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Mon cher Paris

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Mon cher Paris

Text & Fotos: Kristina Brandl

espresso Mitarbeiterin Kristina Brandl bereiste zusammen mit Freunden die Stadt der Liebe. Anschließend ging es in die Normandie an den Strand.

Sechs junge Erwachsene auf dem Weg in die weite Welt. Oder zumindest bis ins Nachbarland Frankreich. Geplant sind ein paar Tage Paris und zum Abschluss für zwei Tage nach Étretat in die Normandie.

Da es uns wichtig war, die Umwelt nicht zu sehr zu belasten, fuhren wir die gesamte Strecke mit Zug und Bus. Abfahrt war um 9 Uhr am Hauptbahnhof in Ingolstadt, Ankunft in Paris gegen 17:30 Uhr. Beide Apartments buchten wir über Airbnb. In der französischen Hauptstadt angekommen, machten wir uns gleich auf den Weg zur Unterkunft, wo die sehr freundliche Vermieterin auf uns wartete und uns durch die zentral gelegene Wohnung führte. Nach der Zugfahrt freuten wir uns schon auf das Abendessen. Wir entschieden uns für ein Restaurant in der Nähe der Unterkunft mit italienischer Küche. Anschließend fuhren wir mit der Metro zum 330 m hohen Eiffelturm. In Abendstimmung fällt er mit seiner Beleuchtung sofort ins Auge. Für Menschen mit Höhenangst lohnt sich die Überwindung, die mit einer atemberaubenden Aussicht über Paris und den unzähligen Lichtern belohnt wird. Bis 1 Uhr nachts wandert ein Lichtstrahl vom Turm aus über den Horizont der Stadt und sorgt für Gänsehautfeeling.

Am nächsten Tag starteten wir mit einem Frühstück bei Loup und einem anschließenden Besuch im Jardin du Palais Royal, der unter anderem auch Drehort der Serie „Emily in Paris“ war. Weiter ging es zum Jardin de Tuileries, mit Blick auf den Louvre, die Pyramide und den Eiffelturm. Über die Champs Élysées kamen wir zur bekannten Sehenswürdigkeit Arc de Triomphe. Den Nachmittag verbrachten wir bei einer Schifffahrt auf der Seine, die an namhaften Gebäuden sowie der Cathédrale Notre-Dame de Paris vorbeiführte. Danach ging es zum Champ de Mars, der Park neben dem Eiffelturm. Zu Abend aßen wir im veganen Restaurant apéti und ließen den Tag mit Blick auf den Eiffelturm bei Nacht ausklingen.

Der neue Morgen startete mit einem Frühstück in der Unterkunft, daraufhin besuchten wir das größte Kunstmuseum der Welt – den Louvre. Ob sich vor der hippen Mona Lisa auf dem Cover unserer Juni-Ausgabe auch so viele Kunstbegeisterte versammelten, wie vor dem Original? An unseren Auslagestellen mussten Sie hoffentlich nicht 15 Minuten anstehen und sich vom Ordnungspersonal anweisen lassen. Kleine Randnotiz: Wer das gesamte Museum mit allen Ausstellungen in Ruhe besichtigen möchte, muss mindestens zwei Tage dafür einplanen. Am schönsten fand ich persönlich die Skulpturenhalle. Da er gleich in der Nähe war, ließen wir es uns nicht entgehen, einen weiteren Drehort von „Emily in Paris“ zu entdecken, nämlich den Eingang zur Agentur Savoir, der in einem Innenhof versteckt ist. Gut gestärkt nach einem Mittagessen fuhren wir mit der Metro zum Künstlerviertel Montmartre. Von dort kann man auch die Aussicht auf Paris genießen oder die bekannte Kirche Sacré-Coeur besichtigen. Zwischen Cafés und Restaurants bieten Künstler an, Karikaturen oder Gemälde der Touristen anzufertigen. In Montmartre gibt es viele nette Gassen mit einigen Künstlerläden. Auf der Rückfahrt machten wir einen kurzen Halt bei der Galerie Lafayette. Da wegen der Aufstände in Paris ab 21 Uhr keine Metro mehr fuhr, aßen wir im Restaurant L’As de Trefle, direkt vor unserem Apartment zu Abend. Der Kellner begrüßte uns gleich mit einem deutschen „Willkommen“ und servierte Burrata mit Aubergine als Entrée. In Erinnerung blieben uns auch die flambierten Pizzen, die uns mit kleinen Flammen on top aufgetischt wurden. Zum Dessert bestellten wir
Moelleux au Chocolat (Lavakuchen mit Eis).

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Am nächsten Tag ging es in das vom Sonnenkönig Ludwig XIV. erbaute Schloss Versailles. Wir bekamen einen Einblick in die Gemächer und Räume mit ausgestellten Gemälden, und natürlich dem bekannten Spiegelsaal. Dieser aufwendig verzierte Saal mit einer Länge von 73 Metern verfügt über 357 Spiegel! Beeindruckend ist auch die Außenanlage, mit Orangerie, zahlreichen Brunnen sowie den mit Musik untermalten Fontänenshows. Selbst im Schloss Versailles durfte ein Ladurée-Stand, mit den bekannten französischen Macarons nicht fehlen. Zum Abschluss des Tages aßen wir in dem Restaurant Végét’Halles. Wie der Name schon verrät, gibt es dort ausschließlich vegane und vegetarische Gerichte. Rückblickend war das Essen dort eines meiner persönlichen Highlights.

Bevor es mit dem Zug und Bus weiter in die Normandie ging, frühstückten wir bei Cloud Cakes leckere Kuchen und Häppchen. Mit Umstieg in Le Havre kamen wir schließlich in Étretat an und checkten in unsere dortige Unterkunft – ein süßes Häuschen mit Strandzugang – ein. Das Wetter war deutlich kühler und windiger, wie man es vom Ärmelkanal vermutet. Natürlich konnten wir es uns nicht entgehen lassen, zuallererst am Strand die Meerluft einzuatmen. Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort, vorbei an einem kleinen Fest, kehrten wir in einem Restaurant direkt am Strand ein. Typisch für die Gegend gab es dort Fischgerichte und natürlich Crêpes. Beim Essen hatten wir direkten Blick auf den Sonnenuntergang über dem Meer.

Am letzten Tag unserer Reise wanderten wir die atemberaubenden Klippen hinauf und genossen den Blick aufs offene Meer und den Ort. Wieder zurück am Strand konnten wir baden gehen und in der Sonne entspannen. Étretat ist ein schöner Ort zum Relaxen, gerade nach den vielen Schritten, die wir in Paris zurückgelegt hatten. In der Abenddämmerung spazierten wir noch auf eine kleinere Klippe und stießen mit französischem Cidre auf die gelungene Reise an.

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