Startseite » News & Events » Starke Stimmen, starke Visionen: Fem*Festival startet
Starke Stimmen, starke Visionen: Fem*Festival startet
Konzerte, Installation und Performance, Lesung sowie ein Workshop
Das FEM*FESTIVAL in Ingolstadt startet am 6. März. Der Selbstverteidigungs-Workshop und die Stadtführung „Hier stinkt’s gewaltig“ sind bereits ausverkauft. Für alle anderen Veranstaltungen gibt es aber noch Tickets.
Vandalism & Lesbian
So sind bei Vandalisbin und Maria De Val am Mittwoch, 12. März, 20 Uhr in der Neuen Welt noch Plätze verfügbar. Als Vandalisbin, eine Zusammensetzung der Wörter Vandalism und Lesbian, schreibt Helena Niederstraßer Songs, die sich programmatisch im Spannungsfeld zwischen queerer Sexualität, Liebe, Gewalt und Selbstermächtigung bewegen. Eindrucksvoll spiegeln sich darin die Irrungen und Wirrungen ihres jungen Lebens, wie in einem luziden Schattenspiel im Putzlicht eines unbekannten Clubs. Es ist eine rohe und bedrückend schöne Lyrik, inspiriert von zeitgenössischem Rap und zeitlosen Klassikern wie Hildegard Knef, Nina Simone und Rio Reiser.
Der besondere Blick auf die Welt wurde Maria Moling, alias Maria De Val, früh zu eigen: als Ladinerin in Südtirol, Südtirolerin in Italien, Italienerin in Deutschland und nicht zuletzt als Schlagzeugerin in der männerdominierten Welt der Musik: „Ich will nicht behaupten, ich hätte darunter gelitten, aber es schärft natürlich die Sensoren.“ Musikalisch verwundert es darum nicht, dass Maria Moling, aufgewachsen in einem Bergdorf in den ladinischen Alpen, an vielen Instrumenten zuhause ist: Schlagzeug, Gitarren, Bass, Keys, Sequenzer und auch am Theremin und der Marimba.
„The Animal-Woman Journey(s)“
Eine Installation und Performance steht am Donnerstag, 13. März, 20 Uhr im Kreuztor auf dem Programm. Zu sehen ist Roksana Niewadzisz mit ihrem Programm „The Animal-Woman Journey(s)“ und darin stellt sie Volksmärchen neu dar, nicht als Warnungen, die Frauen zu einem bestimmten Verhalten anleiten sollen, sondern als Orte der Erinnerung, der Trauer und sogar der befreienden Verkörperung anderer Seinsweisen. Dabei reist sie durch urbane und wilde Landschaften und verfolgt die Spuren dieser Märchen in der zeitgenössischen Kultur, erforscht die normalisierten Prozesse der Unterdrückung, die sowohl dem menschlichen Exzeptionalismus als auch den Umweltkrisen des Anthropozäns zugrunde liegen, sowie alternative Formulierungen unserer relationalen Ko-Existenz mit nicht-menschlichen Wesen und „entfremdeten“ Menschen.
Flieger-Lisl
In der neuen Veranstaltungsreihe zur Stadtgeschichte „Stadtgeschichte kurz und klar“ wird am Samstag, 15. März, um 13 Uhr die Biografie der Kunstfliegerin Lisl Schwab aus Ingolstadt vorgestellt. Stadtführerin Iris Weichenrieder berichtet in einem 30-minütigen Kurzvortrag aus dem Leben der Flugpionierin.
Lisl Schwab machte als eine der ersten Frauen den Flugschein, war Fallschirmspringerin und verdiente ihren Lebensunterhalt u. a. durch Fliegen. Geboren 1900 in Ingolstadt gehört Lisl Schwab zu den Vorreiterinnen für weibliche Selbstbestimmtheit und wirtschaftliche Selbstständigkeit bei Frauen. Ihr interessantes Leben in Kontext zweier Weltkriege und Nachkriegszeit in Ingolstadt stellt Iris Weichenrieder durch Bilder und Dokumente vor.
Veranstaltungsort ist das Dachgeschoss der Stadtbücherei im Herzogskasten. Die Teilnahme ist kostenfrei – eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sukini – mal laut, mal leise
Weiter geht es am Freitag, 14. März, 17 Uhr im Kulturzentrum neun mit einem Konzert für Kinder mit dem Titel „Da haben wir den Salat“, präsentiert von Sukini. Damit macht die Musikerin die Beilage zum Hauptgericht und liefert erneut Musik für Kinder, bei der Erwachsene gerne mithören dürfen. Nach fast 20 Jahren als queerfeministische Rapperin kommt von Sukini nun eine weitere Einladung an alle Leute, mit der Musik mitzuwachsen und zugleich auch mit den Themen und Diskussionen, die Sukini mal laut, mal leise in ihren Texten aufgreift und verarbeitet.
Ebenfalls am Freitag, 14. März, beginnt um 20 Uhr in der Städtischen Galerie in der Harderbastei ein Abend mit Teresa Bücker. Die Journalistin und Vordenkerin im Bereich Feminismus, Arbeit und Gesellschaft macht konkrete Vorschläge, wie eine moderne Zeitkultur aussehen kann, die für mehr Gleichberechtigung und Lebensqualität sorgt. Teresa Bücker ist seit 2019 Kolumnistin des SZ-Magazins. Von 2014 bis 2019 war sie Chefredakteurin des Onlinemagazins EDITION F. Als Expertin wird sie regelmäßig zu Konferenzen und in politische Talk-Sendungen geladen.
Einen Workshop in englischer Sprache gibt Tobi Ayé am Samstag, 15. März, 10 bis 16 Uhr, in der Tanz- und Kulturwerkstatt. Geboren und aufgewachsen in Benin waren Bewegung und Vertreibung ein wesentlicher Bestandteil von ihrem Leben und haben ihre Identität geformt. Sie wuchs in der gesamten westafrikanischen Subregion auf und lebte in Nordafrika, vor allem in Tunesien, wo sie die ethnischen, interreligiösen und sozialen Spaltungen, die im kolonialen Trauma des Kontinents wurzeln, am eigenen Leib erfahren hat.
Nach Jahren in Deutschland lebt Tobi Ayé nun in Portugal und arbeitet als kulturell-somatische Therapeutin, Trauerarbeiterin und Pädagogin. Ihre Arbeit konzentriert sich darauf, Einzelpersonen und Gemeinschaften dabei zu helfen, zerbrochene Verbindungen wiederherzustellen und kollektive, generationenübergreifende, individuelle und systemische Traumata und Trauer zu integrieren.

