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Chile - Land der Kontraste
EIN REISEBERICHT VON ANJALI SCHILLIG
Chile. Das gleichzeitig schmalste und längste Land der Welt hat einiges zu bieten: Von unberührten Sandlandschaften im Norden bis hin zu Gletschern und Fjorden im Süden. Tradition und Moderne, Metropolen und unberührte Natur, Armut und Reichtum, unendliche Küste und majestätische Berge stehen direkt nebeneinander im Kontrast. Als ich im Sommer vergangenen Jahres die Möglichkeit hatte, für eineinhalb Monate in dieses außergewöhnliche Land zu reisen, habe ich nicht lange gezögert.
Ich habe an einem Schüleraustausch teilgenommen, bei dem ich im Sommer nach dem Abitur für sechs Wochen bei einer chilenischen Familie in der Hauptstadt Santiago leben durfte und mit deren Sohn zur Schule ging. Trotz dieses Kontaktes musste ich mich zugegebenermaßen schon erst einmal an das andere Klima, die Zeitumstellung und natürlich ans Spanisch sprechen gewöhnen. Die Chilenen sind nämlich dafür bekannt, sehr schnell und undeutlich zu sprechen, was es mir vor allem am Anfang nicht gerade einfach gemacht hat.
Santiago de Chile – Zwischen Anden und Pazifik
Santiago de Chile, offiziell, und kurz Santiago, ist die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt von Chile. Etwa 44 Prozent aller Chilenen leben direkt in der Stadt oder in ihrer Umgebung. Die Provinz Santiago ist in 37 verschiedene Kommunen gegliedert, im Zentrum die gleichnamige Kommune Santiago, mit allen wichtigen Regierungseinrichtungen.
Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt zu genießen, sollte man sich eine knappe Woche Zeit nehmen. Santiago de Chile hat nämlich so einiges zu bieten. Von beeindruckenden Street-Art Kunstwerken und trendigen Cafés im Viertel Bellavista über moderne Hochhäuser in Providencia bis hin zu malerischen Parks und interessanten Museen im Zentrum – es ist für wirklich jeden etwas dabei. Ein Muss ist der „Plaza de Armas“, der Hauptplatz der Stadt. Auch wenn man hier etwas aufmerksamer auf seine Wertsachen achten sollte, darf man sich die tolle Atmosphäre dort auf keinen Fall entgehen lassen. Der Platz ist geprägt von Palmen, unter denen man sich erholen kann und von Schachspielern, die sich dort versammeln. Hier treffen Tradition und Moderne aufeinander, was sich nicht nur in der Architektur widerspiegelt. Das laute Rufen der zahlreichen Souvenir-Verkäufer vermischt sich mit dem Geruch von frischem Popcorn, das am Straßenrand verkauft wird. Daneben Geschäftsleute in Anzügen, die sich scheinbar ständig gehetzt auf den Weg in eines der Hochhäuser machen, die sich an Kathedralen und Museen im Kolonialstil reihen.
Wer Zeit hat, sollte auf jeden Fall die „Catedral Metropolitana de Santiago“ von Innen bestaunen.






