Irgendwie gut

Wohin mit alten Büchern? Ab in den Müll? Das geht vielen nur schwer übers Herz. Vroni’s Ratschhaus ist einer dieser Orte, an denen Büchern ein zweites Leben eingehaucht wird. Das neue Sozialprojekt “Irgendwie” verbindet dabei das Thema Upcycling mit der Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Handicap. Aus alten (stylishen!) Buchdeckeln werden neue Notizbücher.

Wer nicht weiß, wohin mit alten Büchern, findet in Vroni’s Ratschhaus eine Anlaufstelle. Doch nicht jedes Buch, dass dort abgegeben wird, findet auch wieder einen Abnehmer, erklärt Veronika Peters. So manches Exemplar will einfach niemand mehr haben. Doch genau diese Bücher kriegen durch das Projekt “Irgendwie” ein zweites Leben eingehaucht. “Ein Mensch, der seine Chance zurück in den Arbeitsmarkt sucht, stellt in Vroni’s Ratschhaus Skizzenbücher aus alten Buchdeckeln her”, heißt es in der Selbstbeschreibung des Projekts. Träger ist der Inklusionsbetrieb arbeit + leben von Karoline Schwärzli-Bühler. Die dritte Frau im Bunde ist die selbständige Designerin Bettina Krugsperger. Sie entwarf das Logo, dass auf jedem Buchdeckel zu sehen ist. “Aus einem Frauennetzwerk kann ganz viel entstehen”, sagt Veronika Peters dazu.

Eine Vollzeitstelle für einen Menschen mit Handicap ist es nun schon geworden. Weitere sollen – bei entsprechendem Erfolg des Projekts – folgen. Die Idee kam Karoline Schwärzli-Bühler im Urlaub. “Wir brauchen noch einen Namen irgendwie”, hieß es im weiteren Entstehungsprozess von Bettina Krugsperger. “Das nehmen wir”, schoss Veronika Peters direkt nach. Das Projekt hatte seinen Namen. In Vroni’s Ratschhaus wird dafür extra eine kleine Werkstatt eingerichtet – mit eigener Papierschneide- und Drahtbindemaschine.

Nichts muss, alles kann

Auch wenn die Vollzeitstelle erst ab Januar besetzt ist: die ersten Exemplare gibt es schon zu erwerben. Die ersten Prototypen sozusagen. Wo? Im Reflections (Rathausplatz 11) und temporär im Studio Famos (Harderstraße 22). 13 Euro kostet eines der neue Notizbücher in altem Gewand. Weitere Verkaufsstellen sollen folgen. Wer Interesse hat, kann das Projekt mit einem kleinen Verkaufstisch in seinen Geschäftsräumen unterstützen. Auf der Facebook-Seite des Projekts wird für jede neue Anlaufstelle ein Bild gepostet, auf dem dann auch genau die Notizbücher zu sehen sind, die man dort kaufen kann.

Ganz getreu dem Motto des Ratschhauses “Nichts muss, alles kann” gibt es noch weitere Ideen im Rahmen des Projekts, die derzeit verfolgt werden. Denn neben dem Buchdeckel hat ein Buch logischerweise unter Umständen auch ziemlich viele Seiten. Aus diesen werden derzeit Büchertaschen und Weihnachtsdeko gebastelt. “Bewegung ist wichtig”, sagt Veronika Peters. Stillstand ist in dieser umtriebigen kleinen Oase in der Donaustraße nun wirklich nicht zu verzeichnen.

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