Impressionen vom Pfaffenhofener Volksfestumzug
Das Pfaffenhofener Volksfest 2026 findet noch bis zum 15. September 2026 statt. Drei Festzelte, ein vielfältiges kulinarisches Angebot mit regionalen Spezialitäten sowie moderne und nostalgische Fahrgeschäfte sorgen gemeinsam mit zahlreichen Schaustellerbetrieben für Unterhaltung und Festspaß.

» Ich wollte keine Eintagsfliege mehr sein «
Für die einen ist Selbstliebe ein Cocktail mit zuckersüßem Lavendelblütensirup, für manch andere eine neue Handtasche von Moschino im Klopapier-Style – für schlappe 1.050 Euro. Aus vermeintlicher Selbstliebe machen wir die seltsamsten Dinge. Das weiß auch die Beauty- und Fashionindustrie. Model und Event-Managerin Kathy Resch aus Regensburg ist eine, die nicht jeden Trend mitmacht, sondern die Dinge kritisch hinterfragt.

Fotogalerie: CSD Ingolstadt 2026
Unter dem Motto „Kein Schritt zurück“ ging heute der Christopher Street Day in Ingolstadt über die Bühne. espresso begleitete die bunte Parade durch die Innenstadt mit der Kamera.

Die Kunst der Selbstliebe – mit Nathalie Argus
Nathalie Argus ist verheiratet, hat einen tollen Job als Nachhaltigkeitsmanagerin bei Audi und sitzt seit kurzer Zeit im Ingolstädter Stadtrat. Aber ist sie auch selbst zufrieden mit ihrem Leben? Mit der Aufgabe „Wer bist du?“ sollte uns die 34-Jährige anhand von Gegenständen zeigen, was ihr wichtig ist, was sie für ihr Wohlbefinden braucht und was sie charakterisiert. Im Gespräch verrät sie uns mehr über ihre Selbstwahrnehmung, ihre Erwartungen an sich selbst und was sie früher gerne an sich ändern wollte.

Bunter Sommermarkt auf dem Paradeplatz
Am 5. September lädt das Tagtraum mit Unterstützung von IN-City von 11 – 17 Uhr zum „End of Summer Market“ auf den Paradeplatz in Ingolstadt ein. Mehr als 30 Marktstände mit Second-Hand-Schätzen und handgemachten Produkten abgerundet von Musik, Food und Drinks sowie Tattoos und Mitmach-Angeboten für Kinder machen den Platz zum Treffpunkt der Stadt und sorgen für einen abwechslungsreichen Spätsommertag mitten in der Innenstadt.

Die Kunst der Selbstliebe – mit Mike Lewandowski
„Im nächsten Leben werde ich Interieur Designer oder Florist“, stellt der Friseur Mike Lewandowski aus Ingolstadt klar und begründet das mit seiner Deko-Leidenschaft. Bis dahin genießt er aber erst einmal das aktuelle Leben mit seiner Frau und seinen Kindern und sorgt für Kreativität auf dem Kopf seiner Kundinnen und Kunden. Wir haben ihn getroffen und sprechen mit ihm über sein Selbstbild, was Selbstliebe für ihn konkret bedeutet und was er anderen leichter verzeiht, als sich selbst.