„Es war Liebe auf den ersten Blick!“

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"Es war Liebe auf den ersten Blick!"

Interview: Sabine Kaczynski

Serie – Geheimnisse einer glücklichen Ehe

Sechs Paare aus Sport, Politik & Gesellschaft haben wir für unsere neue Serie befragt, um den Geheimnissen einer glücklichen Ehe nachzugehen. Teil IV: UWG-Stadtrat Christian Lange mit seiner Frau Elena,

Wann, wo und wie habt ihr euch kennengelernt?
Ich stand bei einem Bier an der Theke des ehemaligen Gasthauses „Treittinger“, als Elena mit ihrer Schwester, die ich schon einige Zeit kannte, hereinkam. Wir haben uns kurz in die Augen geschaut – und dann ist es passiert: Es war Liebe auf den ersten Blick! Das war am 1. August 2000. Wir haben uns sofort lange unterhalten und uns direkt fürs Wochenende verabredet.

Wann habt ihr geheiratet – und gab es einen ausgefallenen Heiratsantrag?
Mit der Hochzeit haben wir nicht lange gewartet: Sie fand bereits am 30. November 2001 statt. Um Elenas Hand hatte ich zuvor in einem meiner Lieblingsrestaurants in Würzburg, wo ich studiert habe, angehalten – im Nikolaushof am Käppele. Dort saßen wir am Abend mit Blick auf die erleuchtete Stadt.

Allein als Familie mit einem kleinen Kind in einer fremden Millionenstadt zu leben, schweißt enorm zusammen

Gibt es ein bestimmtes Ereignis, das euch besonders zusammengeschweißt hat?
Christian: Das waren ganz eindeutig unsere Auslandsaufenthalte. Durch meinen Job verbrachten wir einige Jahre in Kiew und Istanbul – das hat unsere Beziehung sehr geprägt. Wir haben gemeinsam die Kurse für das International Assignment, also die Entsendung ins Ausland, belegt und dabei zusammen Russisch und Türkisch gelernt. Anschließend allein als Familie mit einem kleinen Kind in einer fremden Millionenstadt zu leben, schweißt enorm zusammen. Aber auch die Zeit davor, als ich in Düsseldorf gearbeitet habe, war toll. Elena hat mich mit Yannick dort häufig besucht und wir haben schöne Stunden am Rhein verbracht. Eines der wichtigsten gemeinsamen Projekte war sicherlich auch unser Hausbau in Gerolfing. Als wir unser Zuhause im Frühjahr 2003 erwarben, war es noch ein Rohbau.

Elena: Aber es war auch eine Belastungsprobe für unsere Ehe, die sie aber perfekt überstanden hat. Denn trotz der Trips nach Düsseldorf führten wir eine Distanz-Beziehung und es war schon anstrengend, gleichzeitig zuhause noch den Bau unseres Hauses mit zu managen und meine Tanzkurse und Auftritte weiterzuführen. Entscheidungen beim Ausbau bergen durchaus Konfliktpotenzial. Manchmal muss man seine Interessen durchsetzen, ein anderes Mal zurückstecken oder einen Kompromiss finden – aber das wir haben das prima hinbekommen und auch meine Eltern haben mich in dieser Zeit oft unterstützt. Für mich stand es aber auch wegen dieses Stresses außer Frage, Christian ins Ausland zu begleiten.

Ein ausgewogener Mix aus dem Gewähren von Freiraum für den Partner und dem gleichzeitigen Suchen nach Nähe zum Partner gelingt bei uns sehr gut

Was ist euer ganz persönliches gemeinsames Ding?
Ein schönes Hobby, das wir gemeinsam entdeckt haben, ist das Golfen. Das machen wir beide wirklich sehr gerne – Elena sehr erfolgreich, ich leider weniger.

Was ist für euch das Geheimnis einer glücklichen Ehe?
Elena: Das Allerwichtigste in einer Ehe ist das gegenseitige Vertrauen. Dem Partner nachspionieren, Handys kontrollieren oder dergleichen sind absolute No-Gos und der Anfang vom Ende der Beziehung.

Christian: Ein ausgewogener Mix aus dem Gewähren von Freiraum für den Partner und dem gleichzeitigen Suchen nach Nähe zum Partner gelingt bei uns sehr gut. Wir gehen beruflich verschiedene Wege durchs Leben, haben aber privat viele Gemeinsamkeiten. Man darf sich nicht gegenseitig „auf der Pelle hocken“, aber sich auch nicht gleichgültig werden.

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