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Pflanzen gegen Unkraut
Kann man tatsächlich einen Garten schaffen, der – einmal angelegt – unkrautfrei ist und auch bleibt? Ja, oder zumindest fast, und das sogar sehr gut. Gartengestalter Stefan Arndt aus Rohrbach erklärt, wie das geht und was es dafür bei der Gartenplanung zu berücksichtigen gibt.
Die einen nennen es Unkraut, die anderen Bei- oder Wildkraut – doch wie man es auch nennt: Das Kraut wächst genau an den Stellen, an denen es die eigenen Vorstellungen eines gepflegten Gartens stört. Egal was für einen persönlich Unkraut ist – es muss aus dem Garten entfernt werden und das bedeutet Arbeit und Zeitinvestition. Und genau dies kann durch gute Planung extrem minimiert werden. „Ganz darauf verzichten kann man zwar nicht, aber wir können das Unkraut im wahrsten Sinne klein halten“, so Stefan Arndt. „Die Lösung heißt: Masse! Also nur nicht mit Pflanzen geizen, je mehr, desto besser“, rät der Gartengestalter aus Rohrbach.
Pflanzen mit Pflanzen bekämpfen
Die Natur ist bestrebt, jede freie Fläche mit Pflanzen zu bedecken. Brachflächen sind nicht vorgesehen und werden schnell von Pionierpflanzen erobert. Dieses völlig natürliche Phänomen macht auch vor Gärten nicht Halt, so sehr man sich auch dagegen sträuben mag. Wo aber Kulturpflanzen sind, kann kein Unkraut gedeihen. Deshalb sollten die gewollten Pflanzen im Garten dicht stehen und üppig wachsen, damit sie als Primärpflanzen dem Unkraut als Sekundärpflanzen Boden, Licht und Nährstoffe entziehen. „Bei einer Neupflanzung sollte man je nach Art und Größe mehrere Pflanzen pro Quadratmeter einsetzen“, erklärt Stefan Arndt. Soll die Pflanzung sich sehr schnell verdichten, können es bis zu sieben Stück sein, die wir setzten.“ Stefan Arndt achtet zusätzlich auch auf die Wuchshöhe der Primärpflanzen: „Wenn sie 50 bis 70 Zentimeter in die Höhe wachsen, bleibt das übliche Unkraut wie Giersch, Brennnessel oder Schöllkraut meist darunter und verkümmert aufgrund von Lichtmangel.“
Treibende und samende Stauden
Durch die Pflanzung von Stauden, die sich stark vermehren, erhält der Garten zudem eine ganz besondere Dynamik. „Mit sich aussamenden Pflanzen, beispielsweise Eisenkraut, Katzenminze und Engelshaar kann man einen schnelleren Deckungsgrad erreichen und außerdem für ein sich stetig wandelndes, natürliches Gartenbild und naturnahe Beete sorgen“, so der Experte. Mit Blick auf das Thema Unkraut heißt das: Wildkräuter, die es doch einmal durch den dichten Bewuchs schaffen sollten, fallen einfach nicht auf. Ein gutes Beispiel für solche durch den Garten vagabundierende Arten ist zum Beispiel die Königskerze. Ebenfalls höchst mobil ist die Akelei. Im frühsommerlichen Garten setzt sie wunderschöne Akzente.
Horstbildende Stauden
Den Gegenpol zum dynamischen Garten bildet der säuberlich durchstrukturierte Garten. Große Überraschungen wie neue Pflanzen oder Mutationen sind weder gewollt noch gewünscht. In dieser Art von Garten gilt alles als Unkraut, was nicht am zugewiesenen Platz steht. Deswegen wählt Stefan Arndt für einen Garten ohne Eigendynamik horstbildende Stauden. „Mit ihnen kann man präzise Bereiche mit harmonierenden Farbkombinationen und Pflanzen, die in der Höhe aufeinander abgestimmt sind, problemlos realisieren“, weiß er. Horstbildende Stauden zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen dichten Wurzelstock haben. Sie wachsen eher hoch als in die Breite und bestechen durch ihre üppige Blüte. Taglilien sind zum Beispiel eine solche Staudenart.
„Je nach Sorte blühen sie bereits ab Mai. Zwar hält jede einzelne Blüte nur einen einzigen Tag, allerdings erblühen jeden Tag neue Knospen, sodass sich insgesamt eine bis zu sechswöchige Blütezeit ergibt“, führt Stefan Arndt weiter aus. Auch der Steppensalbei ist eine kompakte, blühfreudige Staude. Je nach Art erreicht er Wuchshöhen zwischen fünfzehn und einhundert Zentimetern. Ob als niedrige Begrenzung für Beete oder imposante Pflanzen in einem Staudenbeet, Salbei ist ein Magnet für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere nektarsuchende Insekten. Ob nun mit hoher Eigendynamik oder säuberlich durchstrukturiert – die gute Botschaft lautet: Unkraut lässt sich gut in Schach halten, ohne dass man dazu ständig selbst aktiv werden muss. „Wer den ungewollten Pflanzen den Kampf ansagt, indem er auf gut durchdachte, üppig sprießende Pflanzungen setzt, wird mit wundervollen Gartenbildern belohnt“, so Stefan Arndt abschließend. So wird Unkrautbekämpfung tatsächlich zum Genuss.
Kontakt für Gartenneuanlagen, -umgestaltungen und Pflegeaufträge:
Arndt
Gärtner von Eden
85296 Rohrbach
08442 964270
info@arndt-gartenbau.de
www.arndt-gartenbau.de
www.gaertner-von-eden.com

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