Nacht der Museen 2023

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Nacht der Museen 2023

Ein erlebnisreicher Abend erwartet alle Kulturinteressierten am Samstag, 9. September. Zehn Ingolstädter Museen und Galerien öffnen dann zur Nacht der Museen ihre Türen bis 24 Uhr mit einem vielfältigen Rahmenprogramm in ungewohnter Atmosphäre.

Führungen, Stirnlampen, Musik & Cocktails

Damit es eine besondere Nacht wird, gibt es vielerorts außergewöhnliche Führungen durch die Ausstellungen. Im Bayerischen Armeemuseum stellen der Museumsdirektor und mehrere Kuratoren die Highlights im Neuen Schloss vor. Das Marieluise-Fleißer-Haus gewährt bei verschiedenen Themenführungen Einblicke in das Leben der Literatin. Bei den Gartenführungen im Deutschen Medizinhistorischen Museum sorgen zu später Stunde Stirnlampen für den Durchblick. Der Arzneipflanzengarten ist außerdem Kulisse für die A-Capella-Songs der Formation „Voice Connection“ und die Cocktailbar des Museumscafés. Auch in einigen anderen Häusern sorgen Foodtrucks für das leibliche Wohl.

Musikalisch wird es ebenfalls im Lechner Museum bei Duetten mit Oboe und Cello in der Ausstellung „Susanne Tunn – Kraft der Stille“. Vor den drei Konzerten findet jeweils eine Museumsführung statt. Nicht nur Musik, sondern gleichzeitig auch Tanz zeigen im Audi museum mobile die Künstler von „Men in Blech“. Führungen und eine Kreativwerkstatt für Kinder runden dort das Angebot ab. Eine weitere Performance gibt es im Museum für Konkrete Kunst, wo alle 30 Minuten ein Vorgeschmack auf die diesjährigen Tanztage gegeben wird.

Zeitreise auf der Museumswiese

Im Stadtmuseum wird Geschichte lebendig. Historische Gruppen zu unterschiedlichen Geschichtsepochen lagern auf der Museumswiese und zeigen das Leben von damals. Zudem gibt es dort Musik, Tanz und jede Menge Magie für große und kleine Nachtschwärmer/-innen. Außerdem präsentieren Stadtarchiv und Wissenschaftliche Stadtbibliothek im Lesesaal ihre Schätze und zeigen ihre Arbeit.

Premiere: Kunstpreise Ingolstädter Lios

Neben Altbewährtem bietet die Nacht der Museen auch Neuheiten. Erstmals verleiht der Lions Club in der Harderbastei den Kunstpreis „Ingolstädter Lion“. Dabei sind die Besucher/-innen bei der Wahl des Publikumspreises gefordert. Neu ist außerdem der Kunstbus der INVG, der auf dem Theaterplatz vorgestellt wird. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann im Bus Platz nehmen, wenn Theres Rohde, Direktorin des Museums für Konkrete Kunst, mit dem Künstler Lars Breuer spricht.

Selbst mit dem Künstler ins Gespräch kommen kann man in der Galerie im Theater, wo Achim Werner zum „Meet and Greet“ in seiner Ausstellung „oben auf“ lädt. Auch das Heimatmuseum Niemes und Prachatitz öffnet und gibt einen Einblick in die Lebensweise im ehemaligen Sudetenland.

Mit dem Oldtimer-Shuttlebus durch die Nacht

Ein weiteres Highlight ist die Fahrt mit den Oldtimer-Shuttlebussen, die zwischen den Museen pendeln. Das Ticket beinhaltet darüber hinaus die Nutzung der INVG-Busse im Stadtgebiet. Automobil-Liebhaber/-innen kommen auch beim Auto-Korso „Fahrzeuge in Uniform“ auf ihre Kosten. Historische Behördenfahrzeuge sind im Stadtgebiet unterwegs und machen auf dem Paradeplatz, dem Rathausplatz und auf der Audi Piazza Station.

Den Abschluss bildet traditionell der musikalische Frühschoppen im Bauerngerätemuseum am Sonntag. „DAS KUBINAT“ bietet bayerischen Rock und Blues bei Biergartenbewirtung.

Weitere Themen

Volksfest Ingolstadt startet am Freitag

Von Freitag, 22. Mai, bis Sonntag, 31. Mai, öffnen sich die Pforten des Pfingstvolksfestes, das heuer bereits zum 80. Mal stattfindet. Den Beginn läuten um 17.30 Uhr die „Schanzer Musikanten“ mit einem Standkonzert vor dem Herrnbräu-Festzelt der Familie Lanzl ein. Dort wird Oberbürgermeister Dr. Michael Kern um 18 Uhr das Pfingstvolksfest mit dem traditionellen Fassanstich offiziell eröffnen.

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Zweite Blüte

An Paul Melia kommt man in Ingolstadt eigentlich nicht vorbei. Vielleicht kennt nicht jeder sein Gesicht, wohl aber seine Handschrift. Als Landschaftsarchitekt bei der GWG Ingolstadt ebnet Melia seit Jahren Wege für andere. Ziemlich buchstäblich. Er entscheidet, wo Menschen laufen, wie Kinder spielen und wie sie fallen.

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Von der ehelichen Pflicht und zeitlosen Sehnsucht des Menschen

Ich erinnere mich noch ein wenig an meine Urgroßmutter. Jahrgang 1899. Zwei Weltkriege hat sie erlebt – die Mondlandung hielt sie für ausgemachten Unsinn. Wenn eines von uns Kindern nackt durchs Haus flitzte, kam zuverlässig der Kommentar: „Sei ned so unkeusch!“ Ich war vier, als sie starb. Es war eine andere Zeit, die sie prägte.

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Was wollen wir uns leisten?

Die Stimme bricht, die Tränen steigen ihr in die Augen. Beate Diao steht an einem Freitagabend verloren auf der Bühne in der Harderbastei und blickt in die Menge. In diesen Tagen feiert sie mit ihrer Kunst- und Kulturbastei 20-jähriges Jubiläum. Eigentlich ein Grund zu strahlen, doch die Sparmaßnahmen der Stadt könnten das Aus für den Verein bedeuten. Was für Kinder und Jugendliche dadurch verloren ginge, wird an diesem Tag so sichtbar wie selten.

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