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Glanz & Glamour
Drei Tage lang zieht mit „Mut zum Hut“ Glanz und Glamour ins Neue Schloss. Der Wettergott sorgt zur Ingolstädter Premiere für herrliche Spätsommertemperaturen. espresso war mit der Kamera dabei.
„Die ältesten Hutträger waren die Affen“, sagte Ute Patel-Missfeldt nach der kleinen Modenschau am Samstag und erntete dafür viele Lacher. Mit Bananenblättern hätten sich diese vor dem Regen geschützt. Wir haben diese kleine Anekdote nicht nachrecherchiert, aber es zeigt sicher exemplarisch, wie es im Kopf der Künstlerin so zugeht: bunt, laut und immer ein kecker Spruch auf Lager.
Köpfe wie diesen braucht es aber, um etwas wie Mut zum Hut – die weltgrößte Hutschau der Welt – auf die Beine zu stellen und seit nunmehr 22 Jahren erfolgreich am Leben zu erhalten. Das tut die 80-jährige Künstlerin gemeinsam mit Tochter Isabel Patel, die fortan entscheiden wird, ob die Hutschau dauerhaft in Ingolstadt bleibt oder wieder zurück nach Neuburg zieht. Das hängt auch ganz davon ab, wie erfolgreich die Premiere auf der Schanz verläuft.
Zur Eröffnung am Freitag durfte natürlich auch das Stadtoberhaupt Christian Scharpf nicht fehlen. Bis in den 60er Jahre seien Hüte als Accessoire kaum wegzudenken gewesen, erklärte er den anwesenden Gästen. Dann aber nahm die Bedeutung ab. Hutträger seien heutzutage modebewusste Menschen, die ihren eigenen Stil betonen und sich aus der Masse abheben wollen, sagte der Oberbürgermeister.
Und tatsächlich: am Wochenende waren in der Ingolstädter Innenstadt viele außergewöhnlich gekleidete Menschen mit kreativen Kopfkreationen zu sehen – verfolgt von neugierigen Blicken.
Scharpf bekam übrigens nach seiner Rede selbst einen Hut geschenkt – vom „Hutkönig“ aus Regensburg. Ein Foto davon finden Sie weiter unten in der Galerie.
Die Hutschau erwischte zur Premiere auf der Schanz absolutes Traumwetter. Im Schlosshof kann daher noch bis heute, 19 Uhr, bei einem Glas Sekt und leckeren Speisen der Cantina International das herrliche Ambiente genossen werden. Auf drei Ebenen stellen internationale Aussteller und handverlesene Künstler auf drei Ebenen Kopfbedeckungen aller Art, einzigartigen Kopfschmuck und vieles mehr aus. Auch Schmuck, Mode, Taschen, Lederhandschuhe und weitere Accessoires gibt es zu bestaunen – und natürlich auch zu erwerben.
DIE MODENSCHAU
Besonderen Applaus gab es bei der kleinen Modenschau am Samstag für Helga Fischer. Als „ältestes Model der Welt“ kündigte Moderator Jürgen Niemeier sie an. Die Publikumsreaktion machte klar: die 96 (!) Jahre sieht man ihr nun wirklich nicht an.
Vielleicht baut sie diesen Rekord 2022 ja sogar noch aus. Vom 23. bis 25. September soll Mut zum Hut im kommenden Jahr stattfinden. Ob in Ingolstadt oder Neuburg? Wir warten gespannt.

Eine kleine Rarität
„Das Haus verliert nix“, lautet ein alter Grundsatz. Besonders erfreulich ist das jetzt in diesem Fall: Der Neffe von Marieluise Fleißer hat einen sehr seltenen Buchumschlag zur Erstausgabe ihres Romans „Mehlreisende Frieda Geier“ aufgetrieben. Gestern wurde die Rarität ans Fleißer-Archiv übergeben.

33. Literaturtage: Büchner-Preisträgerin liest in Ingolstadt
Die Ingolstädter Literaturtage finden heuer vom 16. bis 28. April statt. Nachdem im vergangenen Jahr die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises Martina Hefter zu Gast war, dürfen wir uns heuer auf die Georg-Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel freuen. Sie liest aus ihrem Roman „Sehr geehrte Frau Ministerin“.

Neue Vorführungen von „4471 Tage“
Die Volkshochschule Ingolstadt zeigt erneut die Dokumentationsreihe „4471 Tage – Ingolstadt im Dritten Reich“ von Florian Schiekofer.

„Demokratie braucht immer wieder neue Aufmerksamkeit“
Mit dem „Tag der Demokratiegeschichte 2026“ wird unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erstmals mit einem bundesweiten Aktionstag die Geschichte der Demokratie hervorgehoben. Ingolstadts Oberbürgermeister Michael Kern würdigt diesen Tag als ein starkes Signal für die Bedeutung unserer demokratischen Tradition.

Versaut es uns nicht
Gerade ist das Renaturierungsprojekt am Donauufer fertig geworden, schon liegt der Müll herum.

Biere für Tiere
Der Ingolstädter Wildpark steht wegen klammer Stadtkassen unter Druck. Die Brauerei Yankee & Kraut hat nun die Spendenaktion „Biere für Tiere“ ins Leben gerufen. Und auch Uschi Feyrer-Ziob will mit einem Verein das Überleben des Wildparks am Baggersee sichern.