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Afrikafest kein eigenständiges Event mehr
Das Afrikafest in Ingolstadt wird nicht mehr als eigenständige Veranstaltung durchgeführt, sondern dauerhaft in das Bürgerfest integriert. Das hat der Veranstaltungsausschuss heute beschlossen. Widerspruch gab es nicht.
Der Veranstaltungskalender der Stadt ist um einen Termin ärmer. Die Gründe liegen auf der Hand: die Stadt muss sparen. In der heutigen Ausschusssitzung war man sich dann auch ungewohnt einig. Nicht nur innerhalb des Ausschusses. Bürgermeisterin Dorothea Deneke-Stoll erklärte, auch mit den Veranstaltern des Afrikafestes herrsche „Konsens“ über die Entscheidung.
Kulturamtsleiter Tobias Klein sprach ebenfalls vom herrschenden „Kostendruck“ und erklärte, die Integration des Afrikafestes ins Bürgerfest sei auch heuer schon organisatorisch machbar. So nutze man Synergien und reduziere eben einen Teil der Kosten. Die Kosteneinsparung hält sich jedoch in Grenzen. Laut Beschlussvorlage plante das Amt das Afrikafest mit einem Defizit von 85.000 Euro. „Durch die vorgeschlagene Maßnahme kann durchaus mit einer Reduktion der Kosten von mindestens 10.000€ bis 20.000€ gerechnet werden“, heißt es in der Vorlage. Hinterfragt wurde diese Summe von den Lokalpolitikern in der Sitzung nicht.
Karl Ettinger (FDP) steht hinter der Idee. Er sieht darin einen Schritt zurück in Richtung der Ursprünge des Bürgerfestes, also wieder mit größerem Warenangebot. Das Thema schneidet auch die Beschlussvorlage an: „Viele Personen wünschen sich nicht nur Musik, Essen und Trinken, sondern alternative Angebote wie Warenhändler oder alternative Kulturangebote. Das haben wir beim vergangenen Bürgerfest u.a. mit der Straße der Partnerstädte oder dem Angebot der Nachhaltigkeitsstelle festgestellt. Das Afrikafest bietet dahingehend eine tolle Bereicherung mit zusätzlichen Warenmarktständen, Infoständen und einem alternativen Kulturprogramm.“ Auch den geplanten Standort an der Schleifmühle für das übergesiedelte Afrikafest sieht Ettinger positiv.
Kuriose Worte im Anschluss von Stadtrat Ulrich Bannert. Die „Integration“ findet er „sehr, sehr positiv“. Das einmal aus dem Munde eines AfD-Mannes zu hören, war dann doch überraschend. Gemeint war aber natürlich auch hier die Integration des Afrikafests ins Bürgerfest. Die letzte Wortmeldung gehörte Agnes Krumwiede (Grüne). Sparsituationen führten manchmal zu „Lösungen, die brillant sind“, sagte sie.
Im Anschluss wurde dem Antrag einstimmig zugestimmt.
Kommentar von espresso-Redakteur Sebastian Birkl
Die Diskussion um Kosteneinsparungen ist müßig, aber natürlich muss sie immer wieder neu geführt werden. Dass sich die Ingolstädter nicht gerne Feste aus dem Veranstaltungskalender streichen lassen, war zuletzt bei der Diskussion um das Bürgerfest spürbar. Jetzt also hat es das Afrikafest getroffen – sicher mit kleinerer Lobby. Klar, es verschwindet nicht gänzlich, aber es ist eben auch ein Termin im Jahr, an dem an den Wochenenden weniger Trubel auf Ingolstadts Straßen herrscht. Weniger als ohnehin schon. Und das für eine Einsparung von 10.000 bis 20.000 Euro („mindestens“)? Das scheint dann doch trotz Kostendruck ein bezahlbarer Preis zu sein.

Volksfest Ingolstadt startet am Freitag
Von Freitag, 22. Mai, bis Sonntag, 31. Mai, öffnen sich die Pforten des Pfingstvolksfestes, das heuer bereits zum 80. Mal stattfindet. Den Beginn läuten um 17.30 Uhr die „Schanzer Musikanten“ mit einem Standkonzert vor dem Herrnbräu-Festzelt der Familie Lanzl ein. Dort wird Oberbürgermeister Dr. Michael Kern um 18 Uhr das Pfingstvolksfest mit dem traditionellen Fassanstich offiziell eröffnen.

Zweite Blüte
An Paul Melia kommt man in Ingolstadt eigentlich nicht vorbei. Vielleicht kennt nicht jeder sein Gesicht, wohl aber seine Handschrift. Als Landschaftsarchitekt bei der GWG Ingolstadt ebnet Melia seit Jahren Wege für andere. Ziemlich buchstäblich. Er entscheidet, wo Menschen laufen, wie Kinder spielen und wie sie fallen.

Von der ehelichen Pflicht und zeitlosen Sehnsucht des Menschen
Ich erinnere mich noch ein wenig an meine Urgroßmutter. Jahrgang 1899. Zwei Weltkriege hat sie erlebt – die Mondlandung hielt sie für ausgemachten Unsinn. Wenn eines von uns Kindern nackt durchs Haus flitzte, kam zuverlässig der Kommentar: „Sei ned so unkeusch!“ Ich war vier, als sie starb. Es war eine andere Zeit, die sie prägte.

Was wollen wir uns leisten?
Die Stimme bricht, die Tränen steigen ihr in die Augen. Beate Diao steht an einem Freitagabend verloren auf der Bühne in der Harderbastei und blickt in die Menge. In diesen Tagen feiert sie mit ihrer Kunst- und Kulturbastei 20-jähriges Jubiläum. Eigentlich ein Grund zu strahlen, doch die Sparmaßnahmen der Stadt könnten das Aus für den Verein bedeuten. Was für Kinder und Jugendliche dadurch verloren ginge, wird an diesem Tag so sichtbar wie selten.

Keine Überraschung: De Lapuente wird 3. Bürgermeister
Ein weiterer Meilenstein der Absprachen zwischen CSU, SPD und Grünen für die neue Wahlperiode ging heute reibungslos über die Bühne. Christian De Lapuente wurde zum Dritten Bürgermeister der Stadt Ingolstadt gewählt.

Fotogalerie: Halbmarathon Ingolstadt 2026
Bei der Jubiläumsausgabe des Ingolstädter Halbmarathons gingen bei bestem Wetter tausende Läuferinnen und Läufer an den Start. Cornelia Griesche verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr, bei den Männern siegte Chris Göltl. Doppelsieg für den MTV Ingolstadt.