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Keine Angst vor Politik

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Keine Angst vor Politik

Interview mit FW-Stadtratskandidatin Martina Staud

Martina Staud (48), verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, Marketingleiterin bei der Autohaus Stiglmayr Gruppe Pfaffenhofen, will in die Politik. Ihr Motto: „Zuhören. Verstehen. Handeln.“

Frau Staud, Sie sind ein Politik-Neuling, wenn man das so sagen darf. Was waren Ihre Beweggründe in der Pfaffenhofener Stadtpolitik selbst mitmischen zu wollen?
Viele Menschen schimpfen auf die Politik, engagieren sich selbst aber nicht. Als waschechte Pfaffenhofenerin ist mir meine Heimat sehr wichtig. Mich interessiert nicht nur, was hier in Pfaffenhofen passiert, ich möchte die Zukunft unserer Stadt auch selbst mitgestalten. Meine Kinder Sarah und Alexander sind fast erwachsen, jetzt habe ich Zeit, mich einzubringen.

Warum die Freien Wähler?
Bei vielen Parteien hört man von Fraktionszwängen und Parteidisziplin. Die Freien Wähler sind im Grunde genommen keine Partei sondern ein eingetragener Verein, vergleichbar mit einer großen Bürgerinitiative. Das gefällt mir. Hier kann ich meine eigene Meinung vertreten. Zuhören. Verstehen. Handeln. Das ist unser Leitsatz für gute Politik und zeigt, wie bürgernah die Freien Wähler handeln.

„Pfaffenhofen sucht die Superstadträtin“ war eine Kampagne der FW Pfaffenhofen. Sind Sie das Ergebnis?
Ich verfolge schon immer mit großem Interesse die Entwicklung und das Geschehen Pfaffenhofens in sämtlichen Medien aber die „Krönchen-Kampagne“ ist mir entgangen. Von diesem außergewöhnlichen Aufruf habe ich tatsächlich erst nach meinem Entschluss als Stadträtin zu kandidieren erfahren. Eine coole Kampagne der Freien Wähler, die mich zum Schmunzeln gebracht hat.

Man hat Ihnen einen hervorragenden Platz 3 auf der Liste eingeräumt. Hätten Sie damit gerechnet?
Meine Listenplatzierung ist in der Tat vorteilhaft. Ich war sehr überrascht und habe mich sehr darüber gefreut. Ich habe aber auch zu meiner Partei gesagt, wenn ich kandidiere, ist es auch mein Bestreben in den Stadtrat zu kommen! Natürlich würde ich mir wünschen, nicht zufällig durch eine gute Platzierung in den Stadtrat zu kommen. Ich möchte viel lieber als Person und mit meinem Engagement überzeugen und würde mich freuen, wenn mich die Bürgerinnen und Bürger mit drei Kreuzen neben meinem Namen direkt wählen.

Zugegeben, Sie bringen frischen Wind in die Männerdomäne der FW Pfaffenhofen. Nur vier von insgesamt 30 Listenplätzen sind mit Frauen belegt. Das ist aber doch zu wenig oder?
Ja, das stimmt! Meiner Meinung nach gehören mehr Frauen in die Politik und ich werde versuchen das voranzutreiben. Wir müssen den Frauen die Angst vor politischem Engagement nehmen. Kommunikation ist hier das Zauberwort. Zwei Drittel der aktiven Kommunalpolitikerinnen gaben in einer Befragung an, nicht von sich aus auf die Idee mit der Kandidatur gekommen zu sein, sondern einen Anstoß von außen erhalten zu haben. Auch ich wurde von unserem Landratskandidat Albert Gürtner persönlich angesprochen. Sollten mir, als absolute Politik-Newcomerin, die Pfaffenhofener Bürgerinnen und Bürger am 15. März das Vertrauen schenken und mich als Stadträtin wählen, sollte das für viele andere Frauen ein guter Anreiz sein, um auch den Schritt in die Politik zu wagen.

Welche Themen liegen Ihnen persönlich am Herzen und wofür möchten Sie sich ggf. als Stadträtin in Pfaffenhofen einsetzen?
Wir leben in einer absolut lebenswerten und liebenswerten Region und dennoch gibt es viele Themen, die mir für Pfaffenhofen sehr wichtig sind. Wir müssen uns für die Zukunft rüsten und für die vielfältigen Herausforderungen wappnen. Was ich damit meine, möchte ich an drei Beispielen festmachen.

Als zweifache Mama habe ich die Schulzeiten meiner Kinder hautnah miterlebt. Mir ist aufgefallen, dass die Vorbereitung auf die digitale Welt zu kurz kommt. Hier sehe ich es als unsere Aufgabe, bereits die Grundschulen technisch besser auszustatten. Die Kinder sollen schon früh den verantwortungsbewussten Umgang mit der Online-Welt erlernen.

Ebenso sehe ich Handlungsbedarf zum Thema Ausbildung. Viele ansässige mittelständische Unternehmen tun sich schwer Nachwuchs zu finden. Diesem Ausbildungsnotstand müssen wir entgegenwirken. Wir müssen Lösungen erarbeiten, um unsere jungen Menschen mit den attraktiven Ausbildungsplätzen hier vor Ort zusammenzubringen.

Ein ebenso wichtiges Thema: bezahlbarer Wohnraum. Es ist nicht Jedem möglich sich ein Eigenheim zu leisten. Wir müssen allen Menschen, die hier leben und arbeiten wollen, erschwingliche Wohnmöglichkeiten bieten.

In Pfaffenhofen passiert bereits viel in den genannten Themengebieten. Wären Sie mit der Fortführung einer bunten Koalition happy?
Ich ziehe meinen Hut vor den Personen, die seit Jahren Pfaffenhofen vorantreiben. Mit der bunten Koalition ließe sich gut arbeiten.

Sie sind Marketingleiterin bei der Autohaus Stiglmayr Gruppe. Wie stehen Sie zu den Themen e-Mobiliät und Biogas?
Beides sind zukunftsweisende Antriebsarten, die uns helfen unsere Mobilität sauberer zu machen. Leider wird Biogas derzeit in der Öffentlichkeit noch zu wenig als bereits vorhandener sauberer Lösungsansatz wahrgenommen. Ich finde, hier ist Pfaffenhofen mit der neuen Biogas-Tankstelle auf einem sehr guten Weg. Die E-Mobilität sehe ich noch nicht als Komplettlösung.

Karrierefrau, Ehefrau, Mama und bald vielleicht Stadträtin. Wie sieht Ihr Ausgleich zum hektischen Alltag aus?
In meiner Freizeit genieße ich die Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden. Da ich beruflich sehr viel Zeit vor meinem Bildschirm verbringe, nutze ich jede Gelegenheit, um mich körperlich auszupowern – ob im Fitness-Studio, beim Laufen in unserem schönen Stadtwald oder beim DiscoFox auf der Tanzfläche.

Wenn nicht auf der Tanzfläche, wo sehen Sie sich in 10 Jahren?
In meiner Heimatstadt Pfaffenhofen – weil do bin i dahoam!

Vielen Dank für das Gespräch!

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