Startseite » News & Events » CSD Ingolstadt 2024: Das sind die Pläne
CSD Ingolstadt 2024: Das sind die Pläne
CSD Ingolstadt 2024 findet am 31. August statt
Zum sechsten Mal jährt sich am kommenden Samstag der Ingolstädter Christopher Street Day. Was ist geplant? Wir haben die Antworten.
Bereits Anfang des Jahres kristallisierte sich für das Organisationsteam das Motto des diesjährigen CSDs heraus: Regenbogen gegen Rechts. Der Grund: Am 10. Januar veröffentlichte Correctiv ihre Rechercheergebnisse zu „Remigrationsplänen“ unter dem Titel Geheimplan gegen Deutschland. Hunderttausende gingen auf die Straßen. Das Motto war gesetzt.
Seit Juni stricke man nun wegen einer kurzfristigen Umstrukturierung im Vorstand des Vereins Queer Ingolstadt e.V. „mit heißer Nadel“ am restlichen Programm, wie Sprecherin Gerda Schuderer auf der heutigen Pressekonferenz erklärte.
Das ist geplant
Das Programm sieht so aus: Get Together ist um 13 Uhr am Rathausplatz. Um 14 Uhr wird es einige Redebeiträge geben, darunter die Schirmherrin des CSD 2024, Gudrun Rihl. Für ihr langjähriges Engagement bei Amnesty International verlieh ihr im vergangenen Jahr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Auch die neue Diversity Managerin der Audi AG wird auf der Bühne sprechen.
Um 15 Uhr startet schließlich das Herzstück des Christopher Street Days: die bunte Parade quer durch die Stadt. Vom Rathausplatz geht es wie gewohnt am Münster vorbei, dann Richtung Paradeplatz und wieder zurück zum Rathausplatz. Einen Zwischenstopp auf dem Paradeplatz gibt es heuer wegen der dortigen Baumaßnahmen nicht.
Die Ankunft der Parade ist für 17 Uhr geplant. Die Teilnehmer*innen dürfen sich dort bis 21 Uhr auf ein CSD-Fest freuen, u.a. mit Performances der Drags John Gentlethem und Kamilla Spiller aus München. Eine musikalische Unterbrechung gibt es für eine Panel-Diskussion zum Thema „Ausgrenzung innerhalb der queeren Community“ mit V. Schabenberger und Gerda Schuderer vom Verein Queer Ingolstadt und einer Jugendtherapeutin. Menschen aus dem Publikum haben dabei die Möglichkeit, spontan ihre Erfahrungen zu teilen.
Nach dem Fest am Rathausplatz gibt es zwei Aftershow-Partys, eine mit DJ Captain Balu & DJ Taurus im Rainbow No. 2, die andere im B1 – Be One.
Positive Entwicklung der queeren Community in Ingolstadt
Die Akzeptanz der Ingolstädter Stadtgesellschaft für die queere Community bzw. für queere Themen im Allgemeinen steigt. So lassen sich knapp die Erfahrungen von Schuderer und Burger zusammenfassen. Die queere Community sei seit dem ersten Christopher Street Day im Jahr 2019 deutlich sichtbarer geworden. Der Trans*Treff und der queere Stammtisch würden gut angenommen. Eine queere Party im Café Detter, immerhin eine Ingolstädter Institution, und der Pink Sunday auf dem Ingolstädter Pfingsvolksfest seien ebenfalls erfreuliche Nachrichten. Das Ziel sei es, auch weiterhin ein breites Bündnis hinter sich zu wissen, denn „Sichtbarkeit schafft Sicherheit“, so Burger. Im Organisationsteam ist heuer erstmalig die Evangelische Jugend – neben dem Verein Queer Ingolstadt und vielen freiwilligen Helfer*innen.
Nachdem der vergangene CSD in den Landtagswahlkampf fiel, will man dieses Jahr die Politik ein wenig kürzer treten lassen. Parteistände gibt es daher in diesem Jahr nicht. Alles andere als unpolitisch ist das Motto „Regenbogen gegen Rechts“. Schon bei den „Demos gegen Rechts“ gab es Kritik von der CSU. Darauf in der Pressekonferenz angesprochen, sagt Schuderer: „Wir stehen zum Motto“. Sie erklärt aber auch, gemeint sei der Rechtsextremismus. In der sächsischen Stadt Bautzen konnte im August der CSD wegen hunderter Rechtextremer nur unter Polizeischutz durchgeführt werden. Etwas, das aktuell in Ingolstadt glücklicherweise undenkbar scheint.

Zwischen Romantik & Realismus
Steffen Kopetzky begab sich auf die Spuren von Heinrich Heine und erzählt darüber in seinem neuen Buch „Die Harzreise. Eine Deutschlanderkundung“.

Volksfest Ingolstadt startet am Freitag
Von Freitag, 22. Mai, bis Sonntag, 31. Mai, öffnen sich die Pforten des Pfingstvolksfestes, das heuer bereits zum 80. Mal stattfindet. Den Beginn läuten um 17.30 Uhr die „Schanzer Musikanten“ mit einem Standkonzert vor dem Herrnbräu-Festzelt der Familie Lanzl ein. Dort wird Oberbürgermeister Dr. Michael Kern um 18 Uhr das Pfingstvolksfest mit dem traditionellen Fassanstich offiziell eröffnen.

Zweite Blüte
An Paul Melia kommt man in Ingolstadt eigentlich nicht vorbei. Vielleicht kennt nicht jeder sein Gesicht, wohl aber seine Handschrift. Als Landschaftsarchitekt bei der GWG Ingolstadt ebnet Melia seit Jahren Wege für andere. Ziemlich buchstäblich. Er entscheidet, wo Menschen laufen, wie Kinder spielen und wie sie fallen.

Von der ehelichen Pflicht und zeitlosen Sehnsucht des Menschen
Ich erinnere mich noch ein wenig an meine Urgroßmutter. Jahrgang 1899. Zwei Weltkriege hat sie erlebt – die Mondlandung hielt sie für ausgemachten Unsinn. Wenn eines von uns Kindern nackt durchs Haus flitzte, kam zuverlässig der Kommentar: „Sei ned so unkeusch!“ Ich war vier, als sie starb. Es war eine andere Zeit, die sie prägte.

Was wollen wir uns leisten?
Die Stimme bricht, die Tränen steigen ihr in die Augen. Beate Diao steht an einem Freitagabend verloren auf der Bühne in der Harderbastei und blickt in die Menge. In diesen Tagen feiert sie mit ihrer Kunst- und Kulturbastei 20-jähriges Jubiläum. Eigentlich ein Grund zu strahlen, doch die Sparmaßnahmen der Stadt könnten das Aus für den Verein bedeuten. Was für Kinder und Jugendliche dadurch verloren ginge, wird an diesem Tag so sichtbar wie selten.

Keine Überraschung: De Lapuente wird 3. Bürgermeister
Ein weiterer Meilenstein der Absprachen zwischen CSU, SPD und Grünen für die neue Wahlperiode ging heute reibungslos über die Bühne. Christian De Lapuente wurde zum Dritten Bürgermeister der Stadt Ingolstadt gewählt.