Barrio Italia
Das Barrio Italia, auf Deutsch das „italienische Viertel“, war einer meiner Lieblingsorte. Gut zu erreichen ist es mit der Metro und liegt zwischen den Kommunen Providencia und Nuñoa. Es ist perfekt, um chilenische Künstler und Designer zu entdecken, in Second-Hand Läden zu stöbern, Street-Art zu bewundern oder bei einer Tasse Kaffee den zahlreichen Straßenmusikern zu lauschen. Es gibt immer etwas Neues zu sehen, denn auch in den Innenhöfen und Passagen zwischen den Häusern verstecken sich ausgefallene Boutiquen, Antiquitätenläden und kleine Souvenirshops. An den Wochenenden werden oft Flohmärkte, Handwerksmärkte oder ähnliches veranstaltet, es lohnt sich auf jeden Fall, hier vorbeizuschauen. Die zahlreichen Foodtrucks verkaufen typisch chilenisches Streetfood, wie z.B. den „Completo“, einer Art Hotdog mit frischen Tomaten, Mayonnaise und ganz viel Avocado, die hier übrigens „Palta“ genannt wird.
Eine weitere Spezialität, die man unbedingt probieren sollte, bevor man Chile verlässt, ist der Pisco. Die Nachbarn Peru und Chile streiten sich bis heute, wer der Erfinder des Traubenschnaps ist. Der bekannteste Cocktail ist der Pisco Sour, der mit Limettensaft und Zuckersirup gemischt wird. Den besten Pisco Sour den ich in Chile getrunken habe, hat mit meine Gast-Oma gemixt.
Santiago von Oben – Sky Costanera
Am Ende der Reise lohnt es sich, einen der vielen Aussichtspunkte zu besuchen, um ganz Santiago noch ein letztes Mal auf sich wirken zu lassen. Mein Favorit war der „Gran Torre Santiago“, auch „Costanera Tower“ genannt. Mit 300 Metern ist er der höchste Wolkenkratzer in Südamerika und hat sich als Wahrzeichen von Santiago etabliert. Der Turm ist Teil des Costanera Centers, einem dreistöckigen Einkaufszentrum. In der größten Mall in Lateinamerika kann man sich auch schon mal verlaufen, was ich natürlich persönlich getestet habe. Das absolute Highlight ist aber die Aussichtsplattform „Sky Costanera“. An klaren Tagen, wenn sich der Smog verzogen hat, kann man einen atemberaubenden 360-Grad-Blick auf die ganze Stadt genießen.
Atacama Wüste – „Tal des Todes“
Ein Highlight meiner Zeit in Chile war ein Trip in den Norden des Landes, zusammen mit anderen deutschen Austauschschülern. Dort haben wir die Atacama Wüste, die trockenste Wüste der Welt, besucht. Sie erstreckt sich über den Süden Perus bis in den Norden Chiles über eine Distanz von rund 1200 Kilometern. Hier gibt es Orte, an denen jahrzehntelang kein Regen registriert wurde. Die Vielfalt der Landschaft ist beeindruckend, denn es gibt noch so viel mehr als nur Sanddünen. Fährt man auch nur einige Kilometer in die andere Richtung, trifft man auf Lagunen, in denen sogar Flamingos leben, wie zum Beispiel die Laguna Chaxa. In der ca. 118 km entfernten Laguna Cejar kann man sogar schwimmen gehen und aufgrund des hohen Salzgehaltes im Wasser „floaten“.
Eine weitere Besonderheit ist das Phänomen der „Desierto florido“, der „blühenden Wüste“, welches man ab September dort beobachten kann. Durch das Klimaphänomen „El Nino“ kommt es in dieser Jahreszeit zu außergewöhnlich hohen Niederschlagsmengen. So blühen innerhalb kurzer Zeit unzählige gelbe, blaue und violettfarbene Blumen und Kräuter auf und verwandeln die Wüste in ein Blütenmeer.
Die meisten Attraktionen sind gut vom charmanten Oasendorf San Pedro de Atacama aus zu erreichen. Es besteht eigentlich nur aus einer einzigen, einladenden Hauptstraße, in der sich unzählige Souvenirshops, Restaurants und Bars aneinanderreihen. Das echte Wüstenleben wird man hier nicht beobachten können, das Dorf ist aber dennoch eine beliebte Anlaufstelle für Touristen.
Eine sehr beliebte Aktivität, um die Wüste mal von einer anderen Seite kennenzulernen, ist das Sandboarding. Statt einer Skipiste fährt man hier einfach eine Sand-Düne herunter, oder versucht es zumindest.





Geysiers del Tatio – Island-Feeling auf 4000m Höhe
Ein weiteres Highlight sind die Tatio Geysiere, am Fuß des Vulkans El Tatio, dessen Krater auf ca. 4280m Höhe über dem Meeresspiegel liegt. Hier spürt man, dass die Luft dünner wird. Am besten sind die Nebelwolken in den frühen Morgenstunden zu sehen. Bei minus zehn Grad und ohne Frühstück kann einem da schon etwas schwindelig werden. Von 110 eruptierenden Quellen wurden mehr als 80 als echte Geysire identifiziert, davon sind über 30 andauernd aktiv. Das Tatio Geysierfeld ist das größte der Südhalbkugel und das drittgrößte weltweit. Hier befinden sich schätzungsweise 8 % der Geysire der Welt. Die Wassertemperatur liegt bei 86 °C.
Ich habe meinen Aufenthalt in Chile sehr genossen. Die Landschaften sind atemberaubend und die Menschen sind sehr gastfreundlich. Ich habe mein Spanisch verbessert, neue Freunde gefunden und viele Erinnerungen gesammelt. Für mich wird diese Zeit für immer unvergessen bleiben.

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