Eintauchen in die Comic-Welt

Fotos: Sebastian Birkl

Neue Ausstellung in der Galerie Nassler: Werke von Pop-Art-Künstler Robert Sgarra bis 31. Oktober 2020 zu sehen

“Comics sind eine eigenständige Kunstform”, sagte der legendäre Comiczeichner Carl Barks einmal. Einer, der sich dieser Kunst bedient und daraus etwas ganz Neues kreiert, ist der französische Künstler Robert Sgarra. In seinen Werken setzt er zahlreiche Comicfiguren gekonnt in Szene – nimmt dabei keine Rücksicht auf die meist streng abgetrennten Universen, in denen sich die Figuren sonst nur unter ihresgleichen bewegen und schafft es, selbst bekannte Hollywoodstars darin noch so unterzubringen, dass sich am Ende ein stimmiges Bild ergibt.

“Farbenfroh, bunt, freundlich und wunderschön”, so beschrieb Barbara Nassler die Werke des französischen Pop-Art-Künstlers Robert Sgarra auf der Vernissage am 18. September in Neuburg. Noch bis Ende Oktober geben sich in der Galerie Nassler Dagobert Duck (Erschaffer war übrigens der eingangs erwähnte Carl Barks), Micky Maus, Captain America und viele weitere Stars und Sternchen der Comicszene ein Stelldichein. Sgarras Bilder versetzen einen zwangsläufig zurück in die eigene Kindheit. Das merkte auch Barbara Nassler in ihrer Begrüßungsrede vor rund 60 Gästen an und erinnerte an eine Zeit, in der man noch das eigene Taschengeld zusammenkratzte, um sich den nächsten Comic kaufen zu können.
Robert Sgarra (geb. 1959 in Grenoble) siginierte bereitwillig Bild um Bild.

Je länger man auf ein Werk des französischen Künstlers schaut, desto mehr entdeckt man. Die Neuburger Kulturamtsleiterin Marieluise Kühnl zeigte sich begeistert vom Farbenreichtum und den vielen Einzelheiten, die darin zu finden seien. Im Gespräch mit Sgarra erfuhr sie, dass Marilyn Monroe modische Vorbilder in der Comicwelt hatte und daran ihren Kleiderstil anpasste. Da ist es also nicht allzu verwunderlich, dass auch die Hollywood-Ikone ihren Platz in Sgarras Werken findet. Bilingual wurde es bei der kurzen Ansprache der Neuburger Kulturreferentin Gabriele Kaps. Sie hielt ihre Rede auf Deutsch und Französisch – Sgarra spricht nämlich nur letzteres. Die Französischlehrerin kam dann auch noch gleich ihrem Bildungsauftrag nach und erklärte, dass Comics in Frankreich einen viel höheren Stellenwert hätten, als hierzulande. Die Gäste lernten dabei auch noch gleich den französischen Begriff für Comic: bande dessinée.

Obelix, Asterix & Idefix in minimalistischer Form.
Bei all den verschiedenen Comicfiguren: hat Robert Sgarra eigentlich eine Lieblingsfigur? Hat er. Es ist Popeye, der Seemann. Die Zeichentrickserie schaute er früher immer mit seinem Vater (der einst als italienischer Einwanderer nach Frankreich kam). An Neuburg gefällt dem Künstler insbesondere das Schloss und die Donau, die sich durch das Städtchen schlängelt. Diese Infos haben wir übrigens nicht den stark eingerosteten Französischkenntnissen unseres Redakteurs zu verdanken, sondern Sgarras Verleger Abdel Barhoul, der dankenswerterweise übersetzte.
Die Helden der Neuzeit tragen Maske.

Wenn Sgarra Comicfiguren, Hollywoodstars und weitere Elemente aus der Pop-Art in seinen Werken zusammensetzt, gleicht das Ganze schon ein wenig einem Puzzlespiel. Unterstrichen wird dies nochmal durch das Abweichen von den gängigen Bildformaten und dem Einsatz überdimensionierter Puzzleteile, auf der er seine Werke präsentiert.

Die Ausstellung in der Galerie Nassler findet noch bis 31. Oktober statt. Mehr über Robert Sgarra und seine Kunst gibt es hier.

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