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Nie wieder Frischhaltefolie
Plastik sparen mit selbstgemachten Bienenwachstüchern
Wenn wir Plastik vermeiden wollen, starten wir am besten bei den kleinen Dingen im Alltag. Im Bad lässt sich zum Beispiel ganz einfach viel Plastik einsparen, indem man feste Seife und Shampoo verwendet, aber auch in der Küche gibt es den ein oderen anderen Trick, der den ökologischen Fußabdruck verkleinert.
Benötigte Materialien
– Baumwollstoffe:
Entweder man recycelt alte Stoffe oder der man kauft sich neue in den Farben seiner Wahl. Wichtig ist hier, auf Bio-Qualität zu achten, wenn man die Tücher für die Lagerung von Lebensmitteln verwenden möchte.
– Bienenwachs-Pastillen:
Auch hier am besten auf Bio-Qualität achten. Die Bienenwachs-Pastillen gibt es bei Imkereien oder in bekannten Onlineversandhäusern. Die Pastillen werden meistens in 200g-Packungen verkauft, was für einen ersten Schwung Bienenwachstücher völlig ausreicht.
– Schere:
Besonders gut eignet sich eine Zickzack-Schere, weil sie zum einen optisch schöne Ränder schneidet und gleichzeitig dafür sorgt, dass die Ränder der Tücher nicht so stark ausfransen.
– Kokosöl oder Sonnenblumenöl:
Macht die Tücher geschmeidiger und sorgt dafür, dass das Wachs nicht so leicht brüchig wird. Licht- oder luftempfindliche Öle, die leicht ranzig werden, wie etwa kaltgepresstes Olivenöl oder Leinöl, sind nicht geeignet.
– Backpapier
– Bügeleisen & Bügelbrett
DIY-Anleitung
Schritt 1: Stoffe zuschneiden
- Für größere Schüsseln eigenen sich 40 x 40 cm
- Für Brote 30 x 30 cm
- Für Zwiebeln und kleinere Reste 15 x 15 cm
Schritt 2: Tücher einölen
Zuerst die Tücher auf einem großen Backblech ausbreiten.
Dann das Kokos- oder Sonnenblumenöl auf den Tüchern verteilen. Die Tücher müssen nicht in Öl getränkt sein, es reicht, wenn das Öl in Abständen von einigen Zentimetern getröpfelt wird.
Schritt 3: Wachspastillen verteilen
Nun möglichst gleichmäßig die Wachspastillen auf den Tüchern verteilen. Hier probiert man sich am besten einfach aus. Grundsätzlich ist es so: Je mehr Wachspastillen man verwendet, desto steifer und fester werden die Tücher.
Schritt 4: Backen
Jetzt wird der Ofen auf ca. 70 Grad aufgedreht und das Blech mit den Tüchern hineingeschoben. Bis das Wachs geschmolzen und in das Tuch eingezogen ist, dauert es ca. 10 Minuten.
Wenn alle Pastillen geschmolzen sind, kann man das Tuch entnehmen und kurz auf einer festen Unterlage abkühlen lassen.
Schritt 5: Bügeln
Wenn das Tuch abgekühlt ist, legt man es zwischen zwei Backpapiere auf das Bügelbrett und bügelt es so lange, bis sich das Wachs gleichmäßig im Tuch verteilt und mit dem Öl vermischt hat.
Jetzt nur noch die Tücher trocknen und abkühlen lassen. Schon nach kürzester Zeit sind sie einsatzbereit.
Fertig sind die selbstgemachten Bienenwachstücher!
Dafür eignen sich die Wachstücher
Diese Lebensmittel sollte man nicht einwickeln
Bienenwachstücher richtig reinigen
– Die richtige Wassertemperatur:
Für die Reinigung der Wachstücher sollte man kaltes bis lauwarmes Wasser verwenden. Wenn das Wasser zu heißt ist, kann es passieren, dass die Wachsschicht schmilzt und sich ablöst, wodurch der Effekt der Tücher schneller verloren geht.
– Schwamm oder Bürste?
Meistens reicht es aus, wenn man die Tücher unter fließendem Wasser abspült. Wenn man geruchsintensivere Lebensmittel wie Käse in dem Tuch eingepackt hatte oder Krümel und andere kleine Rückstände sich am Tuch befinden, kann man das Wachstuch reinigen, indem man es mit der weichen Seite eines Spülschwammes oder mit einem Küchentuch leicht abwischt. Spülbürsten mit harten Borsten sollte man vermeiden, weil sie die Wachsschicht beschädigen können.
– Richtig abtrocknen:
Wenn die Tücher gereinigt sind, einfach leicht abklopfen oder etwas schütteln, um das meiste Wasser schnell abperlen zu lassen. Um die Bienenwachstücher vollständig zu trocknen, gibt es mehrere Möglichkeiten:
– Mit einem Handtuch sanft trockentupfen
– Auf einem Geschirrhandtuch ausbreiten und bei Zimmertemperatur trocknen lassen
– Mit Klammern aufhängen
Da die Bienenwachstücher keine hohen Temperaturen vertragen, sollte man sie nicht
– auf einer Heizung ausbreiten
– mit einem Föhn trocknen
– in der Nähe einer Wärmequelle wie etwa dem Backofen trocknen lassen

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