch die Coronakrise war diese jedoch etwas gebeutelt, so dass sie nach der Geburt ihrer Tochter mit einem eigenen Laden etwas Neues beginnen wollte.
Durch ihre elf Jahre in Spanien hat sie Lebensmittel besonders schätzen gelernt. „In Spanien geben die Menschen mehr Geld aus für gute, regionale Produkte. Wo es geht bezieht sie die Produkte aus der Region um Schrobenhausen. Ihr Wissen aus dem Marketing nutzt sie, um ein funktionierendes Netzwerk mit regionalen Bauern und Lieferanten auszubauen. Und die Region hat mehr zu bieten als man denkt: Bienenwachstücher anstatt Plastik- oder Alufolie bekommt die gebürtige Schrobenhausenerin aus Karlskron, Lupinen-Kaffee angebaut in Langenmoosen wird in Pöttmes geröstet, das Kürbiskernöl fließt aus Königsmoos und und und. „Es gibt viele tolle Leute hier in der Gegend. Denen möchte ich mit meinem Laden eine Plattform bieten.“
Privat lebt die Mutter einer 17-Monate alten Tochter plastikreduziert. „Unsere Plastiktonne wird etwa alle drei Monate geleert.“ Sie gibt zu, mit Baby ist es manchmal nicht ganz einfach, aber viele Dinge, wie Snacks, die Kinder lieben, gibt es bei ihr im Pfandglas. „Es ist ein ganz anderes Einkaufserlebnis, wenn man z.B. gefriergetrocknete Erdbeeren ins Glas füllt und einem der Duft in die Nase steigt.“
Wer ein Geschenk sucht, ist bei Verena ebenfalls richtig: Liebevoll gestaltete Karten, besondere Kerzen und Kerzenständer und Up-cycling-Produkte warten. Up-cycling ist ein großes Thema im Bezug auf Nachhaltigkeit: Bettlaken werden zu Stoffbeuteln für Nudeln und Brot. Sie ist zuversichtlich, dass die Menschen in Zukunft mehr darüber nachdenken, was und wo sie kaufen. „Hier bei mir kauft man nicht im Überfluss. Man kauft die Menge, die man gerade braucht. Das bedeutet auch, dass man weniger wegwirft. Für mich ist es schon ein kleiner Erfolg, wenn die Leute auch nur ein paar Produkte unverpackt kaufen. Vielleicht finden sie daran Gefallen und nehmen beim nächsten Mal wieder etwas Neues mit.“
Öffnungszeiten:
Di – Fr: 9.00 – 18.00 Uhr
Sa: 9.00 – 14.00 Uhr

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„Demokratie braucht immer wieder neue Aufmerksamkeit“
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