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Design wird anfassbar
40 Jahre HOTE
Ein Designstudio aus dem beschaulichen Beilngries ist weltweit bekannt. HOTE begleitet Automobile vieler namhafter Hersteller auf dem Weg zur Serienreife
– und hinterlässt dabei überall den eigenen Fingerabdruck. Gemeinsam mit Geschäftsführer Marcus Holzinger schlagen wir drei große Kapitel der Erfolgsgeschichte auf.
Beilngries, Anfang der 80er. Wolfgang Holzinger gründet mit Unterstützung seines Schulfreunds Rolf Teschke das Studio für Automobildesign HOTE. Zwei Männer, eine Idee, ein Raum. Mehr braucht es nicht für den Start. Außer: jede Menge Handarbeit. Diese bestimmt in den Anfangszeiten den Alltag. Erst wird ein Plastilin-Modell geformt. Dieses wird auf ein Hartmodell übertragen und erhält mit Hobel, Raspel und Feile den Feinschliff. Ein zeitintensiver Prozess, der sich aber schlussendlich lohnt. Ein Design muss „anfassbar“ werden, um Stärken und Schwächen zu erkennen. Erster Kunde: Audi. Für Holzinger als langjährigen Leiter der Modellbau-Abteilung bei Audi Design kein unbekanntes Terrain. „Am Anfang war mein Vater mit HOTE sicherlich ein Pionier auf diesem Gebiet“, erklärt Marcus Holzinger. Über die Jahre werden nicht nur Räume und Mitarbeiter immer mehr, auch die ganz großen Konzerne schätzen die Qualität aus dem Hause HOTE. Hinzu kamen u.a.: VW, Hyundai, Geely und Koenigsegg.
Mitte der 90er kommt ein neuer, gewichtiger Partner ins Team: die Digitalisierung. Bisher funktionierte alles ohne Computer, plötzlich hat man mit spezieller Software ein nützliches Tool für 3D-Modellierung. Vieles, was vorher nur physisch mit den eigenen Händen zu bewältigen war, lässt sich jetzt digital am Computer umsetzen. HOTE ist weiter auf Wachstumskurs: das Firmenareal wächst und 5-Achs Fräsmaschinen ziehen ein. Ein weiterer Gamechanger, denn nun kann man die digitalen Daten auch gleich automatisch ausfräsen lassen. Der Weg zum „anfassbaren“ Design, er ist nun ein viel effizienterer. Ein weiterer Effizienz-Booster: 3D-Printer. „Früher musste man Kunststoffleisten aneinanderkleben und wochenlang händisch bearbeiten, um einen Kühlergrill zu bauen, jetzt konnte man ihn innerhalb von drei Tagen 3D-printen“, erklärt Marcus Holzinger. Eines bleibt trotz der großen Veränderungen gleich: die Hingabe und Leidenschaft für jedes Detail.
HOTE ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der beiden Firmengründer (Wolfgang Holzinger und Rolf Teschke).
Etwa um das Jahr 2010 habe sich HOTE noch einmal komplett neu erfunden, erklärt Marcus Holzinger. Er ist sich sicher: „Die Umgebung spiegelt sich im Produkt wider.“ Ein neues Designcenter, mit einem großen, lichtdurchfluteten Studio entsteht – hohe Arbeitshygiene mit angenehmerer Arbeitsatmosphäre. Anders ausgedrückt: Qualitativ hochwertige Umgebung, qualitativ hochwertiges Produkt. Auch eine große, perfekt ausgeleuchtete Präsentationshalle, 20 auf 20 Meter, rückt nun die Modelle ins rechte Licht. Die Nähe zum Produkt ist wichtig, aber manchmal eben auch Distanz. „Man braucht immer den richtigen Abstand, damit man das Fahrzeug ganzheitlich aufnehmen kann“, erklärt Holzinger. Diese Optimierungsphase prägt das dritte große Kapitel der 40-jährigen Unternehmensgeschichte. HOTE beschäftigt mittlerweile 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Berufen. Mit dem Sohn der zweiten Geschäftsführerin Claudia Schefbauer-Holzinger ist auch bereits die dritte Generation der Familie im Unternehmen. Der Grundstein für die nächsten 40 Jahre ist also gelegt.
DER HOTE FINGERABDRUCK
Wenn Technik und Design zusammenkommen müssen, nennt man das Design-Technik-Konvergenz. In diesem Umfeld bewegt sich HOTE. Die Techniker optimieren die Technik, das Design zieht nach. Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine ist dabei unerlässlich – und hier kommen wir zum HOTE-Fingerabdruck. HOTE erhält oder erzeugt Daten, fräst diese heraus, bringt händisch den Feinschliff ins Modell und überträgt das Ganze zurück in die Datenwelt. So ist in diesem System auch immer ein menschlicher Fingerabdruck. „Unsere Kunden schätzen unsere Rituale“, sagt Holzinger. Und die Verlässlichkeit: „Wir haben noch nie einen Termin nicht eingehalten.“

Good Vibrations
Seit seinem 17. Lebensjahr ist Keeper David Klein beim FC Ingolstadt. 2024 hat der gebürtige Bonner den Sprung ins Profiteam geschafft und stand nun erstmals in den letzten drei Ligabegegnungen bei den Schanzern zwischen den Pfosten. Wie der inzwischen 20-Jährige sein Debüt mit zwei Siegen sowie die vergangene Saison erlebt hat, verrät der Youngster im espresso-Interview und plaudert zudem über seine Hobbys, seine Sommerpläne und die anstehende Weltmeisterschaft.

Zwischen Romantik & Realismus
Steffen Kopetzky begab sich auf die Spuren von Heinrich Heine und erzählt darüber in seinem neuen Buch „Die Harzreise. Eine Deutschlanderkundung“.

Volksfest Ingolstadt startet am Freitag
Von Freitag, 22. Mai, bis Sonntag, 31. Mai, öffnen sich die Pforten des Pfingstvolksfestes, das heuer bereits zum 80. Mal stattfindet. Den Beginn läuten um 17.30 Uhr die „Schanzer Musikanten“ mit einem Standkonzert vor dem Herrnbräu-Festzelt der Familie Lanzl ein. Dort wird Oberbürgermeister Dr. Michael Kern um 18 Uhr das Pfingstvolksfest mit dem traditionellen Fassanstich offiziell eröffnen.

Zweite Blüte
An Paul Melia kommt man in Ingolstadt eigentlich nicht vorbei. Vielleicht kennt nicht jeder sein Gesicht, wohl aber seine Handschrift. Als Landschaftsarchitekt bei der GWG Ingolstadt ebnet Melia seit Jahren Wege für andere. Ziemlich buchstäblich. Er entscheidet, wo Menschen laufen, wie Kinder spielen und wie sie fallen.

Von der ehelichen Pflicht und zeitlosen Sehnsucht des Menschen
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Was wollen wir uns leisten?
Die Stimme bricht, die Tränen steigen ihr in die Augen. Beate Diao steht an einem Freitagabend verloren auf der Bühne in der Harderbastei und blickt in die Menge. In diesen Tagen feiert sie mit ihrer Kunst- und Kulturbastei 20-jähriges Jubiläum. Eigentlich ein Grund zu strahlen, doch die Sparmaßnahmen der Stadt könnten das Aus für den Verein bedeuten. Was für Kinder und Jugendliche dadurch verloren ginge, wird an diesem Tag so sichtbar wie selten.