33. Literaturtage: Büchner-Preisträgerin liest in Ingolstadt

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33. Literaturtage: Büchner-Preisträgerin liest in Ingolstadt

Ursula Krechel ist im April zu Gast in Ingolstadt | Foto: Heike Steinweg Photography

Lesungen voller Themenvielfalt, Nachwuchsförderung und Workshops

Die Ingolstädter Literaturtage finden heuer vom 16. bis 28. April statt. Nachdem im vergangenen Jahr die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises Martina Hefter zu Gast war, dürfen wir uns heuer auf die Georg-Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel freuen. Sie liest aus ihrem Roman „Sehr geehrte Frau Ministerin“. 

„Ursula Krechel setzt den Verheerungen der deutschen Vergangenheit und den Verhärtungen der Gegenwart die Kraft ihrer vielgestaltigen Literatur entgegen. Sie seziert die Innenansichten der Klassenverhältnisse, sie zeigt, wie nach Flucht und Exil die Rückkehr nach Deutschland in Fremdheit und Nicht-Zugehörigkeit mündet“, begründete die Jury im vergangenen Jahr ihre Entscheidung. Der Georg-Büchner-Preis gilt als der renommierteste Literaturpreis im deutschen Sprachraum. Am 23. April liest Ursula Krechel im Rahmen der Literaturtage aus ihrem Roman „Sehr geehrte Frau Ministerin“.

Eröffnet werden die Ingolstädter Literaturtage aber bereits am 16. April von Raphaëlle Red (20 Uhr, Georgianum). Sie liest aus ihrem Debütroman „Adikou“, einer Road-Novel über die Phantome der Vergangenheit, über Scham, Wut und die Suche nach sich selbst. Die Protagonistin reist entlang der westafrikanischen Küste bis in die USA auf der Suche nach ihrem Platz in der Geschichte.

Der aktuelle Marieluise-Fleißer- Preisträger Jonas Lüscher gestaltet das kleine Festival im Festival | © Peter Andreas Hassiepen

Die Eröffnung bildet zugleich den Auftakt für ein „Festival im Festival“, gestaltet vom aktuellen Marieluise-Fleißer-Preisträger Jonas Lüscher. Eingeladen sind Daniela Dröscher („Der falsche Japaner“, 17.4.), Laura Freudenthaler („Iris“, 18.4.) und Mina Hava („Für Seka“, 19.4.). Dröschers Debüt „Die Lichter des George Psalmanazar“ erschien 17 Jahre nach der Erstveröffentlichung unter dem Titel „Der falsche Japaner“ neu. Freudenthalers Roman „Iris“ erzählt von Erfahrungen, die sich über Generationen hinweg in Körper einschreiben. Mina Havas Debüt „Für Seka“ verbindet Erinnern und Recherche zu einem Text über die Suche einer jungen Frau nach den Spuren ihrer Familie.

Zum 125. Geburtstag von Marieluise Fleißer und Ödön von Horváth bringt eine musikalische Lesung beide literarischen Größen zusammen („Endlich! Fleißer trifft Horváth!“, 20.4.). Kinderbuchautorin Stephanie Schneider liest am 26.4. aus „Grimm und Möhrchen“. Eine szenische Lesung des Theater-Spielclubs („Held*innen“, 28.4.) wird vom Stadttheater Ingolstadt veranstaltet und ist kostenfrei. Die Literarische Nacht (24.4.) präsentiert regionale Autorinnen und Autoren sowie Preisträger des Schanzer Schreibwettbewerbs. Musikalisch begleitet wird der Abend von der Ingolstädter Musikerin Lucia Falina. Bereits am 17.4. werden die Gewinnerinnen und Gewinner des Schüler-Schreibwettbewerbs in der Hauptstelle der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt ausgezeichnet.

Eine Übersicht über alle stattfindenden Workshops gibt es hier

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